publiziert: 20.11.2011 16:42 Uhr
aktualisiert: 20.11.2011 16:47 Uhr
aktualisiert: 20.11.2011 16:47 Uhr
Text
Text
Fußball: Bayernliga
FC 05 lässt Großbardorf abblitzen
Aus dem Willy-Sachs-Stadion berichtet Michael Bauer
Schweinfurt Na, da haben sich die Schweinfurter im letzten Heimspiel vor Weihnachten noch mal einen fetten Klunker unters Bäumchen gepackt. Nach den guten Ansätzen letzte Woche in Frohnlach war das 4:1 (1:1) im Bayernliga-Derby gegen den TSV Großbardorf der erste Sieg seit Ende September. Und die Grabfelder? Sie waren angefressen, zumindest Trainer Hans-Jürgen Ragati. Wie sonst ließe sich erklären, dass er in der Pressekonferenz damit eröffnete, dass für seinen Klub nur zehn Auto-Parkplätze reserviert gewesen seien und er außerhalb habe parken müsse. Nun, die Anwesenden quittierten das humor- und sinnfreie Sticheln mit Pfiffen, 05-Boss Markus Wolf mit Mutmaßungen, ob's denn in Großbardorf beim nächsten Mal auch zehn Gäste-Parkplätze gebe.
Solche Kindereien ersparten sich die Spieler lieber. Erstaunlich unaufgeregt nach all dem Pokal-Theater begegneten sich die Rivalen. Lediglich im 05-Fanblock (wo auch, traditionell vor Weihnachten, für die „Station Regenbogen“ der Kinderklinik Würzburg gesammelt wurde) gab es Literarisches zum Stadt-Land-Konflikt: „Heute wird der Spieß umgedreht – Schweine schlachten Bauern.“ Wie auch immer, es war ein richtig netter Derby-Nachmittag. Mit dem verdient besseren Ende für Schweinfurt. „Die haben unsere Fehler gnadenlos bestraft“, nannte es Ragati. „Ich möchte mich bei der Mannschaft bedanken, dass sie noch mal so einen Kraftakt vollbracht hat“, formulierte es sein Gegenüber Udo Romeis. Der damit der Sache näher kam, weil es mehr Schweinfurter Stärken, denn Großbardorfer Schwächen waren, die zum Endresultat geführt hatten.
Nachdem die Großbardorfer entschlossener in die Partie gestartet und verdient durch Andre Rieß mit 1:0 in Führung gegangen waren (13.), kamen nämlich die Nullfünfer besser ins Spiel. An dem die 1171 Fans ihre Freude haben durften. Tempo ordentlich, System erkennbar und richtig gute Torchancen – warum nur stehen beide Mannschaften nicht besser da? Ein Schrittchen zur tabellarischen Verbesserung tat dann der FC 05. Mit dem Ausgleich: Mirza Mekics 28-m-Freistoß (20.) war allerdings für TSV-Keeper Klaus Freisinger genauso haltbar wie das 0:1 für Stephan Essig. „Was Mekic seit Wochen für die Mannschaft leistet, ist aller Ehren wert“, lobte Romeis. Vielleicht wäre Manches anders gelaufen, wenn Pascal Stahl (für den angeschlagenen Sebastian Knüttel in die Startelf gerutscht) aus fünf Metern nicht an Essig gescheitert wäre (37.). „Entscheidend war, dass wir nach dem Ausgleich einen Durchhänger hatten“, befand TSV-Lenker Wajos Dinudis. Und so war Schweinfurt am Drücker. Florian Galuschka (39., 43.) hatte die Führung auf dem Fuß.
Sie fiel aber erst nach der Pause. Flugs, denn Stefan Seuferts starker Antritt erreichte erneut Galuschka, der erstmals von Beginn an ran durfte (Romeis: „Gerade weil sein Einsatz uns das Pokal-Aus beschert hat“). Diesmal traf er: 2:1 (51.). Ein herrlicher Angriff war's, noch herrlicher freilich das 3:1. Auch wenn abermals die Grabfelder assistierten, der Lupfer des 05-Talents Dominik Nastvogel war sehenswert (59.). Galuschka hatte die Erklärung für beide Treffer parat: „Wir haben in der zweiten Halbzeit früher gestört, die Fehler erzwungen.“ Ebenfalls schick gemacht war zwei Minuten zuvor schon der Latten-Schlenzer von Seufert. Ein 4:1 war prinzipiell auch zu viel des Guten. Schließlich hatte abermals Stahl den Ausgleich verpasst (54.). Passiert ist es aber doch: Obwohl der TSV Großbardorf immer bemüht war um den Anschluss, setzte Seufert noch einen drauf (81.). Romeis blieb trotz des positiven Trends auf dem Teppich: „Wir sehnen uns wegen der sechs fehlenden Spieler trotzdem nach der Winterpause.“ Vor der steht das Sechs-Punkte-Spiel in Heimstetten an – bei nun „nur“ noch fünf Zählern minus auf die Relegationsränge. Großbardorf kämpft sonntags schon um 11 Uhr in der Früh' Weißwurst-beseelt gegen Frohnlach darum, nicht doch noch vor der Pause den Kontakt zu den direkten Qualifikationsplätzen zu verlieren.
