aktualisiert: 04.01.2012 14:39 Uhr
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Eishockey: Bayernliga
Bryce Hollweg verlässt den ERV
US-Amerikaner muss als Soldat nach Afghanistan – Mighty Dogs suchen Ersatz
Eishockey
Bayernliga Freitag, 18.30 Uhr: EHC 80 Nürnberg – ERV Schweinfurt Sonntag, 18 Uhr: ERV Schweinfurt – EA Schongau
„Wir müssen wieder mehr Aufmerksamkeit auf die Defensivarbeit legen und hinten den Laden dicht machen“, fordert ERV-Manager Steffen Reiser vor den ersten beiden Partien im Jahr 2012 am Wochenende. Eine Forderung die zunächst ein wenig überraschend wirkt. Schließlich sind die Schweinfurter Mighty Dogs am morgigen Freitag (20 Uhr) zunächst beim Tabellenvorletzten in Nürnberg zu Gast. Am Sonntag erwartet der ERV Schlusslicht Schongau (18 Uhr, Icedome). Angesichts der jüngsten 0:6-Schlappe in Pfaffenhofen, immerhin, wenn auch nicht ganz so abgeschlagen Drittletzter, ist die Forderung des Managers aber durchaus nachvollziehbar. Zumal mit Beppi Eckmair und Martin Dürr (verletzt) und dem gesperrten Bryce Hollweg drei Stammkräfte zu ersetzen sind.
Letzterer wird, nachdem er seine drei Spiele Sperre abgesessen hat, nur noch gegen Königsbrunn (13. Januar) im Dress der Mighty Dogs auflaufen. „Wir hatten anders geplant. Bryce hat aber jetzt kurzfristig erfahren, dass er nicht wie vorgesehen erst im Juli, sondern bereits am 15. Januar nach Afghanistan versetzt wird“, erläutert der Manager die Personalie. „Somit schauen wir uns nach einem Ersatz um, den wir bis zum 13. Januar auch finden werden.“ Ob es sich dabei um einen Kontingentspieler handelt, lässt Reiser offen: „Wir suchen einen Ersatz für Hollweg. Ob der Deutscher, Ausländer oder ein Marsmännchen ist, ist mir völlig egal!“
Ansonsten sind die Personalplanungen trotz der zuletzt vielen Verletzten abgeschlossen. „Wir haben ausreichend Qualität im Kader. Daher werden wir neben dem Ersatz von Hollweg keine weiteren Spieler verpflichten“, legt sich Reiser fest.
Die jüngste Niederlage sieht der Manager keineswegs als logische Konsequenz der vielen Verletzungen. „Wir haben gewusst, dass ein Tief kommen wird. Es war schon seit drei Wochen zu beobachten, dass der ein oder andere Spieler persönliche Interessen in den Vordergrund gestellt hat. Wir wollten da nicht draufhauen, werden der Mannschaft aber jetzt den Spiegel vorhalten“, kündigt er klare Worte an.
Daher zählen für den Manager jetzt nur sechs Punkte. „Wir müssen uns aus dem Tief, in das wir uns selbst gebracht haben, natürlich erst mal wieder herausziehen“, erwartet er zwar keine Kantersiege, „aber man muss auch mal dreckige Siege holen, um in einer Saison Großes zu erreichen.“ Für diese Art von Siegen scheint nun die richtige Zeit gekommen. Es gilt daher aus einer stabilen Defensive geduldig und einfach nach vorne zu spielen. Schließlich waren es zu großer Offensivgeist und Unaufmerksamkeiten in der Rückwärtsbewegung, die die Dogs in Pfaffenhofen gleich zu Beginn auf die Verliererstraße brachten. Dies soll gegen Nürnberg und Schongau unbedingt vermieden werden, auch wenn diese Teams nicht die Offensivqualität von Pfaffenhofen haben und defensiv auch einiges zulassen wie die jeweils über 130 Gegentreffer zeigen.
Auch wenn die Wetterfrösche zum Heimspiel gegen Schongau Schneeregen oder leichten Schneefall prognostizieren, weist Reiser nochmals darauf hin, dass ein Besuch in Icedome unbedenklich ist. „Der Icedome ist eines der am besten geprüften Gebäude in Schweinfurt. Auch bei Schneefall besteht keinerlei Gefahr“, betont der Manager, dass die Diskussionen der letzten Wochen über eine eventuelle Schließung des Icedomes bei zu großer Schneelast auf dem Dach über das Ziel hinausgeschossen seien.
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