publiziert: 05.02.2012 19:34 Uhr
aktualisiert: 13.02.2012 16:00 Uhr
aktualisiert: 13.02.2012 16:00 Uhr
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Handball: 3. Liga Ost
In allen Belangen überlegen
HSC Bad Neustadt feiert verdienten 26:22-Triumph gegen Coburg - Badura und Thomas verlängern bis 2014
Handball (ba)
3. Liga Männer Ost
| HC Aschersleben – HSG Gensungen-F. | 32:37 | |
| HSG Kleenheim – EHV Aue | 25:32 | |
| SG LVB Leipzig – HSG Pohlheim | 24:20 | |
| TSG Münster – SV Anhalt Bernburg | 23:22 | |
| HSC Bad Neustadt – HSC 2000 Coburg | 26:22 | |
| ESV Lok Pirna – GSV Baunatal | 28:23 | |
| TG Münden – TV Jahn Duderstadt | 27:32 | |
| DJK Rimpar Wölfe – Dessau-R. HV | 26:17 |
| 1. | (1.) | EHV Aue | 19 | 16 | 1 | 2 | 616 | : | 508 | 33 | : | 5 | |
| 2. | (2.) | HSC Bad Neustadt | 18 | 14 | 2 | 2 | 511 | : | 426 | 30 | : | 6 | |
| 3. | (3.) | Dessau-R. HV | 19 | 11 | 1 | 7 | 516 | : | 489 | 23 | : | 15 | |
| 4. | (4.) | GSV Baunatal | 19 | 11 | 1 | 7 | 545 | : | 534 | 23 | : | 15 | |
| 5. | (7.) | ESV Lok Pirna | 19 | 10 | 2 | 7 | 521 | : | 492 | 22 | : | 16 | |
| 6. | (8.) | DJK Rimpar Wölfe | 18 | 10 | 1 | 7 | 492 | : | 460 | 21 | : | 15 | |
| 7. | (5.) | HSC 2000 Coburg | 18 | 10 | 1 | 7 | 514 | : | 495 | 21 | : | 15 | |
| 8. | (6.) | HSG Gensungen-F. | 19 | 9 | 3 | 7 | 570 | : | 566 | 21 | : | 17 | |
| 9. | (9.) | TG Münden | 18 | 8 | 2 | 8 | 540 | : | 544 | 18 | : | 18 | |
| 10. | (10.) | SV Anhalt Bernburg | 19 | 9 | 0 | 10 | 515 | : | 517 | 18 | : | 20 | |
| 11. | (11.) | SG LVB Leipzig | 19 | 7 | 2 | 10 | 516 | : | 541 | 16 | : | 22 | |
| 12. | (12.) | TV Jahn Duderstadt | 19 | 7 | 0 | 12 | 495 | : | 521 | 14 | : | 24 | |
| 13. | (14.) | TSG Münster | 19 | 6 | 1 | 12 | 543 | : | 590 | 13 | : | 25 | |
| 14. | (13.) | HC Aschersleben | 19 | 5 | 2 | 12 | 538 | : | 559 | 12 | : | 26 | |
| 15. | (15.) | HSG Pohlheim | 18 | 3 | 2 | 13 | 443 | : | 501 | 8 | : | 28 | |
| 16. | (16.) | HSG Kleenheim | 18 | 2 | 1 | 15 | 411 | : | 543 | 5 | : | 31 |
Die nächsten Spiele, Samstag, 11. Februar, 16.30 Uhr: SV Anhalt Bernburg – HC Aschersleben, 17 Uhr: EHV Aue – DJK Rimpar Wölfe, 18 Uhr: HSC 2000 Coburg – TSG Münster, TV Jahn Duderstadt – ESV Lok Pirna, 19.30 Uhr: HSG Gensungen-F. – HSG Pohlheim; Sonntag, 12. Februar, 17 Uhr: Dessau-R. HV – TG Münden, HSG Kleenheim – SG LVB Leipzig
Die nach der Niederlage in Bernburg von den sportlich Verantwortlichen erhoffte Rehabilitation ist den Drittliga-Handballern des HSC Bad Neustadt eindrucksvoll gelungen. Im Frankenderby gegen den HSC 2000 Coburg zeigte sich die Obinger-Sieben beim 26:22-Erfolg dem Kontrahenten letztlich in allen Belangen überlegen. Auch ansonsten war es ein tolles Wochenende für Bad Neustadt, das nach den Niederlagen einiger Verfolger von Platz 2 in der Tabelle nicht mehr zu verdrängen sein dürfte. „Das waren zwei ganz wichtige Punkte. Schlüssel zum Erfolg war für mich unsere Überlegenheit in konditioneller Hinsicht. Ansonsten hat die Mannschaft eine ganz geschlossene Leistung gezeigt“, strahlte HSC-KG-Geschäftsführer Dieter Schulz nach packenden 60 Minuten.
