publiziert: 16.08.2010 16:47 Uhr
aktualisiert: 16.08.2010 22:45 Uhr
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Happy-End für Peter Svabik

Die Endspiele beim Laurenzi-Tennisturnier verlaufen spannend wie selten zuvor
  • Der Gewinner: Peter Svabik, Sieger des Laurenzi-Tennisturniers in Marktheidenfeld.
    Foto: patrick beuchert
  • Die Gewinnerin: Christiane Lehner, Siegerin des Laurenzi-Tennisturniers in Marktheidenfeld.
    Foto: patrick beuchert
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Spannender ging's kaum: Beim Laurenzi-Tennisturnier um den „Udo-Lermann-Cup“ in Marktheidenfeld gingen sämtliche Endspiele über drei Sätze. Das Männer-Finale musste wegen des einsetzenden Regens in der Halle zu Ende gespielt werden. Hier triumphierte der Altenfurter Peter Svabik über den Fürther Andreas Kauntz mit 6:3, 3:6, 10:7.

Der dreimalige slowakische Meister Peter Svabik kassierte die Siegprämie von 600 Euro. Der 32-Jährige lieferte sich mit dem erstmals in Marktheidenfeld angetretenen Kauntz (30) einen sehenswerten Schlagabtausch. Kauntz, der es bis auf Rang 48 der deutschen Rangliste geschafft hatte, wegen einer Handverletzung aber ein Jahr pausieren musste und somit zurückgeworfen wurde, bestach mit hart geschlagenen Vorhandbällen, doch Svabik hatte im dritten Durchgang die besseren Nerven und wiederholte seinen Turniersieg von 2008.

Kauntz hatte im Halbfinale den an Nummer eins gesetzten Karlstadter Christopher Schuhmann, der das Turnier 2009 gewann, mit 6:2 und 6:3 ausgeschaltet. Svabik hatte sich im Semifinale gegen Nils Schuhmann, dem Jüngeren der beiden Brüder, ebenso deutlich mit 6:0, 6:2 durchgesetzt.

Dem Herren-Hitchcock war ein ebenso fesselndes Damen-Finale vorausgegangen. Im dritten Anlauf gelang dabei der Regensburgerin Christine Lehner der mit 400 Euro dotierte Sieg. Die 22-Jährige bezwang die Günzburgerin Alexandra Alberino mit 6:2, 3:6, 10:6. Die Latein- und Germanistikstudentin ist Stammgast beim Laurenzi-Tennisturnier. Grund dafür sind die familieren Verbindungen – ihre Patin wohnt in Marktheidenfeld. Nachdem sie in den beiden vergangenen Jahren ihre Endspiele verloren hatte, waren nun aller guten Dinge drei. Die Nummer 339 der deutschen Rangliste hatte mit der ebenfalls 22-jährigen Alberino (Rangliste Nr. 343) allerdings ihre liebe Müh' und Not. Die Vorhand, ihre stärkste Waffe, kam gegen die mehrfache oberbayerische Meisterin nicht immer wie gewünscht.

Zeitgleich mit dem Damen-Finale lief das Endspiel bei den Herren 40. Hier setzte sich nach einem ebenso dramatischen Spielverlauf Bernd Legutke von Schönbusch Aschaffenburg gegen Jan Polland vom TC Höhenkirchen mit 4:6, 6:4, 10:7 durch. Letztlich machte sich der Kräfteverschleiß bei Polland bemerkbar. Während er wenige Stunden vorher noch das Halbfinale gegen für die DJK Karbach spielenden Veselin Georgiev (6:3, 6:3) bestreiten musste, konnte Legutke ausgeruht antreten, nachdem sein Halbfinalgegner Robert Koukul aus Hanau zurückgezogen hatte.

Wenige Zuschauer

Das Laurenzi-Turnier hatte besonders bei den Herren ein gutes Niveau. In Unterfranken gibt es kein vergleichbares Turnier, das sich sich über Jahrzehnte behauptet hat. Der Zuschauer-Zuspruch lässt allerdings von Jahr zu Jahr nach. Die Zeiten, als noch einige hundert Besucher die die Finalspiele verfolgten, sind vorbei. Helmut Viering, Chef der Firma Udo Lermann und Hauptsponsor des Turniers, bedauert die Entwicklung sehr: „Der Tennisboom ist vorbei, wir bräuchten in Deutschland wieder einen wie Boris Becker oder eine wie Steffi Graf.“

ONLINE-TIPP

Ergebnisse im Internet unter www.tc-marktheidenfeld.de

Von unserem Mitarbeiter Uli Väth
    
    

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