publiziert: 13.11.2011 17:27 Uhr
aktualisiert: 13.11.2011 20:02 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Fußball: Bayernliga
Die beste Saisonleistung: FC 05 zeigt beim 2:2 tolle Moral

Elfmeter-Tor von Mekic bringt Schweinfurt verdienten Punktgewinn nach 0:2-Rückstand
  • Keine Chance für den Frohnlacher Schlussmann Christan Beer: Mirza Mekic glich mit seinem verwandelten Elfmeter aus zum 2:2 und festigte seinen Ruf als Schweinfurter Last-Minute-Schütze vom Dienst.
    Foto: heinrich Weiss
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Die Szene des Spiels gab es danach. Samstag, 15.48 Uhr. Der unsichere Schiedsrichter Jonas Schieder hatte gerade das Frankenderby zwischen dem VfL Frohnlach und dem FC 05 Schweinfurt abgepfiffen. 2:2 nach 0:2, Mirza Mekic hatte dem FC sechs Minuten vor dem Ende noch den verdienten Punkt gerettet. Die Schweinfurter bildeten auf dem Platz einen Kreis, alle waren da, die Spieler, das Trainerteam – und Stefan Seufert gab den Einpeitscher: „Jungs, wir kommen wieder, wir sind wieder da, so sieht's aus.“ Danach ging's zum Abklatschen zu den Fans, die ihr Team friedlich und unermüdlich auf dem frostigen Platz am Frohnlacher Waldrand angefeuert hatten. Auch wenn es das Ergebnis und die Tabellensituation nicht rechtfertigten: die Leistung, die Moral und der Zusammenhalt auf dem Platz ließen eine irgendwie selige Stimmung bei den Nullfünfern aufkommen, dass diese bisher so verkorkste Saison doch noch zum Besseren gewendet wird.

Die Leistung der Mannschaft bietet zu dieser Hoffnung allemal Anlass. Es war, das kann man ganz unbescheiden sagen, der beste Auftritt des FC 05 in dieser Saison. Und wenn es gelingt, ihn zu bestätigen und zu verstetigen, dann sind die im Moment acht Punkte Rückstand auf die Relegationsplätze auch aufzuholen. Denn es war zum ersten Mal etwas über 90 Minuten zu sehen, was unabdingbar für fußballerischen Erfolg ist: eine echte Mannschaft. Vielleicht keine elf besten Freunde, aber ein Team, das füreinander einsteht, kämpft, sich nicht aufgibt und bis zur letzten Minute rennt und kämpft. „Ich kann nur sagen, allen Respekt, vor allem in der zweiten Hälfte, das war Leidenschaft, wie wir sie sehen wollen“, grinste FC-Trainer Udo Romeis nach dem Spiel über beide Ohren. Sein Notaufgebot – es fehlen im Moment sieben Stammspieler – wurde durch den nach seiner Rotsperre wieder spielberechtigten Florian Hetzel im defensiven Mittelfeld deutlich stabilisiert. Der FC startete konzentriert, hatte die harmlosen Frohnlacher im Griff und in der 14. Minute die Chance, in Führung zu gehen – Stefan Seufert vergab freistehend aus elf Metern gegen Beer.

Die optische Überlegenheit mündete allerdings nicht in Tore und so bestraften die Mannen von Dieter Kurth zwei Stellungsfehler in der FC-Abwehr mit blitzschnellen Treffern. Erst traf Tayfun Özdemir zum 1:0 (30.), dann Philipp Wagner mit dem Pausenpfiff zum 2:0. Eigentlich war das bisher immer das Zeichen dafür, dass nun der Schweinfurter Zusammenbruch folgt. Doch weit gefehlt.

Romeis stellte um, setzte voll auf Offensive und wurde durch eine überragende Leistung des eingewechselten Florian Galuschka im Sturm und des unermüdlichen Lucas Grundei in der Defensive belohnt. Galuschka schoss nach schönem Pitter-Pass in der 61. Minute das 2:1, war ständiger Unruheherd. Der FC ging volles Risiko, „wir hatten nichts zu verlieren“ (Romeis) und schaffte die Wende. Ein umstrittener Handelfmeter – Kristian Böhnlein hatte die Arme bei Grundeis Flanke im Strafraum zu weit oben – und ein eiskalter Mekic sechs Minuten vor dem Ende brachten den vollauf verdienten Punkt. Ob das neue Wir-Gefühl anhält, wird sich schon im Derby gegen Großbardorf am Samstag zeigen. „Wir müssen diese Leistung bestätigen, wir brauchen Konstanz. Aber eines ist besonders wichtig, man hat gesehen, dass wir es noch können“, fand Oliver Kröner. Denn dass Aufsteiger Frohnlach Vierter ist und 17 Punkte mehr auf dem Konto hat als der FC 05, davon war am Samstag nichts zu sehen.

Statistik zum Spiel

Bayernliga VfL Frohnlach – FC 05 Schweinfurt 2:2 (2:0)

Frohnlach: Beer – Böhnlein, Sokotowski, Beetz, F. Zapf – Brandt, Hofmann – Özdemir, Walter (73. A. Zapf), Jeschke (56. Scheller) – Karg.

Schweinfurt: Essig – Esen, Mekic, Kröner, Kneißl (49. Galuschka) – Hetzel, Nastvogel (53. Dan) – Pitter, Seufert, Grundei – Häcker.

 

Schiedsrichter: Jonas Schieder (Weiden).

Zuschauer: 530.

Tore: 1:0 Özdemir (30.), 2:0 Walter (45.), 2:1 Galuschka (61.), 2:2 Mekic (84., Handelfmeter).

Aus dem Willy-Schillig-Stadion berichtet Oliver Schikora
    
    

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Die neuesten Kommentare

BillRo (37 Kommentare) am 14.11.2011 14:36

die serie beginnt wieder

alle woche ma n punkt in der provinz, der fc hat halt eben andere angstgegner als früher mal
(1)
stebeisser (51 Kommentare) am 13.11.2011 22:08

Umstritten???

Also ich weiß nicht, was an dem Elfmeter umstritten war. das kann sich jeder auf BFV-TV anschauen. Die Hand geht klar zum Ball und das im 16er. Schutzhand gibt es nicht!!! da hat es schon viel haarsträubendere Elfer gegen den FC05 gegeben.
(0)
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