publiziert: 04.11.2011 15:37 Uhr
aktualisiert: 04.11.2011 15:47 Uhr
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Dem FC 05 gehen die Spieler aus

Trainer Udo Romeis muss vor dem Gastspiel in Bamberg sieben verletzte oder gesperrte Stammspieler ersetzen
  • Sag mir, wo die Spieler sind: Der Trainer des FC 05 Schweinfurt, Udo Romeis, blickt auf eine beispiellose Verletzungsmisere in seinem Kader und muss vor dem Spiel in Bamberg sieben Stammspieler ersetzen.
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Fussball

Bayernliga Samstag, 14 Uhr: Eintracht Bamberg – FC 05 Schweinfurt

Aus aktuellem Anlass sei sie hier zitiert, die Wettervorhersage für die oberfränkische Domstadt Bamberg am Samstag Nachmittag. Erwartet werden Temperaturen von 15 Grad, Sonnenschein mit ein paar Wolken, die Regenwahrscheinlichkeit beträgt 20 Prozent. Bestes Fußball-Wetter, wenn man so will, doch Schweinfurts Trainer Udo Romeis ist dem Fatalismus nahe: „Ich wünsche mir eigentlich, dass es schneit und die Plätze unbespielbar sind“.

Seinen eher ungewöhnlich anmutenden Wunsch äußert Romeis keineswegs, weil er ein notorischer Winterfan ist. Dem Trainer fallen die Spieler aus und angesichts der wirklich unheimlich anmutenden Liste an Ausfällen in der ersten Mannschaft des FC 05 ist der Wunsch nach einem plötzlichen unerwarteten Kälte-Einbruch, der das Fuchs-Stadion in Bamberg dauerhaft einfriert, gar nicht so unverständlich. „Es gibt nur Hiobsbotschaften“, stöhnt Romeis. Dass Wojtek Droszcz, Eray Cadiroglu und Wladimir Slintchenko länger ausfallen, daran hat man sich schon gewöhnt. Florian Hetzel ist noch ein Spiel gesperrt, Michael Kraus bereitet seine Wadenverletzung wieder Probleme. Daniel Mache hat eine schwere Erkältung, „hinter seinem Einsatz steht ein ganz dickes Fragezeichen.“ Und jetzt fällt auch noch Kapitän Benjamin Demel als Innenverteidiger aus. Er hat sich eine Muskelzerrung in der Wade zugezogen, wird gegen Bamberg nicht spielen, um keinen Muskelfaserriss und einen längerfristigen Ausfall zu riskieren. Nun möchte man meinen, ein so großer Verein müsste doch anderswo noch Spieler in petto haben, doch in der zurecht gelobten U19 haben sich die Talente André Schmitt und Constantin Brach beide Knöchelverletzungen zugezogen. „Die Situation ist wirklich schwierig“, sagt Romeis, der aufgrund dieser Personalsorgen heilfroh wäre, wenn seiner Mannschaft ein Punktgewinn beim Tabellenfünften gelingt. Von einem Sieg wie im Hinspiel in der Nachspielzeit, als Slintchenko traf, will Romeis gar nicht träumen. Die Eintracht ist seit Mitte September ungeschlagen, holte aus den vergangenen sechs Spielen 14 von 18 Punkten. So viele hat der FC 05 insgesamt nach 18 Spielen.

„Die Favoritenrolle ist natürlich ganz klar verteilt, da muss man nur auf die Tabelle schauen, wo sich Bamberg bekanntlich oben festgesetzt hat und wir uns unten“, so Romeis. Trotzdem will der Coach den Kopf nicht in den Sand stecken. „Wir werden mit Mann und Maus darum kämpfen, dort etwas zu holen.“ Vielleicht gibt es ja den Effekt, dass die Mannschaft, die zuletzt auch drei Mal in Folge ungeschlagen ist und durch verschiedene interne Aktionen wie Mannschaftsabende wieder enger zusammen gerückt ist, durch das Spiel in Bamberg noch enger zusammenrückt.

Sollte Daniel Mache trotz seiner Erkältung spielen können, wäre Romeis eine Sorge auf der Außenbahn in der defensiven Viererkette genommen. Wahrscheinlich werden Erkan Esen und Mirza Mekic als Innenverteidiger spielen, Oliver Kröner auf der linken Außenbahn und Sebastian Kneißl rechts. Auch Dominik Nastvogel, der vor der Saison vom TV Oberndorf zum FC 05 wechselte und eigentlich in der zweiten Mannschaft spielt, darf auf einen Einsatz von Beginn an hoffen. Wahrscheinlich rückt Stefan Seufert ins defensive Mittelfeld, Simon Häcker, Lucas Grundei und Timo Pitter bilden das Mittelfeld und Nastvogel und Cristian Dan sollen als Stürmer die Bamberger Abwehr ärgern. Immerhin ist es fast der gleichen Formation gegen Aindling gelungen, einen Punkt zu ergattern. Und da war von Schnee im Sachs-Stadion weit und breit nichts zu sehen.

Von unserem Redaktionsmitglied Oliver Schikora
    
    

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