aktualisiert: 07.02.2012 18:08 Uhr
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Fußball:
Fußballer und Verband zufrieden
Halbzeittagung im Fußballkreis Schweinfurt
Friede, Freude, Eierkuchen – so könnte man die Halbzeittagung des Fußballkreises Schweinfurt in Friesenhausen und Stammheim überschreiben. In jeweils gut eineinhalb Stunden brachte Kreisspielleiter Jürgen Pfau die Vereine aus seinem Kreis auf den neuesten Stand, Nachfragen gab es keine. Das Fazit Pfaus, man könne mit dem bisherigen Saisonverlauf „sehr zufrieden sein“, teilen sicher auch die Vereine in dieser Form.
Auch wenn das Wetter im Moment eher nicht zum Fußballspielen verleitet und den sich schon im Training für die restliche Rückrunde befindlichen Teams wegen der vereisten und unbespielbaren Plätze Schwierigkeiten macht, war das Thema Wetter im Spätherbst doch erfreulich. Keine Spielausfälle, die im neuen Jahr nachgeholt werden müssten, verzeichnet Jürgen Pfau in den beiden Kreisligen, nur wenig in den unteren Klassen. „Viel besser kann es gar nicht sein“, findet er. Zufrieden ist der Kreisspielleiter auch mit der achten B-Klasse, die kurz vor dem Saisonstart noch entstanden ist. „Das sind so viele B-Klassen wie noch nie, da sind wir top aufgestellt.“ Weniger top, sondern ein ziemliches Ärgernis, war dagegen der Rückzug der FSG Schweinfurt mit ihrer Kreisligamannschaft vom Spielbetrieb – an sich kein Problem, einen Tag vor Rundenstart „ist das schon sehr unerfreulich“, fand Pfau aber deutliche Worte.
Die gab es – auch wenn es keinen Grund zu konkreten Klagen gab – auch zum Thema Miteinander zwischen Verband, Vereinen und Schiedsrichtern. Natürlich, gestand Pfau, der selbst noch zur Pfeife greift, gebe es immer wieder Anlass zur Kritik. Nicht immer aber sei diese konstruktiv: „Seid fair zueinander, wir müssen einheitlich auftreten“, mahnte der Kreisspielleiter. Dem schloss sich auch Schiedsrichter-Obmann Josef Raab von der Schiedsrichtergruppe Haßberge an, der aber ausdrücklich das gute Miteinander zwischen Vereinen und Schiedsrichtern in der Region Haßberge lobte, gar eine „allgemeine Zufriedenheit mit der Schiedsrichter-Gruppe Haßberge“ festgestellt hat.
Ein wichtiges Thema war die Aktion „Pro Amateurfußball“ des bayerischen Fußball-Verbandes, die vor allem für Vereine im ländlichen Raum angesichts der demographischen Entwicklung in der Bevölkerung von Interesse ist. Der Bevölkerungsschwund „stellt uns auch in Unterfranken vor große Herausforderungen und wir müssen dafür Lösungen finden“, betonte Pfau.
Die vom BFV nun initiierte Aktion – finanziert aus den erhöhten Passgebühren, die die Vereine entrichten müssen – ruht auf drei Säulen. Zum einen will man versuchen, mehr Spieler zum Fußballspielen zu bewegen, wobei der Fokus auf den Schulen und den Mädchen liegt. Zum anderen soll das Ehrenamt im Verein gestärkt werden. Dazu werden die Vereinsmitarbeiter verstärkt unterstützt und geschult in Sachen Verwaltung, aber auch wie man die Abläufe rund um ein Fußballspiel effizienter gestalten kann. Außerdem richtet sich der Fokus auf verstärkte Schulung der Verbandsmitarbeiter. Zu guter letzt steht das Image des Amateurfußballs ganz oben auf der Agenda, das es weiter zu verbessern gilt. Schließlich gehen pro Wochenende fast doppelt so viele Menschen in Bayern zu Amateurfußballspielen wie in die Stadien der bayerischen Profi-Klubs.
Kein Landesliga-Chef
In eigener Sache hatte Pfau auch einen Hinweis an die Fußballer. Er sei nicht neuer Chef der fünf neuen Landesligen, die es ab der neuen Saison gibt, sondern führe eine Kommission dazu. „Ich sehe meine Zukunft im Bezirk Unterfranken und nicht im Verbandsspielausschuss“, betonte der Schweinfurter Kreisspielleiter.
In Sachen Relegation ändert sich für die Vereine auf Kreisebene in diesem Jahr relativ wenig, die Modi bleiben unverändert. Gleichwohl hat die Relegation auf Bezirks- und Verbandsebene terminlich Vorrang, so dass Pfau die meisten Spiele auf Kreisebene wohl unter der Woche ansetzen wird. Die neue Saison beginnt am Wochenende 4./5. August. Modifiziert werden soll auch der Toto-Pokal, der im Moment auf Kreisebene acht Runden beinhaltet. „Das gehört entzerrt“, findet Pfau, konkret ist aber noch nichts.
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