aktualisiert: 26.01.2012 13:43 Uhr
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Handball
Lohrer Routiniers in der Verantwortung
Der TSV Lohr muss gegen Ottobeuren ohne seinen Trainer Frantisek Fabian auskommen
HANDBALL
Bayernliga Männer TSV Lohr – TSV Ottobeuren (Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle)
Weil sich Trainer Frantisek Fabian als Lehrer an der Realschule Elsenfeld auf einem Schulausflug in den Bergen befindet, haben beim Heimspiel des TSV Lohr (3./25:5) gegen den TSV Ottobeuren (7./12:24) diesmal andere auf der Bank das Sagen. Co-Trainer Gerald Schmitt und Abwehrchef Milan Kralik sind gegen die Unterallgäuer für die Mannschaft verantwortlich.
Klar, dass in dieser Situation besonders die erfahrenen Spieler gefordert sind. „Wir haben uns drauf verständigt, dass der Gerald Schmitt das von der Bank aus macht“, so Kapitän Benjamin Scheiner. Auf dem Spielfeld sollen neben Milan Kralik auch Keeper Stefan Schüßler und der Kapitän den Co-Trainer unterstützen. „Wir sind natürlich mehr in der Verantwortung als sonst. Man muss ein bisschen denken wie ein Trainer und ein Auge darauf haben, dass es läuft“, meint Benjamin Scheiner.
Ungute Erinnerungen
Denn einfach wird die Aufgabe gegen Ottobeuren nicht. Obwohl beide Teams in der Tabelle stolze 13 Punkte trennen, wollen die Lohrer die anstehende Begegnung nicht zu leicht nehmen, haben sie doch mit den Gästen nicht die besten Erfahrungen. „Das letzte Mal hat Ottobeuren bei uns gewonnen“, erinnert Lohrs Abteilungsleiter Ludwig Scheiner an ein Heimspiel im Oktober 2010, das sein Team mit 17:18 verlor. Und auch im Oktober 2011 tat sich Lohr schwer, als es beim Auswärtsspiel in der Gemeinde bei Memmingen einen mühevollen 24:22-Erfolg feierte. „Wir sind gewarnt. Ottobeuren kommt hierher und hat nichts zu verlieren“, so Ludwig Scheiner, den auch der jüngste schwache Auftritt des Gegners, der vor Wochenfrist zu Hause über ein 21:21 gegen den TSV Haunstetten nicht hinauskam, nicht von seiner Meinung abbringen kann. „Um Ottobeuren zu knacken, müssen wir vor allem übers Tempo kommen“, fordert der Lohrer Abteilungsleiter.
Neben Trainer Frantisek Fabian können auch weitere Akteure auf Lohrer Seite nicht mittun. So fallen die Linksaußen Alexander Stroka (krank) und Andreas Avar (Mittelfußbruch) weiter aus. Und auch Tom Spieß ist nach seinen Rückenproblemen aller Voraussicht nach noch nicht einsatzfähig. Ein weiteres Sorgenkind ist Rückraumspieler Petr Vozar, der aufs Knie gefallen ist und sich eine Prellung zugezogen hat. Doch bei dem 2,02 Meter großen Slowaken hegt Ludwig Scheiner noch die größte Zuversicht, dass es mit einem Einsatz klappt: „Ich hoffe, der Petr beißt sich durch.“
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