publiziert: 27.01.2012 15:50 Uhr
aktualisiert: 12.02.2012 18:05 Uhr
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Baduras dritter Frühling

  • Erfolgsgarant: HSC-Torhüter Rostislav Badura bringt derzeit mit seinen Paraden die Gegner reihenweise zur Verzweiflung und trägt seinen Teil dazu bei, dass die Neustädter eine erfolgreiche Saison spielen.
    Foto: Anand Anders
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Handball (BA)

3. Liga Ost, Männer Samstag, 16.30 Uhr SV Anhalt Bernburg – HSC Bad Neustadt

Wird diese Begegnung ein Spaziergang für den HSC Bad Neustadt (2./28:4)? „Beileibe nicht“, schallt es von den Verantwortlichen des HSC Bad Neustadt zurück, die Bernburger (10./16:18) seien immer ein ernstzunehmender Gegner, sagt Matthias Obinger. Angesichts der Tabellenlage und der Leistungen der vergangenen Wochen kann der HSC-Coach eine Favoritenrolle seiner Schützlinge nicht rundum dementieren.

Während die Kurstädter einen regelrechten Lauf haben, herrscht Katzenjammer bei den „Salzländern“, die fünf ihrer letzten sechs Spiele verloren haben und gefährlich nahe an die Abstiegszone gerutscht sind. „Deswegen müssen wir, vor allem zu Hause, wieder einmal punkten“, sagt Trainer Sven Liesegang. Der saß vor acht Tagen aufgrund der Personalnot sogar selbst im Trikot auf der Bank, wechselte sich bei der 24:29-Niederlage in Pirna dann aber doch nicht ein. Der Ex-Bundesligaspieler aus Magdeburg hätte mit seiner Erfahrung notfalls die Defensive stabilisieren wollen, doch die habe laut Liesegang ordentlich gestanden. Weniger zufrieden war der SV-Trainer mit der Angriffsleistung, konnte allerdings ins Feld führen, dass Kilian Kraft nicht hatte mittun können. Der Torjäger hatte sich kurz vor dem Spiel bei einem häuslichen Unfall einen Fuß verbrüht und Verbrennungen zweiten Grades zugezogen. Ob Kraft gegen den HSC auflaufen kann, steht noch nicht fest.

Dass die Anhaltiner aber auch ohne Kraft nicht zu unterschätzen sind, bewies das Team im Hinspiel, als der SV – ebenfalls ohne den Torjäger – knapp mit 21:23 verlor. Dabei überzeugten in puncto Torgefahr besonders Frank Grohmann und Tobias Rindert, die zuletzt mit je sechs Treffern ihr Team in Pirna lange im Spiel hielten. Rückraumspieler Grohmann ist besonders mit seinen Anläufen aus dem Halbfeld gefährlich, Rindert ein körperbetont agierender „Wühler“ am Kreis. Schwache Kritiken erhielten zuletzt die Torhüter Artur Gawlik und Mantas Gudonis.

Und da könnten die Saalestädter ein Plus haben, denn deren Nummer eins, Rostislav Badura, erlebt derzeit den „dritten Frühling“. Der freilich auch dadurch bedingt ist, dass Baduras Vorderleute nach Aussage von Mannschaftsbetreuer Hans-Peter Endres „im wahrsten Sinne des Wortes einen Block bilden“. An dem prallten zuletzt die Gensungen/Felsberger ab, wobei es gar nicht auffiel, dass Abwehrorganisator Margots Valkovskis wegen einer Sperre nicht zur Verfügung stand. Der Kapitän kann gegen die SVler auflaufen, auch Vilim Leskovec steht nach ausgeheiltem Kahnbeinbruch wieder zur Verfügung.

„Unsere Personalsituation ist natürlich erfreulich, denn so kann ich manchem Spieler auch einmal in den sechzig Minuten eine Verschnaufpause verschaffen“, sagt Matthias Obinger, der immer noch positiv überrascht ist, wie die Mannschaft die Ausfälle der letzten Wochen aufgefangen hat. „Die zeigen hundertprozentigen Einsatz“, lobten die Gensunger Fans, die vor Wochenfrist eine zweitligareife Vorstellung der Saalestädter gesehen haben wollten. Diese zu wiederholen ist das Ziel aller Rot-Weißen, deren Verantwortliche darauf hinweisen, dass für das Derby gegen den HSC 2000 Coburg am nächsten Wochenende Karten im Vorverkauf geordert werden sollten. „Wir rechnen mit ausverkaufter Halle“, sagt Geschäftsführer Dieter Schulz, der mit großem Fan-Andrang aus Oberfranken rechnet.

    
    

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