publiziert: 31.08.2010 15:28 Uhr
aktualisiert: 31.08.2010 15:43 Uhr
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Keine schillernden Figuren mehr

Bad Königshofen stand im Zeichen der bayerischen Schach-Meisterschaften
  • Sieger gekürt: Die bayerischen Meister erhielten Pokale und Geldpreise (von links): Oda Lorenz (2.), BSB-Spielleiter Wolfgang Fiedler, Christina Dauer (1.), Landrat Thomas Habermann, Vitus Lederle (1.), Harald Golda (3.), Karin Roos (3.), Christoph Zill (2.), der stellvertretende Bürgermeister Udo Jahrsdörfer und der Vorsitzende des veranstaltenden SC Bad Königshofen, Jürgen Müller.
    Foto: Vossenkaul
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(vo) Siegerehrungen fanden nach einer Woche Schachsport mit neun Runden innerhalb der bayerischen Schacheinzelmeisterschaft 2010 in Bad Königshofen statt. Schirmherr Landrat Thomas Habermann überreichte gemeinsam mit dem stellvertretenden Bürgermeister Udo Jahrsdörfer und dem Vorsitzenden des gastgebenden Schachclubs Bad Königshofen, Jürgen Müller, im Großen Saal der FrankenTherme Pokale und Geldpreise.

Habermann bedankte sich bei den Ausrichtern. Der Schachsport sei super spannend für interessierte Beobachter. Man tue sich aber schwer, mit dieser Randsportart viele Zuschauer zu gewinnen. Er bedauerte, dass der Schachsport in den Medien so wenig Beachtung findet. „Das war früher anders“, so Habermann.

Vielleicht fehlen die schillernden Figuren und Exzentriker. Mit der Förderung des Schachspiels sollte man schon in den Schulen anfangen, fand er und bedauerte, dass sich nur noch wenige Menschen Zeit nehmen, sich mehrere Stunden mit einer Sache zu befassen.

Udo Jahrsdörfer bedankte sich im Namen der Stadt bei dem Ausrichter und hoffte, dass die Teilnehmer an den bayerischen Meisterschaften vielleicht noch einmal wiederkommen, um die Stadt einmal richtig kennenzulernen.

Bundesspielleiter Wolfgang Fiedler lobte die Meisterschaften als ein „harmonisches und tolles Turnier“. Es habe spannende Partien gegeben und die Entscheidungen fielen erst am letzten Tag. Beim allgemeinen Turnier kämpften u. a. elf Titelträger um den Sieg, aber am Ende kam die große Überraschung mit dem „lachenden Zwölften“ ohne Titel, Vitus Lederle vom SC Dillingen, der eine grandiose Woche hingelegt hatte.

Bei den Frauen war die Überraschung nicht so groß: Die spielstärkste Christina Dauer wurde bayerische Meisterin – auch Oda Lorenz hatte in der Endabrechnung sechs Punkte. Aufgrund der besseren Wertung gewann Dauer. Titelverteidigerin Cornelia Nieberle musste sich mit Platz sechs zufrieden geben.

Schach-Ergebnisse

Bayerische Meisterschaft:

Männer: 1. Vitus Lederle (SC Dillingen) 6,5 Punkte; 2. Christoph Zill (SK Freising) 6,5; 3. Harald Golda (Schachclub Schweinfurt) 6,0; 4. Thomas Lentrodt (FC Bayern München) 6,0; 5. Ekaterina Jussupow (SK Krumbach) 6,0; 6. Christian Schatz (Schachzentrum Fürth) 5,5; 7. Thomas Reich (FC Bayern München) 5,5; 8. Oskar Hirn (SC Noris-Tarrasch Nürnberg) 5,5; 9. Stefan Liepold (SC Erlangen) 5,5; 10. Viktor Schindler (PTSV SK Hof) 5,5. Frauen: 1. Christina Dauer (SG Kötz/Ichenhausen) 6,0 Punkte; 2. Oda Lorenz (SG Augsburg) 6,0; 3. Karin Roos (FC Bayern München) 5,0; 4. Irmgard Narr (SC Mühlhof-Reichelsdorf) 5,5; 5. Anita Zwetz (TSV Kareth-Lapp) 5,0; 6. Cornelia Nieberle (SK Bobingen) 5,0; 7. Kathrin Gremer (SC Steinwiesen) 4,5; 7. Julia Nieberle (SK Bobingen) 4,5; 9. Simone Schneider (SK Immenstadt) 4,0; 10. Isabel Groschwitz (SF Fichtelgebirge) 4,0.

    
    

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