publiziert: 30.01.2012 15:37 Uhr
aktualisiert: 30.01.2012 16:16 Uhr
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Mit Reisegeschwindigkeit in Richtung Titel

BC Bad Königshofen steht kurz vor der Meisterschaft – BCK II muss Niederndorf den Vortritt lassen
  • Ohne Sieg: Irene Neumann blieb bei ihren beiden Einsätzen und mit der Mannschaft BC Bad Königshofen II ohne Sieg gegen den neuen Tabellenzweiten TSV Niederndorf.
    Foto: Rudi Dümpert
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Badminton (rd)

Regionalliga Südost-Ost

TSV BW Röhrsdorf – BC Aschaffenburg 4:4  
TSV Dresden – BV Zwenkau 6:2  
TSV Niederwürschnitz – DHfK Leipzig 4:4  
ESV Nürnberg – BC Bad Königshofen 0:8  
TSV BW Röhrsdorf – BC Bad Königshofen 1:7  
ESV Nürnberg – BC Aschaffenburg 4:4  
TSV Dresden – DHfK Leipzig 4:4  
TSV Niederwürschnitz – BV Zwenkau 3:5  

1. (1.) BC Bad Königshofen 10 10 0 0 72 : 8 20 : 0  
2. (2.) DHfK Leipzig 10 5 4 1 50 : 30 14 : 6  
3. (3.) BV Zwenkau 10 6 2 2 43 : 37 14 : 6  
4. (4.) TSV Dresden 10 5 1 4 39 : 41 11 : 9  
5. (5.) TSV Niederwürschnitz 10 4 1 5 38 : 42 9 : 11  
6. (6.) BC Aschaffenburg 10 1 3 6 31 : 49 5 : 15  
7. (8.) ESV Nürnberg 10 1 2 7 22 : 58 4 : 16  
8. (7.) TSV BW Röhrsdorf 10 1 1 8 25 : 55 3 : 17  

ESV Flügelrad Nürnberg – BC Bad Königshofen 0:8

Der Meisterschaftsexpress BC Bad Königshofen mit Zielbahnhof Titelgewinn Regionalliga Südost-Ost machte auch beim Eisenbahner-Verein in Nürnberg, dem Liga-Neuling ESV Flügelrad Nürnberg, nicht Halt. Im Gegenteil, er sauste mit Reisegeschwindigkeit durch diese sechstletzte Station und gewann im IC-Tempo mit 8:0. Die Samstagsergebnisse vom Rest der Liga indes waren Entgleisungen im Vergleich zum bisherigen Saisonverlauf, glichen einem Hauch von Resignation, fast schon Kapitulation. Denn die zwei einzigen wirklichen Verfolger mussten Federn lassen und vergrößerten ihren Rückstand auf fünf bzw. sechs Punkte. Der Zweite DHfK Leipzig leistete sich in dem einen Sachsen-Duell, beim Fünften TSV Niederwürschnitz, ein 4:4, während im anderen der Dritte BV Zwenkau beim TSV Dresden gar mit 2:6 die Segel streichen musste.

In der Nürnberger Heinz-Wieland-Halle hatten indes die Grabfelder weit mehr Widerstand zu brechen, als es aus dem Gesamtergebnis zu schließen wäre. 8:0 Spiele und 16:2 Sätze lassen darauf zwar nicht schließen. Die Nürnberger, die am Samstag nach der Punkteteilung von Röhrsdorf und Aschaffenburg die Rote Laterne übergeben bekamen, wollten, wenn sie schon verlieren mussten, wenigstens ein achtbares Ergebnis erzielen. Die Bad Königshöfer sind aber so ausgeglichen besetzt, dass sich keiner für ein Gastgeschenk hergeben wollte. Es kam, wie Sebastian Ames im Vorfeld angekündigt hatte: „Wenn es hinten raus eng wird, macht uns unser Selbstbewusstsein stark und wir treffen die besseren Entscheidungen.“ Sein Vater Thomas fasste alle Partien gleich lautend zusammen: „Die Nürnberger waren in allen Sätzen gut dabei. Aber irgendwann lösten sich unsere und machten den Sack zu.“

Ergebnisse: Sascha Frank Firth/Joachim Lenhardt – Sebastian Ames/Christopher Ames 16:21/17:21; Andrej Dück/Matthias Fruck – Thimm Spitzer/Philipp Fleck 11:21/16:21; Angela Klaßmüller/Monika Fruck – Engelke Rasche/Senja Töpfer 18:21/23:21/13:21; Matthias Fruck – Christopher Ames 14:21/20:22; Joachim Lenhardt – Sebastian Ames 9:21/16:21; Andrej Dück – Thimm Spitzer 10:21/21:19/10:21; Angelika Klaßmüller – Engelke Rasche 14:21/7:21; Sascha Frank Firth/Monika Fruck – Philipp Fleck/Senja Töpfer 12:21/20:22.

TSV BW Röhrsdorf – BC Bad Königshofen 1:7

Die vier Männer und zwei Frauen aus Bad Königshofen spulten auch am Sonntag fahrplanmäßig ihr Programm herunter, als spielten sie in einer eigenen Liga. Wie befürchtet, kam man nur beim Spielortwechsel von Nürnberg nach Röhrsdorf in der Nacht zum Sonntag ins Gedränge, sprich in einen Stau vor Chemnitz, so dass die Regeneration für das Sonntagvormittags-Spiel erst kurz vor Mitternacht beginnen konnte. In der Schulturnhalle im Chemnitzer Ortsteil Röhrsdorf spielte der Tabellenführer dann seine gewohnt souveräne Rolle.

