publiziert: 27.11.2011 18:37 Uhr
aktualisiert: 27.11.2011 21:13 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Fußball: Bayernliga
FC 05 mit Frusterlebnis in die Winterpause

Trainer Udo Romeis kritisiert Auftritt beim 0:2 in Heimstetten – Torwart Bäuerlein darf stürmen

Nur ein kurzes Strohfeuer scheint der 4:1-Derbyerfolg der Schweinfurter 05er in der Vorwoche über den TSV Großbardorf gewesen zu sein. Jedenfalls prangerte Trainer Udo Romeis nach der 0:2 (0:1)-Pleite beim SV Heimstetten an, dass „so ein Turnaround nicht von alleine geht“. Seine Elf hätte sich „zu wenig gewehrt“ und sei auch „vom Engagement her hinter der Leistung der letzten Woche geblieben“. Verbittert legte er nach: „Einige haben den Ernst der Lage noch immer nicht erkannt, mit Alibifußball kommen wir nicht weiter.“

Dabei hatte die Romeis-Elf vor den Toren Münchens die erste große Tormöglichkeit verbucht. Erkan Esen verzog freistehend vor Heimstettens Schlussmann Patrick Lehner jedoch kläglich (28.). Kurz darauf sendeten die Platzherren ein erstes Warnsignal aus, als Daniel Steinacher nach einem Eckstoß mit einem Kopfball nur an der Latte scheiterte (35.). Doch wären die Mannschaften wohl torlos in die Kabine gegangen, wenn Schweinfurts Torsteher Stephan Essig sich nach einem weiteren Eckball der Gastgeber nicht einen kapitalen Schnitzer erlaubt hätte. Er faustete den Ball direkt in die Füße Sebastian Pauls, der sich diese Gelegenheit nicht entgehen ließ und zum 1:0 traf(40.).

Auch Mekic fällt aus

Im zweiten Durchgang setzte die Romeis-Elf alles auf eine Karte, ohne jedoch zwingend zu werden. Im Gegenteil: Mit zunehmender Spieldauer eröffneten sich den Gastgebern vermehrt Räume, die zu zahlreichen gefährlichen Kontermöglichkeiten führten. Doch erst Torjäger Orhan Akkurt erlöste die Mannschaft von Trainer Rainer Elfinger kurz vor dem Abpfiff mit seinem elften Saisontreffer (88.). Damit fuhren die Platzherren den vierten Sieg in Serie ein, während Schweinfurt nur eins (eben jenes in der Vorwoche) der letzten zwölf Spiele gewinnen konnte. Bezeichnend war indes, dass Romeis in der Schlussphase in Ermangelung offensiver Alternativen Ersatztorhüter Andreas Bäuerlein einwechselte und in den Angriff beorderte. Er habe damit „auch ein Signal an die Mannschaft“ senden wollen, betont der Trainer vielsagend. Insgesamt hatten ihm sechs Spieler gefehlt, darunter kurzfristig der zuletzt mit seinen Toren so wichtige Mirza Mekic.

Dennoch ist Romeis zuversichtlich, nach der Winterpause zumindest noch die Relegationsplätze ab Rang 15 erreichen zu können. In der Wintervorbereitung werde man nun verstärkt „an der Spritzigkeit und der Kondition arbeiten“, kündigte er an. Zudem würden langzeitverletzte Stammkräfte zurückkehren und man werde vermehrt „Spieler aus der U 23 und der U 19 einbauen“, so Romeis, um den Konkurrenzdruck zu erhöhen. Denn noch sei der Zug nicht abgefahren, unterstreicht auch der 46-jährige Coach, sind „die Reliplätze nicht so weit weg, das ist noch zu schaffen“. Es sind sechs Punkte.

Zwölf Partien hat man nach der Winterpause noch zur Verfügung, um diese Lücke zu schließen. Und einige Vereine dürften auch auf die Bewerbung zur neuen Regionalliga Bayern verzichten.

Statistik zum Spiel

Bayernliga SV Heimstetten – FC 05 Schweinfurt 2:0 (1:0)

Heimstetten: Lehner – Paul, Löppert, D. Steinacher, Toy – C. Schmitt, S. Steinacher - Moll, D. Schmitt, Oretan (62. Ünver) – Akkurt (89. Neumeyer).

FC 05: Essig – Mache (61. Dan), Hetzel, Grundei, Esen – Nastvogel (61. Kneißl), Kröner (82. Bäuerlein) – Häcker, Seufert, Pitter – Galuschka.

Tore: 1:0 Paul (40.), 2:0 Akkurt (88.). Schiedsrichter: Pongratz (Regen). Zuschauer: 350.

Von unserem Mitarbeiter Matthias Horner
    
    

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Die neuesten Kommentare

Hammer-Hannes (27 Kommentare) am 27.11.2011 23:15

Überzeugung oder Hoffnung

Jetzt wart mer erst ma ab: Ich bin überzeugt -oder hoffe es -, dass es nach der Winterpause mit einer kleinen Serie wieder aufwärts geht!!!! Der Reli-Platz ist 6 Punkte nur weg.
Außerdem hört sich der letzte Satz im Bericht doch auch gut an: Nicht alle jetztigen Bayernligisten werden einen Antrag auf die Regionalliga Bayern stellen.
Also," Frohe Weihnachten, FC" und einen besseres Jahr 2012!!!! (Es kann ja nur besser werden...)
(0)
robi.herz@t-online.de (29 Kommentare) am 27.11.2011 19:50

Großkotz

Wie lautete die groß angekündigte Reaktion von Grundei? "Jetzt sind wir heiß und werden das Feld von hinten aufrollen". Wenn solche Schauspieler - und davon gibt es einige im 05-er Team - den Karren aus dem Dreck ziehen wollen, dann jetzt schon "herzlich willkommen in der Landesliga"!
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bruder (2 Kommentare) am 27.11.2011 19:20

Quo vadis, FC 05?

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben - was soll man dazu auch sagen? Es fehlen einem einfach die Worte, wie sich die Mannschaft, die angeblich gerne in die Regionalliga möchte, kampflos in ihr Schicksal ergibt. Ein Sieg aus den letzten zwölf Spielen ist eine einzige Enttäuschung. Das Auftreten - insbesondere in den Auswärtsspielen - ist gelinde gesagt eine Frechheit gegenüber den mitgereisten Zuschauern, die diese Mannschaft auch noch unterstützen wollen. Man kann Spiele verlieren, sicher, aber es kommt auf das Wie an. Und den letzten Willen haben viele Freunde des FC vermisst. Die Konsequenz sieht man an den Zuschauerzahlen bei den Heimspielen, dann fehlen auch noch die notwendigen Einnahmen und so beginnt sich der Teufelskreis langsam zu drehen. Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Irgendwann hat man dann auch keine Lust mehr, Optimismus zu verbreiten, wenn der Lohn dafür mangelhafter Einsatz und "Alibi-Fussball" (Udo Romeis) ist.
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