aktualisiert: 31.08.2010 15:45 Uhr
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LEICHTATHLETIK
Johannes Hock deutscher Meister
Johannes Hock wird deutscher Zehnkampfmeister und löscht Rekord von Stefan Schmid
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Das Siegerfoto: Der deutsche Zehnkampfmeister Johannes Hock vom TV Marktheidenfeld, eingerahmt vom Silbermedaillengewinner Nils Weispfennig (Bayer Leverkusen) und Bronzemedaillengewinner Philip Herr (ASC Darmstadt).Foto: priva– -
Freute sich mit seinem Schützling: Ottmar Kröckel, Leichtathletiktrainer des TV Marktheidenfeld.Foto: privat
(fe) Sensationeller Erfolg des Zehnkämpfers Johannes Hock. Bei den deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Potsdam holte sich der für den TV Marktheidenfeld startende Dammbacher den deutschen Jugendmeistertitel im Zehnkampf.
Mit neuer persönlicher Bestleistung von 7416 Punkten gelang dem 19-jährigen Gymnasiasten die Verbesserung des unterfränkischen Rekordes von Stefan Schmid (LG Karlstadt) aus dem Jahre 1989. „Ich freue mich riesig über dieses Ergebnis und natürlich den Titel“, zeigte sich Hock über seinen größten sportlichen Erfolg hocherfreut. Auch Trainer Ottmar Kröckel meinte: „Wir sind hochzufrieden, endlich ist Johannes einmal durchgekommen und hat gezeigt, was möglich ist.“
Dabei war es im Potsdamer Stadion Luftschiffhafen alles andere als ein Zuckerschlecken. Widrige äußere Bedingungen, teilweise Regenschauer, machten den zweitägigen Titelkampf zu einem großen Geduldsspiel. Aber Geduld hatte der Gymnasiast aus dem Spessart diesmal zweifelsfrei. Zum Auftakt sprintete er die 100-m in 11,26 Sekunden, so schnell wie nie zuvor. Nahtlos ging die Bestleistungsserie weiter, denn im Weitsprung setzte er mit 7,18 Meter einen Riesensatz in den Sand, womit er seinen zweiten persönlichen Rekord fabriziert hatte. Und da bekanntlich aller guten Dinge drei sind, ließ er im Kugelstoßen mit 15,57 m die dritte persönliche Rekordleistung folgen.
Tolles 400-m-Rennen
Erstmals kritisch wurde es im Hochsprung, wo er lediglich 1,81 Meter übersprang und bei den weiteren Höhen eine alte Fußverletzung Probleme bereitete. Ein Coup gelang dem Kröckel-Schützling zum Abschluss des ersten Tages im 400-Meterlauf. Mit 49,78 Sekunden gelang ihm eine deutliche Verbesserung seiner bisherigen Bestleistung von 50,65 Sekunden. „Das war meine beste Leistung dieser zwei Tage,“ so Hock im Nachhinein.
3947 Punkten hatte er nach dem ersten Tag auf seinem Konto. Tags darauf zeigte sich Hock über 110-m-Hürden nach seinem persönlichen Rekordlauf (14,62) von Ulm vor wenigen Wochen gut aufgelegt und sprintete nach 14,95 Sekunden über die Ziellinie. Mit der siebten Disziplin, dem Diskuswerfen, begann dann ein Zitterspiel, denn drei ungültige Versuche beim Mehrkampf-Meeting in Ratingen machten Hock damals zum Unglücksraben. Doch diesmal hatte er die Diskusscheibe sicher im Griff und warf sie auf respektable 43,00 Meter. Damit lag er nach dem Diskuswurf knapp vor seinem schärfsten Rivalen, dem Leverkusenerin Nils Weispfennig. Doch im Stabhochsprung musste Weispfennig sich nach drei ungültigen Versuchen aus dem Titelrennen verabschieden. Hock rettete sich bei aufkommendem Regen im zweiten Versuch über seine Anfangshöhe von 4,20 Meter und hatte damit den Titel fast schon sicher. Schließlich übersprang er noch die 4,30 Meter und warf im Gefühl des sicheren Sieges den Speer trotz einer Armverletzung auf 52,44 Meter. So geriet der abschließende 1500-m-Lauf nur noch zur Kür, die er in 4:59,92 Minuten meisterte und so den Titel sicher nach Hause lief.
Mit 7416 Punkten siegte Hock deutlich vor dem Zweitplatzierten Leverkusener Nils Weispfennig (7078) und dem Darmstadter Philip Herr (7062).
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