Mit dem Standardergebnis von 7:1, dem gleichen wie im Hinspiel, wurde der TSV abgefertigt. Und wenn eine Mannschaft denn so erfolgreich ist, stellt sich weniger die Frage, wer die Punkte geholt, sondern wer sie abgegeben hat. Das war diesmal Engelke Rasche im Fraueneinzel, das sie erneut gegen die starke Tschechin Zuzana Matejkova, allerdings nach großem Kampf und nur knapp im Entscheidungssatz, abgeben musste. Mit 7:3 Einzel- und 10:0 Doppelpunkten spielt die Würzburgerin aber ihre bisher erfolgreichste Saison bei den Grabfeldern. Einen Satzverlust musste sich auch Sebastian Ames anschreiben lassen gegen Sven Kreher, gewann den dritten aber relativ klar und blieb in seiner Saisonbilanz ungeschlagen.

Nach Spielende kam dann noch die Kunde aus Dresden, wo Leipzig mit einem erneuten 4:4 einen Punkt eingebüßt und sich unfreiwillig zum möglichen Königsmacher am nächsten Doppelspieltag gekürt hatte. Am 25./26. Februar empfangen die Bad Königshöfer nämlich Zwenkau und Leipzig und können bereits mit zwei Unentschieden vorzeitig die Sektkorken knallen lassen und die Meisterschaft unter Dach und Fach bringen.

Ergebnisse: Fabian Fritzsche/Rene Schoesau – Christopher Ames/Sebastian Ames 11:21/14:21; Sven Kreher/Eric Bachmann – Philipp Fleck/Thimm Spitzer 17:21/10:21; Zuzana Matejkova/Lisa Rutsatz – Engelke Rasche/Senja Töpfer 15:21/14:21; Fritzsche – Ch. Ames 10:21/14:21; Kreher – S. Ames 21:17/12:21/16:21; Schoesau – Spitzer 14:21/13:21; Matejkova – Rasche 21:15/15:21/21:18; Bachmann/Rutsatz – Fleck/Töpfer 11:21/20:22.

Bayernliga Nord

TSV Ansbach – TG Veitshöchheim 4:4  
TSV Lauf 2 – TV Marktheidenfeld 5:3  
BC Bad Königshofen 2 – ASV Niederndorf 3:5  
TSV Nürnberg – 1. BV Bamberg 3:5  
TV Ochsenfurt – SpVgg Stetten 5:3  

1. (1.) TSV Lauf 2 10 10 0 0 64 : 16 20 : 0  
2. (3.) ASV Niederndorf 10 7 1 2 48 : 32 15 : 5  
3. (2.) BC Bad Königshofen 2 10 6 1 3 51 : 29 13 : 7  
4. (4.) TV Marktheidenfeld 10 5 2 3 49 : 31 12 : 8  
5. (5.) TSV Ansbach 10 3 4 3 42 : 38 10 : 10  
6. (6.) TG Veitshöchheim 10 4 1 5 39 : 41 9 : 11  
7. (7.) 1. BV Bamberg 10 4 0 6 33 : 47 8 : 12  
8. (9.) TV Ochsenfurt 10 3 1 6 29 : 51 7 : 13  
9. (8.) TSV Nürnberg 10 2 1 7 28 : 52 5 : 15  
10. (10.) SpVgg Stetten 10 0 1 9 17 : 63 1 : 19  

BC Bad Königshofen II – TSV Niederndorf 3:5

Spätestens nach dieser Heimniederlage ist für die Bayernliga-Mannschaft des BC Bad Königshofen die Saison gelaufen und die restlichen Spiele dienen, ebenso wie eigentlich schon dieses, der Perspektiv-Entwicklung für die Zukunft dieser Mannschaft. Immerhin ging es ja in diesem Spiel um die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes hinter dem TSV Lauf und vor eben diesem TSV Niederndorf. An eine Wiederholung des klaren 6:2-Hinspielerfolgs war indes schon von Beginn an kaum zu denken, weil zwei Spieler von damals ersetzt werden mussten. Für die etatmäßige Nummer 1 Markus Dinnebier (Operationsfolgen) rückten die drei anderen Männer Fabian Hippold, Simon Prell und Anton Sarwanidi auf und Frank Helmerich ins Team. Und den Part von Sarah Prell teilten sich Valerie Koch und Jasmin Dippert.

Zur Folge hatte das Aufrücken auch, dass der Doppel- und Mixed-Spezialist Simon Prell im Einzel ran musste. Und das sind im Badminton eben zwei Paar Stiefel. So zeichnete sich auch bald ab, dass seinem Einzel vorentscheidende Bedeutung zukommen würde. Prell gewann sogar den ersten Satz, verlor aber den zweiten und hielt im dritten bis 14 beide mit, unterlag aber am Ende. So ging es mit 3:3 in die letzten beiden Spiele, die über Sieg, Unentschieden oder Niederlage entscheiden mussten. Irene Neumann hatte beim 20:22/11:21 nach dem unglücklich verlorenen ersten Satz keine Chance mehr. Und das gemischte Doppel Frank Helmerich/Jasmin Dippert kam trotz enormer kämpferischer Leistung nicht über ein 11:21/18:21 hinaus und konnte nicht einmal mehr ein Unentschieden halten.

Ergebnisse: Fabian Hippold/Simon Prell – Oliver Gryczka/Arnd Kleyer 21:10/15:21/21:7; Anton Sarwanidi/Frank Helmerich – Stefan Becker/Luc Heynick 10:21/19:21; Irene Neumann/Valerie Koch – Lisa Niepelt/Birte Kleyer 15:21/24:26; Hippold – Gryczka 21:14/21:15; Sarwanidi – Becker 21:19/21:13; Prell – A. Kleyer 21:16/14:21/15:21; Neumann – B. Kleyer 20:22/11:21; Helmerich/Dippert – Luc Heynick/Lisa Heynick 11:21/18:21.

    
    

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