publiziert: 03.02.2012 22:44 Uhr
aktualisiert: 05.02.2012 19:03 Uhr
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Eishockey
Matchwinner Dirksen: Mighty Dogs gewinnen nach Penalty-Schießen
ERV Schweinfurt - ERC Sonthofen 3:2 n.P. (1:0, 1:0, 0:2). Was für ein Krimi im Icedome: Nach einem vor allem im letzten Drittel extrem spannenden Spiel gewannen die Schweinfurter Mighty Dogs das Spitzenspiel der Eishockey-Bayernliga nach Penalty-Schießen und sicherten ihren ersten Platz.
Es war ein Spiel, das alles hatte, was Eishockey-Fans brauchen: Über 1500 Besucher, tolle Stimmung, Tempo, spielerische Klasse, Dramatik in den Schlussminuten und auch umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen. Und am Ende gewann das Team, das während des ganzen Spiels schon der moralische Sieger dank seines Einsatzes und Engagements war.
„Es wäre für uns mehr drin gewesen“, war ERV-Coach Viktor Proskuryakov trotz des 3:2-Erfolges über den ERC Sonthofen frustriert. „Wir haben heute einen Punkt verloren“, wurde er zudem für seine Verhältnisse sehr deutlich. Die Enttäuschung des Trainers zeigt, wie viel sich die Schweinfurter für diese Partie vorgenommen hatten. Denn passiert war in puncto Tabelle am Freitagabend eigentlich nicht viel. Zwar verpassten die Schweinfurter durch den Sieg im Nachsitzen, Sonthofen vorzeitig abzuhängen, behielten das Heft des Handelns aber als Tabellenführer weiter in der Hand. Und auch bei einem Sieg hätte man am letzten Spieltag in Bayreuth punkten müssen – auch wenn dann ein Zähler gereicht hätte.
Dass der ERV im Duell mit dem amtierenden Meister unbedingt alle drei Zähler im Icedome behalten wollte, zeigte die Mannschaft von Beginn an. In den ersten zehn Minuten der Partie entwickelten die Hausherren enormen Druck und hätten bei hochkarätigen Chancen in der ersten, dritten und vierten Minute schon längst führen müssen. Es dauerte allerdings bis zur 8. Minute, ehe Alex Funk die zweite Überzahl der Mighty Dogs mit dem längst fälligen Führungstreffer beendete. „Schweinfurt hat besser begonnen und in der Anfangsphase sehr viel Druck entwickelt“, befand auch Gästetrainer Harald Waibel. „Da waren wir offenbar noch im Bus.“
Im zweiten Spielabschnitt machten es die Gäste dann schon etwas besser und erspielten sich überwiegend bei Kontern auch einige gute Chancen. Der ERV blieb allerdings tonangebend, erhöhte durch Neuzugang Teemu Koskinen nach einer schönen Kombination über Marcel Juhasz und Jens Feuerfeil auf 2:0 und hatte noch etliche Gelegenheiten, die Partie frühzeitig zu entscheiden. „Unsere Chancenverwertung war sicherlich nicht gut“, ärgerte sich Proskuryakov, dass die Mannschaft sich nicht belohnt hat. „Am Ende des zweiten Drittels hat dann auch der Schiedsrichter in die Partie eingegriffen, wodurch wir die Linie etwas verloren haben“, haderte der Coach auch mit dem Auftritt der Unparteiischen. Eine nachvollziehbare Kritik, da sich das Gespann kurz vor Ende des Mitteldrittels offenbar dazu entschlossen hatte, die Pfeife nur noch im absoluten Notfall zu benutzen, dann bei einer verbalen Auseinandersetzung mit ERV-Goalie Benjamin Dirksen sehr dünnhäutig reagierte und eine Zehn-Minuten-Strafe aussprach. „Danach hatte Benni einige Unsicherheiten im Spiel“, befand auch ERV-Manager Steffen Reiser, dass den bis dahin bärenstarken Goalie die Szene offenbar nicht unberührt gelassen hatte. So sah er beim 2:2-Ausgleichstreffer, einem nicht übermäßig harten Distanzschuss, nicht unbedingt glücklich aus. In der dramatischen Schlussphase, in der beide Teams durchaus die Chancen hatten, mit einem Dreier vom Eis zu gehen, war er dann aber wieder zur Stelle und sicherte seinem Team mit drei gehaltenen Penaltys souverän den Sieg. Zu diesem Zeitpunkt saß Michele Amrhein, der sich im Spiel eine noch nicht näher diagnostizierte Knieverletzung zuzog, bereits auf der Bank.
Dafür feierte Martin Dürr mit einigen Einsätzen nach langer Verletzungspause sein Comeback. „Martin hat sich bemüht, ist aber sicher noch einiges von seiner Bestform entfernt. Er wird sicher noch ein bis zwei Wochen brauchen, aber für den ersten Einsatz bin ich zufrieden“, zog Proskuryakov nach dem Duell mit dem Meister dann doch noch ein positives Fazit.
Schweinfurt: Dirksen – Dunlop, J. Knaup, Koch, S. Knaup, Schäfer, Kleider – Nemirovsky, Funk, Filobok, Juhasz, Koskinen, Feuerfeil, Amrhein, Schrimpf, Eckmair, Dürr, Lang.
