publiziert: 09.01.2012 17:47 Uhr
aktualisiert: 09.01.2012 17:55 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Eishockey: Bayernliga
6:4 nach 5:1: Erst Funk beendet das Schweinfurter Zittern

Nachlässige Mighty Dogs bringen ihren Trainer auf die Palme
  • Traf sechs Sekunden vor Schluss zum 6:4 ins leere Schongauer Tor: Mighty Dog Alex Funk (links).Foto: Wetterich
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EISHOCKEY

Bayernliga

TSV Peißenberg – EV Lindau Islanders 6:2  
EA Schongau Mammuts – EHC Waldkraiburg 3:4 n.P.  
Wanderers Germering – EV Weiden Blue Devils 4:5 n.P.  
EHC 80 Nürnberg – ERV Schweinfurt 2:3 n.P.  
EHC Bayreuth – ESV Buchloe 4:2  
ESV Königsbrunn – ERC Sonthofen Bulls 4:10  
EC Pfaffenhofen – ECDC Memmingen 2:7  
TEV Miesbach – ESC Dorfen 6:3  
ESV Buchloe – Wanderers Germering 1:5  
ESC Dorfen – TSV Peißenberg 2:6  
EHC Waldkraiburg – TEV Miesbach 4:6  
EV Lindau Islanders – EC Pfaffenhofen 5:4 n.P.  
ERV Schweinfurt – EA Schongau Mammuts 6:4  
ERC Sonthofen Bulls – EHC 80 Nürnberg 10:2  
EV Weiden Blue Devils – ESV Königsbrunn 7:3  
ECDC Memmingen – EHC Bayreuth 6:3  

1. (1.) ERC Sonthofen Bulls 24 136 : 48 63  
2. (2.) ERV Schweinfurt Mighty Dogs 23 111 : 43 57  
3. (4.) ECDC Memmingen 25 123 : 84 56  
4. (3.) EHC Bayreuth 23 106 : 65 53  
5. (5.) EV Weiden Blue Devils 24 120 : 75 48  
6. (6.) TEV Miesbach 24 85 : 69 40  
7. (8.) TSV Peißenberg 24 94 : 95 37  
8. (9.) Wanderers Germering 24 87 : 94 36  
9. (7.) ESV Königsbrunn 23 93 : 102 36  
10. (10.) ESV Buchloe 24 92 : 103 29  
11. (11.) ESC Dorfen 23 88 : 92 27  
12. (12.) EHC Waldkraiburg 23 74 : 89 27  
13. (13.) EV Lindau Islanders 23 67 : 99 22  
14. (14.) EC Pfaffenhofen 22 76 : 131 18  
15. (15.) EHC 80 Nürnberg 25 63 : 145 10  
16. (16.) EA Schongau Mammuts 24 64 : 145 8  

ERV Schweinfurt – EA Schongau 6:4 (1:1, 1:0, 4:3)

Sechs Punkte hatte ERV-Manager Steffen Reiser aus den beiden Partien gegen die Kellerkinder Nürnberg und Schongau gefordert. Am Ende waren es fünf, was bedeutet, dass den Schweinfurtern die Qualifikation für die Zwischenrunde auch rein rechnerisch nicht mehr zu nehmen ist. Daher war man beim ERV nicht unzufrieden mit dem Wochenende, auch wenn die Spielverläufe Wünsche offen ließen.

Im Auswärts-Derby (3:2 n. P.) verschliefen die Mighty Dogs das erste Drittel und dominierten dann zwei Drittel lang klar, ohne jedoch die nötigen Treffer zu erzielen, um einen Dreier zu landen. Gegen Schongau waren sich die Schweinfurter beim Zwischenstand von 5:1 zu sicher und gaben die Partie fast noch aus der Hand. „Die letzten zehn Minuten waren, was das Defensiv-Verhalten betrifft, eine Frechheit von uns“, wurde ERV-Trainer Viktor Proskuryakov ungewohnt deutlich.

