publiziert: 06.02.2012 16:56 Uhr
aktualisiert: 06.02.2012 17:53 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Korbball: Bundesliga Süd
Ettleben ärgert den Spitzenreiter

1:2 gegen Helpup vermeidbar – Gerolzhofen enttäuscht bei zwei zweistelligen Niederlagen
  • In sehr guter Tagesform: Ettlebens Korbhüterin Simone Klenkert, konnte die knappe Niederlage gegen Tabellenführer Helpup allerdings nicht verhindern.
    Foto: Wolfgang Müller
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Korbball

Bundesliga Süd

TuS Helpup – TV Gerolzhofen 13:3  
TuS Eisbergen – SUS Stemmen 8:3  
TuS Helpup – TSV Ettleben 2:1  
TuS Eisbergen – TV Gerolzhofen 10:3  
SUS Stemmen – TSV Ettleben 4:9  

1. (1.) TuS Helpup 14 11 2 1 110 : 43 24  
2. (4.) TuS Eisbergen 14 9 1 4 91 : 67 19  
3. (2.) Spvgg Hambach 12 8 1 3 83 : 71 17  
4. (3.) SV Schraudenbach 14 6 3 5 103 : 82 15  
5. (7.) TSV Ettleben 12 6 0 6 55 : 49 12  
6. (5.) TV Gerolzhofen 12 6 0 6 66 : 85 12  
7. (6.) TV Oberndorf 14 5 2 7 84 : 106 12  
8. (8.) TV Feldkirchen 12 1 2 9 52 : 80 4  
9. (9.) SUS Stemmen 12 0 1 11 47 : 108 1  

Schulterklopfen vom Gegner für den TSV Ettleben nach der denkbar knappen 1:2 (1:1)-Niederlage beim westfälischen Spitzenreiter TuS Helpup. Ein ungefährdeter Pflichtsieg des TSV gegen Schlusslicht SuS Stemmen-Varenholz und zwei klare Niederlagen für Aufsteiger TV Gerolzhofen gegen die westfälischen Spitzenmannschaften von Helpup und TuS Eisbergen, die jeweils zwei Mal siegreich blieben. So das Fazit vom zehnten Spieltag der Bundesliga Süd.

„So knapp war es noch nie. Da hat man nicht gesehen, dass der Erste gegen den Siebten spielte“, kommentierte Ettlebens Trainer Frank Dittmar die 1:2-Niederlage gegen Helpup. „Wenn wir zwei Konter besser zu Ende gebracht hätten, wäre vielleicht noch mehr drin gewesen.“ Richtig. In der Schlussphase erlebten die gut 200 Zuschauer auf der zu kleinen extra aufgebauten Tribüne ein Wechselbad der Gefühle. Einerseits Helpup war dauernd dran am erlösenden 3:1 und lief andererseits immer wieder in höchster Gefahr, das 2:2 zu kassieren. Jedenfalls waren die Spielerinnen des Favoriten schon ziemlich erleichtert nach dem Spiel. Trainerin Tanja Nedderhof sah es nüchterner. „Spielerisch waren wir eine Klasse besser“, gab sie zu Protokoll, ergänzte aber, dass sie solche Spiele hasse. Gemeint war das langwierige Ettlebener Spiel um den Kreis, wenn der TSV vorne liegt. Es dauerte nach dem durch Kreisspiel von Kerstin Hauck in der 3. Minute erzielten Ettlebener 1:0 immerhin bis zur 13. Minute, ehe der Favorit ausglich. Davor parierte TSV-Korbfrau Simone Klenkert mindestens ein halbes Dutzend Mal großartig, einige Male rettete auch die Korbkante.

Der anschließende 9:4 (3:0) - Sieg des TSV gegen Stemmen-Varenholz war in der ersten Halbzeit vor allem begünstigt durch die außerordentlich schlechten Würfe der Westfälinnen, die ansonsten spielerisch durchaus zu gefallen vermochten. Nach dem Seitenwechsel legten die Ettlebenerinnen eine Schippe drauf, zum zwischenzeitlichen 8:1, ehe sie gegen Ende noch einige Konter fingen und zu guter Letzt den spektakulärsten Korb des Tages kassierten, von Stemmens bester Spielerin Andrea Kielsmeier per Schleuderwurf aus vollem Lauf von der Außenbahn erzielt.

Ettleben geht damit mit 12:12 Punkte in die letzten beiden Spieltage, genauso wie Aufsteiger Gerolzhofen. Beide können theoretisch noch Dritter werden. Wobei der aktuelle Auftritt des TVG wenig Anlass zur Hoffnung gab. „Heute war absolut nicht unser Tag, da braucht man keine Ausreden zu suchen“, war Trainer Marcus Kober einigermaßen nach dem 3:10 (2:8) gegen Eisbergen sauer. Schon beim vorherigen 3:13 (1:8) zum Auftakt gegen Helpup habe man jegliches Defensiv-Verhalten vermissen lassen. „Helpup hat die Körbe erzielt, wie in einem lockeren Trainingsspiel“, so Kobers Kritik. Nach dem schnellen 0:3 war tatsächlich der Ofen so gut wie aus. Wenn auch nur mit einer Wechselspielerin angereist, die wichtigsten Leute waren beim TVG dabei. Aber speziell Katja und Marina Radlers Korbwürfe waren an diesem Tag einfach nicht exakt genug und auch nicht hoch genug angesetzt, um Helpups Laura Sieveke zu bezwingen. Sporadisch Gegenspiel bekamen die Steigerwälderinnen jeweils nur phasenweise im zweiten Spielabschnitt als die Angelegenheiten längst geklärt schienen.

Helpup ist damit als erste Mannschaft für die „Deutsche“ qualifiziert, wird mindestens Zweiter werden. Über die endgültige Vergabe der Top-Drei wird erst am übernächsten und letzten Spieltag Mitte März entschieden. So lange bleiben Eisbergen und der SV Schraudenbach auf jeden Fall im Rennen.

Unterfränkische Korbwerferinnen, Ettleben: Hauck 6, Förster 2, Dereser 2; Gerolzhofen: K. Radler 3, Fuchs (ehem. Skowronek) 2, Scheder 1.

Aus Oerlinghausen berichtet Wolfgang Müller
    
    

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