publiziert: 29.01.2012 18:57 Uhr
aktualisiert: 12.02.2012 18:05 Uhr
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Matthias Obinger ist fassungslos

  • Erfolgreichster Schütze: Mit sieben Treffern war Gary Hines (beim Wurf) erfolgreichster Schütze, konnte aber die Niederlage des HSC nach enttäuschender Vorstellung nicht verhindern.
    Foto: Anand Anders
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Handball (BA)

3. Liga Männer Ost

SV Anhalt Bernburg – HSC Bad Neustadt 25:23  
EHV Aue – SG LVB Leipzig 34:29  
HSC 2000 Coburg – ESV Lok Pirna 25:20  
TV Jahn Duderstadt – DJK Rimpar Wölfe 23:24  
HSG Gensungen-F. – TSG Münster 41:29  
HSG Pohlheim – HC Aschersleben 28:31  
GSV Baunatal – TG Münden 36:32  
Dessau-R. HV – HSG Kleenheim 30:22  

1. (1.) EHV Aue 18 15 1 2 584 : 483 31 : 5  
2. (2.) HSC Bad Neustadt 17 13 2 2 485 : 404 28 : 6  
3. (3.) Dessau-R. HV 18 11 1 6 499 : 463 23 : 13  
4. (4.) GSV Baunatal 18 11 1 6 522 : 506 23 : 13  
5. (6.) HSC 2000 Coburg 17 10 1 6 492 : 469 21 : 13  
6. (5.) ESV Lok Pirna 18 9 2 7 493 : 469 20 : 16  
7. (8.) DJK Rimpar Wölfe 17 9 1 7 466 : 443 19 : 15  
8. (9.) HSG Gensungen-F. 18 8 3 7 533 : 534 19 : 17  
9. (7.) TG Münden 17 8 2 7 513 : 512 18 : 16  
10. (10.) SV Anhalt Bernburg 18 9 0 9 493 : 494 18 : 18  
11. (11.) SG LVB Leipzig 18 6 2 10 492 : 521 14 : 22  
12. (14.) HC Aschersleben 18 5 2 11 506 : 522 12 : 24  
13. (12.) TV Jahn Duderstadt 18 6 0 12 463 : 494 12 : 24  
14. (13.) TSG Münster 18 5 1 12 520 : 568 11 : 25  
15. (15.) HSG Pohlheim 17 3 2 12 423 : 477 8 : 26  
16. (16.) HSG Kleenheim 17 2 1 14 386 : 511 5 : 29  

Die nächsten Spiele, Freitag, 3. Februar, 19.30 Uhr: HC Aschersleben – HSG Gensungen-F., 20 Uhr: HSG Kleenheim – EHV Aue; Samstag, 4. Februar, 17 Uhr: SG LVB Leipzig – HSG Pohlheim, 18 Uhr: TSG Münster – SV Anhalt Bernburg, 19.30 Uhr: HSC Bad Neustadt – HSC 2000 Coburg, ESV Lok Pirna – GSV Baunatal, TG Münden – TV Jahn Duderstadt, 20 Uhr: DJK Rimpar Wölfe – Dessau-R. HV

 

SV Anhalt Bernburg – HSC Bad Neustadt 25:23 (17:10)

Noch völlig fassungslos angesichts der Vorstellung seiner Schützlinge war HSC-Trainer Matthias Obinger am Sonntagvormittag. Das verheißt wenig Gutes für die Spieler hinsichtlich der anstehenden Trainingseinheiten vor dem Prestigeduell gegen den HSC 2000 Coburg. „Das war jedenfalls die schwächste erste Halbzeit in den letzten zwei Jahren“, so Mannschaftsbetreuer Hans-Peter Endres, der sich den Leistungsabfall innerhalb von acht Tagen auch nicht erklären konnte.