„Einige Spieler waren offenbar gedanklich schon in der Kabine“, sagte der Russe, der das Unheil nach dem Schongauer Treffer zum 2:5 wohl kommen gesehen und eine Auszeit genommen hatte. Gehör fanden seine Worte in dieser Phase aber offenkundig nicht, denn das Schlusslicht brauchte nur 3:19 Minuten, um auf 4:5 zu verkürzen. „Darüber werde ich mit der Mannschaft noch sprechen“ kündigte Proskuryakov an, der aber darauf hinwies, dass eine kräfteraubende Trainingswoche in Vorbereitung auf die Zwischenrunde in den Knochen steckte.

Über weite Strecken der Partie war der Trainer mit der Darbietung seiner Mannschaft durchaus einverstanden. Besonders, dass die Rückkehrer Marcel Juhasz und Alex Funk an allen Treffern beteiligt waren, stimmte zuversichtlich. „Wir müssen auch realistisch bleiben. Wir haben ein gutes Team. Aber in der Breite kann man unseren Kader nicht mit Sonthofen vergleichen. Die vielen Ausfälle, die hatten und teilweise noch haben, kann man über einen gewissen Zeitraum kompensieren. Irgendwann fehlt dann aber einfach auch mal die Kraft.“

Als besonders erfreulich strich Proskuryakov die Rolle der jungen Spieler heraus, die durch gute Leistungen einen großen Teil dazu beitragen, dass der ERV weiterhin auf Platz zwei der Tabelle steht. Bedenklich stimmte, dass die Schweinfurter erneut einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Die Gäste nutzten die erste Überzahl gleich zur Führung (5.) und ließen Ole Swolensky, der erneut für Benjamin Dirksen das Schweinfurter Tor hüten durfte, keine Chance. Trotz deutlich mehr Spielanteilen dauerte es zehn Minuten ehe Mikhail Nemirovsky einen Juhasz-Schuss zum Ausgleich abfälschte. Im Mitteldrittel war es eine schnell vorgetragene Kombination über Nemirovsky und Alex Funk, die Igor Filobok kompromisslos zur Führung abschloss. Dann zogen die Schweinfurter davon, um den Vorsprung leichtfertig beinahe zu verspielen. So war es Funk vorbehalten, die Partie sechs Sekunden vor dem Ende durch ein Empty-Net-Goal zu entscheiden.

Gespannt darf man nun sein, was sich in dieser Woche personell bei den Mighty Dogs tun wird. „Wir sind zuversichtlich, bis Dienstag einen Ersatz für Bryce Hollweg zu finden“, sagte Reiser. Man befinde sich in guten Gesprächen. Dass Ex-Mighty Dog Nicholas Bovenschen, der gegen Schongau im Icedome gesichtet wurde, zu einem zweiten Engagement kommen könnte, wollte der Manager nicht ausschließen.

Schweinfurt: Swolensky – Dunlop, J. Knaup, Koch, S. Knaup, Schäfer, Kleider – Nemirovsky, Funk, Filobok, Juhasz, Feuerfeil, Ludwig, Amrhein, Lang, Schrimpf.

Tore: 0:1 (5.) Brahmer (Glöckner 5-4), 1:1 (15.) Nemirovsky (Juhasz, Koch 5-4), 2:1 (24.) Filobok (Funk, Nemirovsky), 3:1 (45.) S. Knaup (Juhasz), 4:1 (46.) Nemirovsky (Funk 4-5), 5:1 (51.) Juhasz (S. Knaup), 5:2 (54.) Sincovic (Brahmer, Schneider), 5:3 (56.) Sincovic (Brahmer, Schuster 4-4), 5:4 (57.) Sincovic (Grundner, Feistle 5-4), 6:4 (60.) Funk (Koch EN). Strafzeiten: 12 / 14. Hauptschiedsrichter: Saal (Peiting). Linesmen: Wimberger (Rießersee) / Lohrmann (Hohenfurch). Zuschauer: 900.

Von unserem Mitarbeiter Timo Pohlmann
    
    

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