Tore: 1:0 (8.) Funk (Dunlop, Nemirovsky 5-4), 2:0 (22.) Koskinen (Feuerfeil, Juhasz), 2:1 (41.) Grimm (Witting, Bindl 5-3), 2:2 (46.) Hack. Tor für Schweinfurt im Penalty-Schießen: Juhasz. Strafzeiten: 12 + 10 Dirksen/12 + 10 Bindl. Hauptschiedsrichter: Schmidt (Bayreuth). Linesmen: Beigel (Nürnberg)/Voigt (Pegnitz). Zuschauer: 1700.
„Es wäre für uns mehr drin gewesen“, war ERV-Coach Viktor Proskuryakov trotz des 3:2-Erfolges über den ERC Sonthofen frustriert. „Wir haben heute einen Punkt verloren“, wurde er zudem für seine Verhältnisse sehr deutlich. Die Enttäuschung des Trainers zeigt, wie viel sich die Schweinfurter für diese Partie vorgenommen hatten. Denn passiert war in puncto Tabelle am Freitagabend eigentlich nicht viel. Zwar verpassten die Schweinfurter durch den Sieg im Nachsitzen, Sonthofen vorzeitig abzuhängen, behielten das Heft des Handelns aber als Tabellenführer weiter in der Hand. Und auch bei einem Sieg hätte man am letzten Spieltag in Bayreuth punkten müssen – auch wenn dann ein Zähler gereicht hätte.
Dass der ERV im Duell mit dem amtierenden Meister unbedingt alle drei Zähler im Icedome behalten wollte, zeigte die Mannschaft von Beginn an. In den ersten zehn Minuten der Partie entwickelten die Hausherren enormen Druck und hätten bei hochkarätigen Chancen in der ersten, dritten und vierten Minute schon längst führen müssen. Es dauerte allerdings bis zur 8. Minute, ehe Alex Funk die zweite Überzahl der Mighty Dogs mit dem längst fälligen Führungstreffer beendete. „Schweinfurt hat besser begonnen und in der Anfangsphase sehr viel Druck entwickelt“, befand auch Gästetrainer Harald Waibel. „Da waren wir offenbar noch im Bus.“
Im zweiten Spielabschnitt machten es die Gäste dann schon etwas besser und erspielten sich überwiegend bei Kontern auch einige gute Chancen. Der ERV blieb allerdings tonangebend, erhöhte durch Neuzugang Teemu Koskinen nach einer schönen Kombination über Marcel Juhasz und Jens Feuerfeil auf 2:0 und hatte noch etliche Gelegenheiten, die Partie frühzeitig zu entscheiden. „Unsere Chancenverwertung war sicherlich nicht gut“, ärgerte sich Proskuryakov, dass die Mannschaft sich nicht belohnt hat. „Am Ende des zweiten Drittels hat dann auch der Schiedsrichter in die Partie eingegriffen, wodurch wir die Linie etwas verloren haben“, haderte der Coach auch mit dem Auftritt der Unparteiischen. Eine nachvollziehbare Kritik, da sich das Gespann kurz vor Ende des Mitteldrittels offenbar dazu entschlossen hatte, die Pfeife nur noch im absoluten Notfall zu benutzen, dann bei einer verbalen Auseinandersetzung mit ERV-Goalie Benjamin Dirksen sehr dünnhäutig reagierte und eine Zehn-Minuten-Strafe aussprach. „Danach hatte Benni einige Unsicherheiten im Spiel“, befand auch ERV-Manager Steffen Reiser, dass den bis dahin bärenstarken Goalie die Szene offenbar nicht unberührt gelassen hatte. So sah er beim 2:2-Ausgleichstreffer, einem nicht übermäßig harten Distanzschuss, nicht unbedingt glücklich aus. In der dramatischen Schlussphase, in der beide Teams durchaus die Chancen hatten, mit einem Dreier vom Eis zu gehen, war er dann aber wieder zur Stelle und sicherte seinem Team mit drei gehaltenen Penaltys souverän den Sieg. Zu diesem Zeitpunkt saß Michele Amrhein, der sich im Spiel eine noch nicht näher diagnostizierte Knieverletzung zuzog, bereits auf der Bank.
Dafür feierte Martin Dürr mit einigen Einsätzen nach langer Verletzungspause sein Comeback. „Martin hat sich bemüht, ist aber sicher noch einiges von seiner Bestform entfernt. Er wird sicher noch ein bis zwei Wochen brauchen, aber für den ersten Einsatz bin ich zufrieden“, zog Proskuryakov nach dem Duell mit dem Meister dann doch noch ein positives Fazit.
Schweinfurt: Dirksen – Dunlop, J. Knaup, Koch, S. Knaup, Schäfer, Kleider – Nemirovsky, Funk, Filobok, Juhasz, Koskinen, Feuerfeil, Amrhein, Schrimpf, Eckmair, Dürr, Lang.
Tore: 1:0 (8.) Funk (Dunlop, Nemirovsky 5-4), 2:0 (22.) Koskinen (Feuerfeil, Juhasz), 2:1 (41.) Grimm (Witting, Bindl 5-3), 2:2 (46.) Hack. Tor für Schweinfurt im Penalty-Schießen: Juhasz. Strafzeiten: 12 + 10 Dirksen/12 + 10 Bindl. Hauptschiedsrichter: Schmidt (Bayreuth). Linesmen: Beigel (Nürnberg)/Voigt (Pegnitz). Zuschauer: 1700.
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