publiziert: 16.01.2012 17:47 Uhr
aktualisiert: 16.01.2012 17:54 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Eishockey: Bayernliga
ERV verblüfft mit drei Toren in 35 Sekunden

Leidenschaft, Teamgeist und kluge Entscheidungen als Wegbereiter des 6:4-Sieges in Germering

Eishockey (tipo)

Bayernliga

EV Lindau Islanders – TEV Miesbach 3:4 n.P.  
EHC Waldkraiburg – EHC 80 Nürnberg 7:5  
ESC Dorfen – EA Schongau Mammuts 3:1  
EC Pfaffenhofen – EHC Bayreuth 1:6  
ERC Sonthofen Bulls – Wanderers Germering 7:2  
ERV Schweinfurt – ESV Königsbrunn 7:2  
ECDC Memmingen – TSV Peißenberg 5:2  
EV Weiden Blue Devils – ESV Buchloe 8:3  
EA Schongau Mammuts – EV Lindau Islanders 3:6  
ESV Buchloe – ERC Sonthofen Bulls 5:4  
TSV Peißenberg – EC Pfaffenhofen 5:1  
Wanderers Germering – ERV Schweinfurt 4:6  
TEV Miesbach – ECDC Memmingen 5:3  
EHC Bayreuth – EV Weiden Blue Devils 7:2  
EHC 80 Nürnberg – ESC Dorfen 4:2  

1. (1.) ERC Sonthofen Bulls 26 147 : 55 65  
2. (2.) ERV Schweinfurt Mighty Dogs 26 124 : 55 63  
3. (4.) EHC Bayreuth 25 119 : 68 59  
4. (3.) ECDC Memmingen 27 131 : 91 59  
5. (5.) EV Weiden Blue Devils 26 130 : 85 51  
6. (6.) TEV Miesbach 26 94 : 75 46  
7. (7.) TSV Peißenberg 26 101 : 101 40  
8. (9.) ESV Königsbrunn 24 95 : 109 36  
9. (8.) Wanderers Germering 26 93 : 107 36  
10. (12.) ESV Buchloe 26 100 : 115 32  
11. (10.) ESC Dorfen 25 93 : 97 30  
12. (11.) EHC Waldkraiburg 24 81 : 94 30  
13. (13.) EV Lindau Islanders 25 76 : 106 26  
14. (14.) EC Pfaffenhofen 25 84 : 142 21  
15. (15.) EHC 80 Nürnberg 27 72 : 154 13  
16. (16.) EA Schongau Mammuts 26 68 : 154 8  

Wanderers Germering – ERV Schweinfurt 4:6 (1:1, 1:0, 2:5)

„Das war ganz schön nervenaufreibend“, war ERV-Trainer Viktor Proskuryakov auch einen Tag nach dem Sieg in Germering noch merklich gezeichnet. Am Abend zuvor hatte sich sein Team nach einer fulminanten Aufholjagd drei Punkte gesichert und damit den Abstand auf Tabellenführer Sonthofen auf zwei Zähler verkürzt.

Ohne den verabschiedeten Bryce Hollweg, den grippekranken Igor Filobok und Verteidiger Simon Knaup, der sich gegen Königsbrunn eine schmerzhafte Handverletzung zugezogen hatte, waren die Schweinfurter angereist. Dennoch brachte der Russe drei Reihen aufs Eis, ließ allerdings fünf Verteidiger rochieren. „Wir haben von Beginn an sehr viel Druck erzeugt, dann aber unglückliche Tore kassiert“ war Proskuryakov mit dem gesamten Auftritt seiner Mannschaft zufrieden, auch wenn es nach zu Beginn des Schlussdrittels 3:1 für die Gastgeber stand (41.). Dann stellte der Trainer, wie schon während der Zehn-Minuten-Strafe gegen Beppi Eckmair im zweiten Drittel, erneut auf zwei Reihen um.

Eine Maßnahme, die sofort und kurios belohnt wurde. Binnen 35 Sekunden erzielten die Schweinfurter gleich drei Treffer und drehten somit die Partie. Zwei Tore davon markierten die Gäste gar in Unterzahl. „Wir haben sehr viel Leidenschaft und Teamgeist gezeigt. Deshalb haben wir gewonnen“, lobte der Trainer seine Mannschaft, die die erneuten Ausfälle hervorragend kompensierte und sich auch durch den erneuten Ausgleichstreffer der Hausherren zum 4:4 (47.) nicht aus dem Konzept bringen ließ. „Germering war aufgrund unseres druckvollen Spiels im Schlussdrittel kaputt und ist dann auseinander gebrochen.“ Nach der erneuten Führung durch Eckmair (51.) habe man die Scheibe gut vom eigenen Tor weggehalten und schließlich, als die Germeringer nach einer Strafe gegen Eckmair auch den Goalie vom Eis holten, durch ein Empty-Net-Goal den Sieg perfekt gemacht.

In den letzten beiden Partien war deutlich zu sehen, wie sehr die Verletzungsausfälle von Eckmair, Alex Funk und Marcel Juhasz, der sich mit drei Treffern erneut in bester Torlaune präsentierte, die Mighty Dogs getroffen hatten. „Alex ist in jeder Hinsicht ein Vorbild“, lobte der Trainer und freut sich gleichzeitig über die zurückgewonnene Treffsicherheit von Juhasz. Bei vier Siegen aus den letzten vier Spielen würde der ERV die Hauptrunde als Erster beenden. „Das ist doch eine Kleinigkeit“, lacht Proskuryakov in Anbetracht der Tatsache, dass die kommenden Gegner Weiden (5./auswärts), Buchloe, Sonthofen (1./beide daheim) und Bayreuth (3./auswärts) heißen. Dann mit dem neuen Ausländer Teemu Koskinen, den der Trainer am Montagabend erstmals unter die Lupe nehmen wollte.

Schweinfurt: Dirksen – Koch, Dunlop, Schäfer, Kleider, J. Knaup – Nemirovsky, Amrhein, Funk, Juhasz, Ludwig, Feuerfeil, Lang, Eckmair, Schrimpf.

Tore: 1:0 (2.) Gillam (Rossi), 1:1 (19.) Juhasz (Dunlop, Nemirovsky 5-4), 2:1 (28.) Wälde (P), 3:1 (41.) Gillam, 3:2 (43.) Funk (Nemirovsky, Dunlop 4-5), 3:3 (44.) Juhasz (Amrhein, Dunlop 4-5), 3:4 (44.) Amrhein (Juhasz, J. Knaup), 4:4 (47.) Rossi (Gillam, Nickel), 4:5 (51.) Eckmair (Dunlop, Nemirovsky), 4:6 (60.) Juhasz (Koch, Nemirovsky EN). Strafzeiten: 12 / 16 + 10 Eckmair. Hauptschiedsrichter: Saal (Peiting). Futterknecht (Landsberg) / Lindele. Zuschauer: 216.

    
    

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