Am Rande der Partie gab 05-Vorsitzender Markus Wolf mit dem 19. Dezember (19 Uhr, VIP-Zelt) den Termin für die Jahreshauptversammlung bekannt.
Statistik zum Derby
Bayernliga
FC 05 Schweinfurt – TSV Großbardorf 4:1 (1:1)
Schweinfurt: Essig – Mache, Mekic, Hetzel, Grundei – Kröner – Häcker (82. Brach), Seufert, Pitter – Nastvogel (59. Kneißl), Galuschka (66. Dan).
Großbardorf: Freisinger – Heilmann, Orf, Zang (70. Markert), Lurz – Kirchner (64. Heim) – Stahl, Dinudis, Piecha – Leicht, Rieß.
Schiedsrichter: Karl Valentin (Taufkirchen). Zuschauer: 1171. Tore: 0:1 Rieß (13.), 1:1 Mekic (20.), 2:1 Galuschka (51.), 3:1 Nastvogel (59.), 4:1 Seufert (81.).
Schweinfurt Na, da haben sich die Schweinfurter im letzten Heimspiel vor Weihnachten noch mal einen fetten Klunker unters Bäumchen gepackt. Nach den guten Ansätzen letzte Woche in Frohnlach war das 4:1 (1:1) im Bayernliga-Derby gegen den TSV Großbardorf der erste Sieg seit Ende September. Und die Grabfelder? Sie waren angefressen, zumindest Trainer Hans-Jürgen Ragati. Wie sonst ließe sich erklären, dass er in der Pressekonferenz damit eröffnete, dass für seinen Klub nur zehn Auto-Parkplätze reserviert gewesen seien und er außerhalb habe parken müsse. Nun, die Anwesenden quittierten das humor- und sinnfreie Sticheln mit Pfiffen, 05-Boss Markus Wolf mit Mutmaßungen, ob's denn in Großbardorf beim nächsten Mal auch zehn Gäste-Parkplätze gebe.
Solche Kindereien ersparten sich die Spieler lieber. Erstaunlich unaufgeregt nach all dem Pokal-Theater begegneten sich die Rivalen. Lediglich im 05-Fanblock (wo auch, traditionell vor Weihnachten, für die „Station Regenbogen“ der Kinderklinik Würzburg gesammelt wurde) gab es Literarisches zum Stadt-Land-Konflikt: „Heute wird der Spieß umgedreht – Schweine schlachten Bauern.“ Wie auch immer, es war ein richtig netter Derby-Nachmittag. Mit dem verdient besseren Ende für Schweinfurt. „Die haben unsere Fehler gnadenlos bestraft“, nannte es Ragati. „Ich möchte mich bei der Mannschaft bedanken, dass sie noch mal so einen Kraftakt vollbracht hat“, formulierte es sein Gegenüber Udo Romeis. Der damit der Sache näher kam, weil es mehr Schweinfurter Stärken, denn Großbardorfer Schwächen waren, die zum Endresultat geführt hatten.
Nachdem die Großbardorfer entschlossener in die Partie gestartet und verdient durch Andre Rieß mit 1:0 in Führung gegangen waren (13.), kamen nämlich die Nullfünfer besser ins Spiel. An dem die 1171 Fans ihre Freude haben durften. Tempo ordentlich, System erkennbar und richtig gute Torchancen – warum nur stehen beide Mannschaften nicht besser da? Ein Schrittchen zur tabellarischen Verbesserung tat dann der FC 05. Mit dem Ausgleich: Mirza Mekics 28-m-Freistoß (20.) war allerdings für TSV-Keeper Klaus Freisinger genauso haltbar wie das 0:1 für Stephan Essig. „Was Mekic seit Wochen für die Mannschaft leistet, ist aller Ehren wert“, lobte Romeis. Vielleicht wäre Manches anders gelaufen, wenn Pascal Stahl (für den angeschlagenen Sebastian Knüttel in die Startelf gerutscht) aus fünf Metern nicht an Essig gescheitert wäre (37.). „Entscheidend war, dass wir nach dem Ausgleich einen Durchhänger hatten“, befand TSV-Lenker Wajos Dinudis. Und so war Schweinfurt am Drücker. Florian Galuschka (39., 43.) hatte die Führung auf dem Fuß.
