publiziert: 29.01.2012 17:52 Uhr
aktualisiert: 29.01.2012 18:42 Uhr
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Dart Piraten auf Kaperfahrt

  • Freibeuter mit spitzen Pfeilen: Die „Dart Piraten“ aus Salz, die ihre Heimspiele im Schützenhaus bei Georgios Katis bestreiten, klopfen nach dem Titelgewinn in der Bezirksoberliga jetzt an die Tür zur 2. Bundesliga. Unser Foto zeigt (hinten, von links) Marco Misof, Oliver Antlitz und Captain Marco Stiehl sowie (vorne, von links) Franz-Josef Klinder, Hausherr Georgios Katis und Coskun Kahramann. Auf dem Bild fehlt Mustafa Kaliantzi.
    Foto: Andreas Sietz
Bild von

Wenn dieser Tage von Piraten die Rede ist, dann geht es meist um Politik, ab und zu auch um Freibeuter, die vor der Küste von Somalia ihr Unwesen treiben, und manchmal um erfolgreiche Kinofilme aus Hollywood. In Salz ist das anders. Denn dort segeln die „Dart Piraten“, die sich derzeit anschicken, die 2. Mayerdart-Bundesliga zu entern.

Die erste Saison der Sälzer „Dart Piraten“ begann am 15. September 2006 im Sälzer Schützenhaus Hellena. Piratencaptain Marco Stiehl und seine Crew um Holger Stiehl, Sven Katzenberger, Holger Wagner und David Schmitt frönten ihrem gemeinsamen Hobby zunächst in der B-Liga und keiner der Spieler hätte damals wohl zu träumen gewagt, dass die 2. Bundesliga einmal zum Greifen nahe sein würde. Doch bereits während dieser Runde wurde klar, dass im Team unheimliches Potenzial vorhanden ist. Am Ende der Saison stand ein halbes Jahr später der Titelgewinn in der DLB-Franken-Liga.

Zur zweiten Saison wechselten die „Dart Piraten“ in die DSAB-Mayer-Liga, dem Konkurrenzanbieter im Automaten-Dartsport, und spielten dort zunächst in der A-Klasse, wo zumindest der Klassenerhalt gelang. Oliver Antlitz und Marco Misof verstärkten in der nachfolgenden Saison belohnte sich das Team mit dem Gewinn der Meisterschaft für seinen großen Trainingsfleiß. In der darauffolgenden Saison reichte es zum zweiten Platz in der A-Liga, der den Aufstieg in die Bezirksliga mit sich brachte. Der Höhenflug hielt weiter an und schlug sich in Form des zweiten Platzes im Endklassement nieder. Und weil sich in der übergeordneten Bezirksoberliga eine Mannschaft zurückgezogen hatte, kamen die Sälzer wohl oder übel in den Genuss des Aufstiegs und nahmen das Abenteuer Bezirksoberliga in Angriff.

Die war freilich zu jenem Zeitpunkt eine Nummer zu groß für die „Dart Piraten“, die nach so viel Höhenflug von der Realität auf den Boden zurückgeholt wurden. Nach einer Niederlage im Ausscheidungsspiel folgte also am Ende der Spielzeit ein halbes Jahr später der Abstieg in die Bezirksliga, in der sich die Sälzer anschließend etablierten. Jeweils Platz zwei erkämpfte sich das Team in den darauf folgenden zwei Jahren in vier Dart-Saisons. Dann endlich brach im vergangenen Sommer der Bann und die Sälzer schafften den Sprung auf die oberste Stufe des Siegertreppchens. Als Meister in der Bezirksliga folgte somit der – diesmal verdiente und nicht erzwungene – Aufstieg in die Bezirksoberliga.

Neuzugang Coskun Kahramann verstärkt seitdem die erste Mannschaft der „Dart Piraten“, die in der gerade abgeschlossenen Saison einen unglaublichen Durchmarsch startete. Den feierte das Team bei Heimspielen beim „Schorsch“ groß mit den Fans und am Ende winkte der Meistertitel in der Bezirksoberliga. Mit diesem Erfolg qualifizierten sich Spielführer Marco Stiehl, Oliver Antlitz, Coskun Kahramann, Marco Misof, Franz-Josef Klinder und Mustafa Laliantzi für die Relegationsrunde um den Aufstieg in die 2. Bundesliga am Samstag, 4. Februar, in Pegnitz. Für die kommende Saison sind die „Dart Piraten“ jedenfalls bestens gerüstet. Mit Heiko Janke aus Wildflecken verstärkt sich das Team mit einem Spieler, der jede Menge Bundesliga-Erfahrung mitbringt.

si
    
    

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