Vor 1006 Zuschauern verlief die Anfangsphase noch recht ausgeglichen, wobei die Oberfranken zwar bis zum 8:8-Zwischenstand immer in Führung lagen, doch auch jeweils postwendend den Ausgleich hinnehmen mussten. Die Abwehrreihen, die beide offensiv ausgerichtet waren, ließen wenig zu und drückten die potenziellen Rückraumschützen weit vom Kreis weg. Bemerkenswert in der ersten Viertelstunde aus Sicht der Hausherren war ein vergebener Strafwurf von Janis Pavlovics – der Lette hatte insgesamt keinen guten Tag erwischt und ließ bis zu seiner Auswechslung mehrere klare Möglichkeiten aus – und zwei frühe Zeitstrafen für Alejandro Rohaly. Trainer Matthias ging das Risiko, den Spanier weiter in der Abwehr zu belassen, was dieser ihm mit einer dann disziplinierten Spielweise und drei Treffern dankte.
„Spielentscheidend war sicher die Phase zwischen der 25. und 40. Minute, wo wir in der Deckung den notwendigen Kontakt zum Coburger Rückraum fanden und uns in der Offensive durch Tempospiel aussichtsreiche Wurfpositionen erarbeiteten“, wusste Bad Neustadts Trainer Matthias Obinger. Janis Pavlovics brachte seine Farben fünf Minuten vor der Pause mit einem Strafwurf erstmals in Führung, was zur Wende im Match führen sollte. Durch Treffer von Rohaly und einem Konter des Abwehrstrategen Maximilian Schmitt zog die Obinger-Sieben auf drei Tore weg und ging mit einem 13:10-Vorsprung auch in die Kabine.
„Das packen wir noch“, war man im Gästeblock zuversichtlich, doch die knapp 150 stimmgewaltigen Coburger wurden in den ersten zehn Minuten nach Wiederbeginn immer kleinlauter. Zum einen verzweifelten sie an vielen unnötigen Ballverlusten ihrer Lieblinge, zum anderen nutzten die Hausherren mit konzentriertem Tempospiel die sich immer mehr auftuenden Lücken im Coburger Abwehrverbund. „Warum wir Ende der ersten Halbzeit und vor allem zu Beginn der zweiten auseinandergefallen sind, kann ich nicht erklären“, seufzte Gästecoach Hrvoje Horvat.
Der Rückstand der Coburger wuchs in kurzer Zeit auf sieben Treffer an, wobei er noch höher hätte ausfallen können, hätte der unglückliche Janis Pavlovics nicht drei Konter vergeigt. Nach 40 Minuten wurde der Rechtsaußen erlöst und von Florian Bley ersetzt. Der traf gleich mit dem ersten Ballkontakt und bot vor allem in der Deckung eine solide Leistung.
Dort machte Rostislav Badura wie gewohnt einen guten Job, sein Gegenüber Håvard Martinsen konnte ihm nicht das Wasser reichen. Die Einwechslung von Raimonds Steins kam aus Sicht der Gäste-Fans viel zu spät. „Unser Problem war aber auch der schwache Angriff“, klagte später der Coburger Fan-Klub-Vorsitzende Christian Walter. Tatsächlich scheuten die Rückraumschützen Johan Andersson und Dejan Dobardzjev den Kontakt zur gegnerischen Abwehrreihe und nahmen Anschauungsunterricht bei Gary Hines und Michal Panfil. Lediglich Coburgs Spielmacher Mirza Cehajic agierte mit dem notwendigen Ehrgeiz und zeigte sich torhungrig.
In den Schlussminuten wurde die Partie noch hektisch, für Aufregung sorgte Stefan Linsmeier, der bis zum Sommer das rot-weiße Trikot getragen hatte. Nach einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe ließ er sich zu einer obszönen Geste gegen die Zuschauer hinreißen, die Disqualifikation folgte prompt (siehe nebenstehender Bericht). Etliche Coburger Fans hatten da schon die Halle verlassen, der Rest fand keine Erklärung für den Leistungseinbruch kurz und nach der Pause.