Sie fiel aber erst nach der Pause. Flugs, denn Stefan Seuferts starker Antritt erreichte erneut Galuschka, der erstmals von Beginn an ran durfte (Romeis: „Gerade weil sein Einsatz uns das Pokal-Aus beschert hat“). Diesmal traf er: 2:1 (51.). Ein herrlicher Angriff war's, noch herrlicher freilich das 3:1. Auch wenn abermals die Grabfelder assistierten, der Lupfer des 05-Talents Dominik Nastvogel war sehenswert (59.). Galuschka hatte die Erklärung für beide Treffer parat: „Wir haben in der zweiten Halbzeit früher gestört, die Fehler erzwungen.“ Ebenfalls schick gemacht war zwei Minuten zuvor schon der Latten-Schlenzer von Seufert. Ein 4:1 war prinzipiell auch zu viel des Guten. Schließlich hatte abermals Stahl den Ausgleich verpasst (54.). Passiert ist es aber doch: Obwohl der TSV Großbardorf immer bemüht war um den Anschluss, setzte Seufert noch einen drauf (81.). Romeis blieb trotz des positiven Trends auf dem Teppich: „Wir sehnen uns wegen der sechs fehlenden Spieler trotzdem nach der Winterpause.“ Vor der steht das Sechs-Punkte-Spiel in Heimstetten an – bei nun „nur“ noch fünf Zählern minus auf die Relegationsränge. Großbardorf kämpft sonntags schon um 11 Uhr in der Früh' Weißwurst-beseelt gegen Frohnlach darum, nicht doch noch vor der Pause den Kontakt zu den direkten Qualifikationsplätzen zu verlieren.
Am Rande der Partie gab 05-Vorsitzender Markus Wolf mit dem 19. Dezember (19 Uhr, VIP-Zelt) den Termin für die Jahreshauptversammlung bekannt.
Statistik zum Derby
Bayernliga
FC 05 Schweinfurt – TSV Großbardorf 4:1 (1:1)
Schweinfurt: Essig – Mache, Mekic, Hetzel, Grundei – Kröner – Häcker (82. Brach), Seufert, Pitter – Nastvogel (59. Kneißl), Galuschka (66. Dan).
Großbardorf: Freisinger – Heilmann, Orf, Zang (70. Markert), Lurz – Kirchner (64. Heim) – Stahl, Dinudis, Piecha – Leicht, Rieß.
Schiedsrichter: Karl Valentin (Taufkirchen). Zuschauer: 1171. Tore: 0:1 Rieß (13.), 1:1 Mekic (20.), 2:1 Galuschka (51.), 3:1 Nastvogel (59.), 4:1 Seufert (81.).
Diesen Artikel
| Bewertung: |
|
| 0 Bewertungen (Sie müssen angemeldet sein um zu bewerten) | |
Die neuesten Kommentare
|
BillRo (37 Kommentare) am 21.11.2011 14:29
endspielmal sehn ob sich der gute eindruck im letzten spiel in 2011 in heimstetten fortsetzen kann, dort ein 3er und man kann vielleicht doch noch hoffen. |
(0)
|
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de?
Dann jetzt gleich »hier registrieren
Ȇbersicht Sport
Madrid (dpa)
Barca holt Pokal zum Abschied von Trainer Guardiola
Die Fußballstars des FC Barcelona haben ihrem Trainer Josep Guardiola zum Abschied den Königspokal geschenkt. Der spanische Vizemeister gewann das Finale um die «Copa del Rey» in Madrid gegen Athletic Bilbao mit 3:0 (3:0) und holte sich damit einen weiteren Titel ab. »mehr
Madrid (dpa)
Barca holt Pokal zum Abschied von Trainer ...
Die Fußballstars des FC Barcelona haben ihrem Trainer Josep Guardiola zum Abschied den Königspokal geschenkt. »mehr
Frankfurt/Main (dpa)
Hertha will über möglichen Einspruch gegen ...
Hertha BSC hat sich einen möglichen Einspruch gegen das Urteil des DFB-Bundesgerichts zum Bundesliga- ... »mehr
Berlin (dpa)
Fortuna gegen Hertha - das unendliche ...
Ein Fußball-Spiel dauert 90 Minuten? Das Rückspiel um die Bundesliga-Relegation zwischen Fortuna Düsseldorf und ... »mehr
Anzeige
Anstoß-Beilage
Bundesliga-Tippspiel
Formel-1-Tipp
F1-Experten gefragt
Geben Sie Ihren Tipp ab: Wer gewinnt die Formel-1? »mehr
Sporttabellen
Regionale Sporttabellen
Wie hat Ihr Lieblingsverein gespielt? Hier nachschauen. »mehr

Wetter