Die Warnungen vor dem Spiel vor den unberechenbaren Hausherren verhallten nach fünf Minuten. Von da an bis zum Pausentee agierten die Gäste sowohl in Abwehr wie auch im Angriff konfus. „Warum wir am eigenen Kreis den Zugriff nicht fanden, muss ich noch analysieren“, so Obinger, der aber auch der Offensive ein schlechtes Zeugnis ausstellte. Er vermisste das Kombinationsspiel völlig, die Einzelaktionen blieben weitgehend erfolglos. So nebenbei warf man auch noch SV-Torhüter Artur Gawlik warm, dem sein Trainer Sven Liesegang, der aufgrund der Personalnot erneut auf dem Spielberichtsbogen stand, vor dem Anpfiff noch eine Formkrise attestiert hatte. Das schien den polnischen Routinier, der das Duell mit seinem Gegenüber Rostislav Badura klar gewann, anzustacheln. Am Schluss hatte er 21 Angriffe abgeblockt, „genau 45 Prozent unserer Würfe“, bilanzierte Obinger. Diese Würfe waren zum größten Teil auch schlecht angesetzt, wobei der treffsicherste HSC'ler, Gary Hines, noch etliche Versuche nicht unterbrachte. Ein Knackpunkt war auch der Ausfall des rechten Rückraums, wo Janis Pavlovics und Michal Panfil – „die beiden habe ich kaum gesehen“ (Obinger) – auf insgesamt nur vier Treffer kamen. Nicht viel besser sah es auf der linken Seite aus, wo Alejandro Rohaly kaum Druck entwickelte.

Der ersatzgeschwächte Gegner ließ sich nicht lange bitten, über die passive 5-1-Deckung des HSC freuten sich insbesondere Frank Grohmann und Steffen Cieszynski, die die Freiräume nutzten und so den Ausfall von Torjäger Kilian Kraft problemlos kompensierten. Die Gastgeber marschierten jedenfalls mit 17 Treffern in die Pause.

Nach Wiederbeginn wurde es besser beim HSC, die Umstellung auf eine 6-0-Deckung mit Margots Valkovskis und Franziskus Gerr im Innenblock brachte den gegnerischen Motor ins Stottern. Der Rückstand schmolz, mit Vilim Leskovec („ein Lichtblick“, so Obinger) wurde auch der Druck aus dem Rückraum deutlich erhöht. Es wurden indes weiterhin klarste Chancen nicht verwertet, gerade die Tempogegenstöße blieben an Gawlik hängen. Mit fortgeschrittener Zeit wurden die Aktionen auch hektischer: So versiebte Florian Bley, von der Unsicherheit im Team angesteckt, in den letzten zehn Minuten zwei Konter. „Wir waren immer wieder dran, doch der Anschlusstreffer, der den Kontrahenten sicher nervös gemacht hätte, wollte einfach wegen unserer eigener Unzulänglichkeiten nicht gelingen“, so Obinger, der die Videoanalysen vom Gegner während der Woche für „die Katz“ hielt.

Der konnte letztlich nur positiv verbuchen, dass sich keiner seiner Akteure verletzt hat, was bei deren Zweikampfverhalten vor der Pause auch unmöglich war. Gegen Coburg kann es nur besser werden.

Bernburg: Gawlik, Gudonis (n.e.) – Hoffmann, Cieszynski 4/1, Liesegang, Lampe 5, Grohmann 8/2, Wartmann 1, Petersohn, Rindert 4, Weber 3, Steinbrink.

Bad Neustadt: Badura , Thomas (n.e.) – Panfil 1, Valkovskis 3, Schmitt, Pavlovics 3/2, Hines 7, Schröder 5, Rohaly 1, Leskovec 2, Bley, Gerr 1, Wagenbrenner (n. e.).

Zeitstrafen: 10 – 4 Minuten.

Siebenmeter: 4/3 – 2/2.

Zuschauer: 350.

Schiedsrichter: Schwarz/Weiß (Hannover).

Spielfilm: 3:2 (5.), 5:3 (10.), 8:3 (15.), 12:6 (20.), 14:7 (25.), 17:10 (30.) – 18:12 (35.), 20:16 (40.), 22:18 (45.), 24:20 (50.), 24:21 (55.), 25:23.

    
    

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