Die Rot-Weißen spulten ihr Programm dagegen ohne Gefährdung der zwei Punkte ab und wurden nach dem Abpfiff der wenig geforderten Unparteiischen frenetisch gefeiert. Der Beifall schwoll noch an, als beim Trainergespräch nach dem Abpfiff offiziell bekannt gegeben wurde, dass die Torhüter Rostislav Badura (36) und Nils Thomas (21) vorzeitig ihre Verträge um zwei Jahre verlängert haben. Eine Sorge für die Vereinsführung weniger, hatten doch die Gäste-Fans während des Spieles skandiert: „Wenn wir wollen, kaufen wir euch auf.“
Statistik zum Spiel
3. Liga Ost
HSC Bad Neustadt –
HSC 2000 Coburg 26:22 (13:10)
HSC Bad Neustadt: Badura, Thomas (ab 55.) – Panfil 5/1, Valkovskis 3, Wagenbrenner (n. e.), Schmitt 1, Pavlovics 2/1, Hines 6, Schröder 5, Rohaly 3, Leskovec, Bley 1, Gerr.
HSC 2000 Coburg: Martinsen, Steins (ab 45.) – Schramm 3, Göhl 2, Dobardzjev 2, Andersson 3/3, Franke, Kelm 2, Karapetjan 2, Wolf, Lakiza 1, Linsmeier 1, F. Kirchner, Cehajic 6/1.
Zeitstrafen: 12:6 Minuten.
Disqualifikation: Schmitt (Bad Neustadt/56./dritte Zeitstrafe), Linsmeier (Coburg/54./grob unsportliches Verhalten).
Siebenmeter: 3/2:4/3.
Schiedsrichter: d'Alessandro (Ditzingen)/Kraaz (Nürtingen).
Zuschauer: 1006.
Spielfilm: 2:2 (6.), 5:5 (13.), 8:8 (25.), 11:8 (27.), 13:10 (30.) – 15:10 (32.), 18:11 (40.), 22:14 (46.), 25:18 (53.), 25:20 (57.), 26:22 (60.).
Die nach der Niederlage in Bernburg von den sportlich Verantwortlichen erhoffte Rehabilitation ist den Drittliga-Handballern des HSC Bad Neustadt eindrucksvoll gelungen. Im Frankenderby gegen den HSC 2000 Coburg zeigte sich die Obinger-Sieben beim 26:22-Erfolg dem Kontrahenten letztlich in allen Belangen überlegen. Auch ansonsten war es ein tolles Wochenende für Bad Neustadt, das nach den Niederlagen einiger Verfolger von Platz 2 in der Tabelle nicht mehr zu verdrängen sein dürfte. „Das waren zwei ganz wichtige Punkte. Schlüssel zum Erfolg war für mich unsere Überlegenheit in konditioneller Hinsicht. Ansonsten hat die Mannschaft eine ganz geschlossene Leistung gezeigt“, strahlte HSC-KG-Geschäftsführer Dieter Schulz nach packenden 60 Minuten.
Vor 1006 Zuschauern verlief die Anfangsphase noch recht ausgeglichen, wobei die Oberfranken zwar bis zum 8:8-Zwischenstand immer in Führung lagen, doch auch jeweils postwendend den Ausgleich hinnehmen mussten. Die Abwehrreihen, die beide offensiv ausgerichtet waren, ließen wenig zu und drückten die potenziellen Rückraumschützen weit vom Kreis weg. Bemerkenswert in der ersten Viertelstunde aus Sicht der Hausherren war ein vergebener Strafwurf von Janis Pavlovics – der Lette hatte insgesamt keinen guten Tag erwischt und ließ bis zu seiner Auswechslung mehrere klare Möglichkeiten aus – und zwei frühe Zeitstrafen für Alejandro Rohaly. Trainer Matthias ging das Risiko, den Spanier weiter in der Abwehr zu belassen, was dieser ihm mit einer dann disziplinierten Spielweise und drei Treffern dankte.
„Spielentscheidend war sicher die Phase zwischen der 25. und 40. Minute, wo wir in der Deckung den notwendigen Kontakt zum Coburger Rückraum fanden und uns in der Offensive durch Tempospiel aussichtsreiche Wurfpositionen erarbeiteten“, wusste Bad Neustadts Trainer Matthias Obinger. Janis Pavlovics brachte seine Farben fünf Minuten vor der Pause mit einem Strafwurf erstmals in Führung, was zur Wende im Match führen sollte. Durch Treffer von Rohaly und einem Konter des Abwehrstrategen Maximilian Schmitt zog die Obinger-Sieben auf drei Tore weg und ging mit einem 13:10-Vorsprung auch in die Kabine.
