publiziert: 18.09.2009 17:55 Uhr
aktualisiert: 18.09.2009 18:10 Uhr
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Gehörlosen-Meisterschaft: Kreisliga wäre drin

Stuttgart hat beste Gehörlosen-Kicker

Schon der reichlich zugeparkte Hutrasen am frühen Vormittag mit allerlei auswärtigen Fahrzeugen, wie beispielsweise aus Hildesheim oder Bielefeld war Indiz für eine Großveranstaltung auf dem Gelände des VfR Schweinfurt.

  • Hängen blieb dieser Schuss von Hans-Joachim Dietrich (links) am Braunschweiger Michael Riede. Frühzeitig hängen blieben auch die Ü-40-Fußballer des HSC Schweinfurt bei der von ihnen ausgerichteten deutschen Meisterschaft.
    FOTO Wolfgang Müller
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Schweinfurt

(wom)

Schon der reichlich zugeparkte Hutrasen am frühen Vormittag mit allerlei auswärtigen Fahrzeugen, wie beispielsweise aus Hildesheim oder Bielefeld war Indiz für eine Großveranstaltung auf dem Gelände des VfR. Die Rede ist von den deutschen Meisterschaften im Gehörlosen-Fußball auf dem Kleinfeld in den Altersklassen Ü30 und Ü40.

29 Mannschaften nahmen teil, fünf weniger als ursprünglich gemeldet hatte. Beide Meistertitel gingen an die GSG Stuttgart. Für den ausrichtenden HSC Schweinfurt, immerhin frisch gebackener bayerischer Meister bei den Ü40, reichte es mit den Rängen 17 (Ü30) und sechs (Ü40) lediglich zu Platzierungen im hinteren Mittelfeld. Es fing schon nicht besonders gut an für die älteren Schweinfurt. Ein 2:3 gegen den GSV Braunschweig, der zwei exzellente Techniker in seinen Reihen hatte und die Altherren-HSC-Abwehr noch älter aussehen ließ, war nur der Anfang. Das spätere 0:2 gegen den Vizemeister Darmstadt bedeutete das Ende der Medaillenhoffnungen. Im Spiel um Platz fünf verlor man gegen Karlsruhe nach Neunmeterschießen mit 5:6.

„Ein Auswechselspieler war einfach zu wenig“, war für HSC-Chef Hans-Joachim Dietrich der Hauptgrund für das Endergebnis. Denn es war gut sommerlich warm, das ging dann auf die Kondition. Angreifer Thilo Waitz, eine Art Alleinunterhalter, war trotz enormer Physis nicht immer in der Lage, alleine mit allen gegnerischen Verteidigungsmannen fertig zu werden. Kurz gesagt: Im Spiel nach vorne halfen zu wenige mit.

„Es sind gute Spieler dabei, die ohne Probleme Kreisliga bei den Aktiven spielen könnten“, sagte Schiedsrichter August Knaup (Zeuzleben) im Brustton der Überzeugung. Aber das Niveau, auch innerhalb der Mannschaften, war bei diesem Turnier bemerkenswert uneinheitlich. Die Spielleitung selbst war problemlos. Mehre Unparteiische betonten den fairen Verlauf. In der Vergangenheit sei es oftmals hektischer zugegangen. Gerade mal einen Bänderriss hatten die anwesenden Sanitäter am Ende eines neunstündigen Fußballereignisses als schwerste Verletzung zu verarzten. Insgesamt hat der HSC mit Unterstützung des Gehörlosenvereins Schweinfurt die Meisterschaft gut über die Bühne gebracht.

Ergebnisse der Schweinfurter, Ü30: Schweinfurt – Bremen 0:3, – Frankfurt 2:1, – Bonn 2:2, – Karlsruhe 0:4. Ü40: Schweinfurt – Braunschweig 2:3, – Freiburg 2:1, – Bielefeld 2:0, – Darmstadt 0:2, – Karlsruhe 5:6 (nach Neunmeterschießen). Endstand: 1. Stuttgart, 2. Nürnberg, 3. Karlsruhe, 4. Freiburg, 5. Bremen, 6. Hildesheim, 7. Straubing, 8. Bamberg, 9. Frankfurt, 10. Kassel, 11. Reutlingen, 12. Heidelberg, 13. Würzburg, 14. Bielefeld, 15. Bonn, 16. Schwäbisch Gemünd, 17. Schweinfurt, 18. Recklinghausen, 19. Siegen. Ü40, Endstand: 1. Stuttgart, 2. Darmstadt, 3. Düsseldorf, 4. Braunschweig, 5. Karlsruhe, 6. Schweinfurt, 7. Freiburg, 8. Frankenthal, 9. Nürnberg, 10. Bielefeld.

    
    

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