publiziert: 09.02.2012 15:07 Uhr
aktualisiert: 09.02.2012 16:04 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Eishockey: Bayernliga
Der ERV beginnt wieder bei Null

Mighty Dogs starten mit einem Heimspiel in die Bayernliga-Aufstiegsrunde
  • Alles im Griff? Mikhail Nemirovsky (rechts) geht mit dem ERV Schweinfurt optimistisch in die Bayernliga-Aufstiegsrunde.
    Foto: Mularczyk
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Die Vorzeichen vor dem heutigen Beginn der Aufstiegsrunde in der Eishockey-Bayernliga sind für den ERV Schweinfurt überwiegend gut. Denn mit den jüngsten Siegen über die bislang ärgsten Konkurrenten aus Sonthofen und Bayreuth demonstrierten die Mighty Dogs nicht nur ihre starke Form, sondern setzten gleichzeitig ein Ausrufezeichen für die Konkurrenz.

„Die Mannschaft ist heiß auf die anstehenden Aufgaben und will mit aller Macht ins Halbfinale“, stellte Trainer Viktor Proskuryakov in dieser Woche in den Trainingseinheiten immer wieder fest. Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings, dass er mit den gesperrten Mark Dunlop und Martin Dürr mindestens auf zwei wichtige Bausteine seines Teams verzichten muss. Zudem steht ein Fragezeichen hinter dem erkälteten Jens Feuerfeil. Michele Amrhein steht dagegen trotz einer im Sonthofen-Spiel erlittenen Prellung ebenso wieder zur Verfügung wie Timo Ludwig.

Entsprechend offen ist auch noch die Reihen-Zusammenstellung für das heutige Heimspiel gegen Memmingen (20 Uhr, Icedome), das trotz der leichten Schneefälle sicher stattfinden wird, zumindest im Offensiv-Bereich. „Hinten werden wir mit fünf Verteidigern antreten und entsprechend rotieren“; kündigt Proskuryakov an, der die Indians als bärenstarken Gegner erwartet. „Das Heimspiel im Dezember haben wir 3:4 verloren. Zudem ist Memmingen die beste Mannschaft der Rückrunde. Das wird eine ganz schwere Aufgabe für uns!“ Gerade auch, weil die Allgäuer hinter dem ERV das zweitbeste Auswärtsteam der Vorrunde stellen. „Memmingen hat einige sehr gute Einzelspieler und ist als Mannschaft sehr ausgeglichen besetzt. Das zeigt schon die Tatsache, dass von den vier Toren im Dezember, drei von der dritten Reihe erzielt wurden. Die Jungs wissen allerdings, was auf sie zukommt.“ Besonders wichtig wird daher auch die Unterstützung durch die Fans sein. „Jetzt beginnt die heiße Phase der Saison in der wir die Unterstützung brauchen. Aber die war ja schon in Bayreuth super und daher glaube ich, dass wir uns auch heute auf unsere Fans verlassen können.“

Eine große Kulisse dürfte die Schweinfurter auch am Sonntag in Weiden (18.30 Uhr) erwarten. Dort rechnet Proskuryakov mit einem hoch motivierten Gegner. „Gerade weil wir zuletzt dort 7:0 gewonnen haben, werden die Weidener auf Wiedergutmachung aus sein“, erwartet der Russe auch bei seinem Ex-Verein einen heißen Tanz. „Weiden hat auch eine gute Mannschaft mit guten Einzelspielern. Allerdings spielen sie nicht so konstant. Sie haben bewiesen, dass sie jeden schlagen, aber auch gegen jeden verlieren können.“

Für die Mighty Dogs komme es insgesamt in der anstehenden Aufstiegsrunde auf zwei Dinge an. „Wir dürfen nicht zu viele Ausfälle haben. Dann sind wir stark genug unsere Ziele zu erreichen. Und wir müssen vergessen, was bisher war“, so Prokuryakov. Die Mannschaft habe bislang eine tolle Runde gespielt und sich mit dem Erreichen des ersten Platzes und dem damit verbundenen Heimrecht für eventuelle Play-Offs selbst belohnt. „Jetzt fängt es aber wieder bei Null an“, warnt der Coach von übertriebener Euphorie.

Diese Null soll morgen mit einem Sieg gegen eine Drei getauscht werden, um nicht gleich schon vor dem ersten Auswärtsspiel unter Druck zu geraten. Wobei – wenn es nach ERV Manager Steffen Reiser geht, müsste dies kein Nachteil sein. „Unter Druck haben wir unsere besten Spiele gemacht.“ Dennoch würden sich sicherlich alle beim ERV diesen zusätzlichen Druck gerne ersparen.

Von unserem Mitarbeiter Timo Pohlmann
    
    

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