„Das packen wir noch“, war man im Gästeblock zuversichtlich, doch die knapp 150 stimmgewaltigen Coburger wurden in den ersten zehn Minuten nach Wiederbeginn immer kleinlauter. Zum einen verzweifelten sie an vielen unnötigen Ballverlusten ihrer Lieblinge, zum anderen nutzten die Hausherren mit konzentriertem Tempospiel die sich immer mehr auftuenden Lücken im Coburger Abwehrverbund. „Warum wir Ende der ersten Halbzeit und vor allem zu Beginn der zweiten auseinandergefallen sind, kann ich nicht erklären“, seufzte Gästecoach Hrvoje Horvat.
Der Rückstand der Coburger wuchs in kurzer Zeit auf sieben Treffer an, wobei er noch höher hätte ausfallen können, hätte der unglückliche Janis Pavlovics nicht drei Konter vergeigt. Nach 40 Minuten wurde der Rechtsaußen erlöst und von Florian Bley ersetzt. Der traf gleich mit dem ersten Ballkontakt und bot vor allem in der Deckung eine solide Leistung.
Dort machte Rostislav Badura wie gewohnt einen guten Job, sein Gegenüber Håvard Martinsen konnte ihm nicht das Wasser reichen. Die Einwechslung von Raimonds Steins kam aus Sicht der Gäste-Fans viel zu spät. „Unser Problem war aber auch der schwache Angriff“, klagte später der Coburger Fan-Klub-Vorsitzende Christian Walter. Tatsächlich scheuten die Rückraumschützen Johan Andersson und Dejan Dobardzjev den Kontakt zur gegnerischen Abwehrreihe und nahmen Anschauungsunterricht bei Gary Hines und Michal Panfil. Lediglich Coburgs Spielmacher Mirza Cehajic agierte mit dem notwendigen Ehrgeiz und zeigte sich torhungrig.
In den Schlussminuten wurde die Partie noch hektisch, für Aufregung sorgte Stefan Linsmeier, der bis zum Sommer das rot-weiße Trikot getragen hatte. Nach einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe ließ er sich zu einer obszönen Geste gegen die Zuschauer hinreißen, die Disqualifikation folgte prompt (siehe nebenstehender Bericht). Etliche Coburger Fans hatten da schon die Halle verlassen, der Rest fand keine Erklärung für den Leistungseinbruch kurz und nach der Pause.
Die Rot-Weißen spulten ihr Programm dagegen ohne Gefährdung der zwei Punkte ab und wurden nach dem Abpfiff der wenig geforderten Unparteiischen frenetisch gefeiert. Der Beifall schwoll noch an, als beim Trainergespräch nach dem Abpfiff offiziell bekannt gegeben wurde, dass die Torhüter Rostislav Badura (36) und Nils Thomas (21) vorzeitig ihre Verträge um zwei Jahre verlängert haben. Eine Sorge für die Vereinsführung weniger, hatten doch die Gäste-Fans während des Spieles skandiert: „Wenn wir wollen, kaufen wir euch auf.“
Statistik zum Spiel
3. Liga Ost
HSC Bad Neustadt –
HSC 2000 Coburg 26:22 (13:10)
HSC Bad Neustadt: Badura, Thomas (ab 55.) – Panfil 5/1, Valkovskis 3, Wagenbrenner (n. e.), Schmitt 1, Pavlovics 2/1, Hines 6, Schröder 5, Rohaly 3, Leskovec, Bley 1, Gerr.
HSC 2000 Coburg: Martinsen, Steins (ab 45.) – Schramm 3, Göhl 2, Dobardzjev 2, Andersson 3/3, Franke, Kelm 2, Karapetjan 2, Wolf, Lakiza 1, Linsmeier 1, F. Kirchner, Cehajic 6/1.
Zeitstrafen: 12:6 Minuten.
Disqualifikation: Schmitt (Bad Neustadt/56./dritte Zeitstrafe), Linsmeier (Coburg/54./grob unsportliches Verhalten).
Siebenmeter: 3/2:4/3.
Schiedsrichter: d'Alessandro (Ditzingen)/Kraaz (Nürtingen).
Zuschauer: 1006.
Spielfilm: 2:2 (6.), 5:5 (13.), 8:8 (25.), 11:8 (27.), 13:10 (30.) – 15:10 (32.), 18:11 (40.), 22:14 (46.), 25:18 (53.), 25:20 (57.), 26:22 (60.).
von unserem Mitarbeiter Peter Balthasar
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