publiziert: 28.10.2011 17:52 Uhr
aktualisiert: 28.10.2011 18:19 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Fussball: Bayernliga
FC 05: Ein entscheidendes Wochenende

Schweinfurt bewegt sich gegen Aindling zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit
  • Zusammenhalt gefragt: Die Enttäuschung beim FC 05 Schweinfurt nach dem Wechselfehler beim Pokalsieg gegen den TSV Großbardorf ist riesengroß, nun soll die Mannschaft im wichtigen Ligaspiel gegen den TSV Aindling sich auf dem Platz als verschworene Einheit präsentieren.
    Foto: Marion Wetterich
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Fussball

Bayernliga Samstag, 14 Uhr: FC 05 Schweinfurt – TSV Aindling

Mann, Mann, Mann: Das Wochenende hat es in sich für den FC 05. Da das derzeitige Leistungsbarometer zum Rückrundenauftakt durchaus einen Sieg von Gersthofen in Heimstetten zulässt, würde eine Schweinfurter Niederlage gegen den TSV Aindling den Rückstand auf die Relegationsplätze auf bis zu neun (!) Punkte anwachsen lassen. Ein Horrorszenario für Verein und Fans, weil es mit dem endgültigen Scheitern an der Regionalliga-Hürde gleichzusetzen wäre. Andererseits: Läuft alles gut, könnte der FC 05 bis auf drei Punkte ran sein und damit wäre wieder alles offen.

Letzteres ist natürlich das Begehr von 05-Coach Udo Romeis. Der war zu Saisonbeginn ja noch nicht dabei, als das Schweinfurter Dilemma mit dem 0:2 in Aindling seinen Lauf nahm. Damals hatte die Mannschaft den Eindruck vermittelt, dass bloße Spielkunst reichen würde und auf Kampf verzichtet werden könne. Das Resultat: Sie war schneller in einem Abwärtsstrudel gefangen, als ihr lieb sein konnte. Inzwischen ist es bei den Grün-Weißen längst angekommen, dass die physische Komponente wichtiger denn je ist. Kein Wunder, dass Romeis für das Rückspiel fordert: „Wir müssen raus aus dem Strudel. Wir müssen zeigen, dass wir bis zur letzten Minute kämpfen können. Und wir brauchen ein Highlight, an dem wir uns hochziehen können.“

Insbesondere benötigen die Angreifer mal so ein Aha-Erlebnis; Romeis gehen nämlich langsam die Ideen aus, so viele Varianten wie er schon durchprobiert hat. „Mir fällt nur noch ein, Mirza Mekic nach vorn zu stellen“, scherzt der Trainer. Ernster wird er in der Bewertung jener Zuschauer, die Stürmer wie Simon Häcker nur zusätzlich verunsichern: „Gerade von der Haupttribüne wünsche ich mir mehr Unterstützung.“

Zumal gegen Aindling weitere Ausfälle drohen: Michael Kraus muss mit einer wieder aufgebrochenen Muskelverletzung definitiv passen, hinter dem Einsatz von Daniel Mache (Adduktoren) steht ein dickes Fragezeichen. Alles andere als Fragezeichen hinterließ dagegen der Aindlinger Marcel-Pascal Ebeling. Der TSV-Torjäger setzte mit bislang elf Treffern eher ein Ausrufezeichen. Und mit überragenden Individualisten hatten die 05er zuletzt ja mächtig Probleme.

Ungeachtet der Liga-Probleme sahen sich die Schweinfurter ja auch noch durch ihren Pokal-Lapsus dem Lachen der Neider ausgesetzt. Da Florian Galuschka nicht auf der Liste der im Pokalwettbewerb einsatzberechtigten Spieler steht, bedeutete seine Einwechslung die Aberkennung des Sieges über Großbardorf und das Aus (wir berichteten). Schon waren Stimmen zu hören, die Pokalspielleiter Jürgen Pfau vorwarfen, er hätte die Nullfünfer warnen können, quasi aus Fürsorgepflicht gegenüber „seinen“ Vereinen. Doch Pfau wehrt ab: „Ich würde definitiv keine Mannschaft ins offene Messer laufen lassen. Ich habe wirklich nicht auswendig gewusst, ob Glauschka auf dieser Liste steht und mir über diese Personalie auch gar keine Gedanken gemacht. Insofern ist mir nicht aufgefallen, wo ich hätte reagieren sollen.“ Erst das obligatorische Prüfen des Spielberichtsbogens zu Hause habe das Vergehen des FC 05 zu Tage gefördert. Letztlich ist's eh schon egal: Diese Narrenkappe ist ohnehin aus grün-weißem Stoff genäht.

Von unserem Redaktionsmitglied Michael Bauer
    
    

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