aktualisiert: 27.01.2012 15:32 Uhr
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Eishockey:
Ein Finne in Deutschland
Teemu Koskinen hat sich bei Eishockey-Bayernligist ERV Schweinfurt viel vorgenommen
Wer sich bei den Schweinfurter Mighty Dogs nach Neuzugang Teemu Koskinen umhört, bekommt überall die selben Antworten. „Er ist ein sehr sympathischer und umgänglicher Typ“, unterstreicht beispielsweise Trainer Viktor Proskuryakov, dass sich der Finne menschlich bislang sehr gut ins Team eingepasst hat. „Er ist ein sehr guter Schlittschuhläufer, technisch stark und ein mannschaftsdienlicher Spieler“, beschriebt ERV-Manager Steffen Reiser die Qualitäten des Stürmers auf dem Eis.
Zwei Partien hat die Nummer 9 im Dress der Mighty Dogs bereits absolviert. Zwei Siege sowie zwei Tore und ein Assist stehen schon für ihn zu Buche. Lediglich der vergebene Penalty gegen Buchloe trübt ein wenig die gute Bilanz. Dennoch ist Koskinen mit seiner bisher gezeigten Leistung noch nicht voll zufrieden. „Ich kann es besser“, sagt er selbstkritisch. „Ich bin erst seit zwei Wochen hier und muss mich noch eingewöhnen. Aber wenn ich im Training weiter hart arbeite, wird es sicher von Spiel zu Spiel besser werden.“
Gewöhnen müsse er sich vor allem an die unterschiedliche Art Eishockey zu spielen. Das Zusammenspiel mit seinen Nebenmännern Marcel Juhasz und Jens Feuerfeil in der zweiten Schweinfurter Reihe sieht er hingegen schon als gut an. „Wir haben ganz gut zusammengespielt und viele Chancen herausgespielt. Auch das wird noch besser. Aber ich bin vor allem froh, dass wir die ersten beiden Spiele seit ich hier bin gewonnen haben.“ Koskinen, der zuvor in Finnland, Schweden und zuletzt in Norwegen Eishockey spielte, fühlt sich in Schweinfurt jedenfalls pudelwohl. „Ich wollte nach Deutschland, weil ich es toll finde, andere Länder und auch andere Eishockey-Kulturen kennen zu lernen. Bei meinem letzten Verein in Norwegen gab es wirtschaftliche Probleme. Als mir mein Berater von dem Interesse aus Schweinfurt erzählte, habe ich mich mit anderen Spielern unterhalten, die schon in Deutschland gespielt haben. Danach war die Entscheidung für die Mighty Dogs schnell gefallen“, erzählt er, wie es ihn an den Main verschlagen hat. Von Schweinfurt selbst habe er bislang noch nicht viel gesehen „Aber es scheint eine nette kleine Stadt zu sein“. Die Menschen jedenfalls, ob beim Eishockey oder in der Stadt, hätten ihn sehr freundlich aufgenommen. „Nur der Manager ist ein bisschen durchgedreht“, erzählt Koskinen im Beisein von Steffen Reiser grinsend. Da er das erste Mal in Deutschland ist, habe er keine bestimmten Erwartungen gehabt, wie stark die Liga sein würde, in die er wechselte. „Nach nur zwei Spielen ist das auch immer noch schwer einzuschätzen. Ich kann aber sagen, dass wir viele sehr gute Spieler in unserem Team haben.“
In Skandinavien noch schneller
Der größte Unterschiede der ihm aufgefallen ist, ist „dass in Schweden oder Finnland noch ein wenig schneller und organisierter gespielt wird.“ Ein Eindruck, der sich angesichts der für den Tabellenführer Schweinfurt anstehenden Top-Spiel gegen den Zweiten Sonthofen und den Dritten Bayreuth am Wochenende aber noch relativieren könnte.
Diese Spiele wird dann auch Koskinens Freundin, die er kommende Woche in Schweinfurt erwartet, miterleben. „Sie lebt noch in Schweden und kommt jetzt zu Besuch. Wie lange sie bleibt, weiß ich noch nicht. Das hängt davon ab wie es ihr gefällt.“ Gleiches dürfte auch für Koskinen selbst gelten, wobei bei ihm die Frage hinzu kommt, wie gut er den Mighty Dogs gefällt. Sein Vertrag läuft bis Saisonende – und das soll noch möglichst weit weg sein. „Mein persönliches und auch das Ziel der Mannschaft sind die Play-Offs und der Einzug ins Finale. Darauf konzentriere ich mich jetzt. Was danach kommt, kann man jetzt noch nicht sagen. Da kann im Eishockey immer viel passieren. Auf jeden Fall fühle ich mich hier sehr wohl und genieße meine Zeit hier.“
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