publiziert: 23.01.2012 18:00 Uhr
aktualisiert: 23.01.2012 18:09 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Eishockey: Bayernliga
Mighty Dogs: Ein Vorgeschmack auf die Play-offs

Schweinfurter nach Penalty-Sieg über Buchloe als Tabellenführer in Schlagerspiele zum Hauptrunden-Abschluss
  • (huGO-ID: 18394180) Eishockey / Foto Marion Wetterich / Bayernliga 11/12 / ERV Schweinfurt - ESV Buchloe / vorne Michele Amrhein, dahinter Stefan Schrimpf ERV Schweinfurt, rechts Andreas Widmann, Bodhan Kozacka, links Christian Warkus ESV Buchloe FOTO Wetterich
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Eishockey

Bayernliga

EA Schongau Mammuts – EC Pfaffenhofen 2:3  
TEV Miesbach – TSV Peißenberg 1:2  
ESV Königsbrunn – EV Lindau Islanders 4:2  
Wanderers Germering – ESC Dorfen 2:4  
ESV Buchloe – EHC Waldkraiburg 2:1  
EV Weiden Blue Devils – ERV Schweinfurt 0:7  
EHC Bayreuth – ERC Sonthofen Bulls 3:2 n.P.  
ESC Dorfen – ESV Königsbrunn 3:4 n.P.  
TSV Peißenberg – EHC Bayreuth 1:2 n.P.  
EHC Waldkraiburg – Wanderers Germering 7:4  
EV Lindau Islanders – EHC 80 Nürnberg 9:0  
EC Pfaffenhofen – TEV Miesbach 3:4 n.P.  
ERC Sonthofen Bulls – EV Weiden Blue Devils 3:4 n.P.  
ERV Schweinfurt Mighty Dogs – ESV Buchloe 2:1 n.P.  
ECDC Memmingen – EA Schongau Mammuts 6:3  

1. (2.) ERV Schweinfurt Mighty Dogs 28 133 : 56 68  
2. (1.) ERC Sonthofen Bulls 28 152 : 62 67  
3. (3.) EHC Bayreuth 27 124 : 71 63  
4. (4.) ECDC Memmingen 28 137 : 94 62  
5. (5.) EV Weiden Blue Devils 28 134 : 95 53  
6. (6.) TEV Miesbach 28 99 : 80 48  
7. (7.) TSV Peißenberg 28 104 : 104 44  
8. (8.) ESV Königsbrunn 26 103 : 114 41  
9. (10.) ESV Buchloe 28 103 : 118 36  
10. (9.) Wanderers Germering 28 99 : 118 36  
11. (11.) ESC Dorfen 27 100 : 103 34  
12. (12.) EHC Waldkraiburg 26 89 : 100 33  
13. (13.) EV Lindau Islanders 27 87 : 110 29  
14. (14.) EC Pfaffenhofen 27 90 : 148 25  
15. (15.) EHC 80 Nürnberg 28 72 : 163 13  
16. (16.) EA Schongau Mammuts 28 73 : 163 8  

ERV Schweinfurt – ESV Buchloe 2:1 n. P. (0:0, 1:1, 0:0)

„Das war heute ein echter Vorgeschmack auf die Play-offs“, befand nicht nur Mighty-Dogs-Trainer Viktor Proskuryakov nach dem hart errungenen Erfolg über den ESV Buchloe im Penalty-Schießen. Denn die Allgäuer, die mit einem Dreier im Icedome ihre theoretische Chance auf das Erreichen der Zwischenrunde wahren wollten, verlangten den Gastgebern alles ab.

„Beide Teams haben um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Man hat gesehen, dass beide Seiten unbedingt gewinnen wollten. Das Remis nach 60 Minuten war sicherlich gerecht“, befand der Russe und stand damit nicht alleine. Sein Gegenüber, Franz-Xaver Ibelherr ergänzte: „Auf beiden Seiten war sehr viel Ordnung und Disziplin vorhanden. Natürlich hätte Schweinfurt auch das ein oder andere Tore, gerade in Überzahl, erzielen können. Aber wir hatten auch vier, fünf gute Chancen bei Breaks, die wir leider schlecht zu Ende gespielt haben.“

Damit sind die 60 Minuten eines Spiels, das vor allem im Schlussdrittel eher von seiner Dramatik als von gefälligen Kombinationen lebte, recht gut beschrieben. Wobei einige Aspekte fehlen. Zum Beispiel, dass Benjamin Dirksen im Tor der Mighty Dogs eine herausragende Leistung ablieferte. Denn die von Ibelherr angesprochenen Breaks wurden meist erst vom phantastisch parierenden Goalie gestoppt, der nur in der 35. Minute das Nachsehen hatte, als Mark Dunlop einen Schuss von Buchloes Christopher Lerchner unhaltbar abfälschte. Eine Aktion, bei der auch für den Schweinfurter Verteidiger viel Pech dabei war, die aber in die Gesamtleistung der Nummer 21 im ERV-Dress passte.

„Ich wusste, dass es eng wird und haben mich daher für Benni entschieden.“

Dogs-Trainer Victor Proskuryakov zum Einsatz von Goalie Dirksen

Dunlop erwischte einen rabenschwarzen Tag und traf nicht nur im Aufbauspiel viele falsche Entscheidungen, die mehrere brenzlige Situationen herauf beschworen. Die wohl deutlichste, als er in der 16. Minute hinter dem eigenen Tor stehend einen Pass in die Mitte direkt in den Lauf eines Buchloer Stürmers spielte und Glück hatte, dass Dirksen erneut wachsam war.

Eine von zwei sehr guten Möglichkeiten der Gäste im ersten Drittel, dass ansonsten von den Mighty Dogs, die ein sehr hohes Tempo anschlugen, diktiert wurde. Nur die Tore fehlten eben. Im Mitteldrittel schien mit dem 1:0 durch Jens Feuerfeil (29.) der Bann dann endlich gebrochen, doch die Piraten aus Buchloe, die auch im zweiten Spielabschnitt sonst nur bei Kontern gefährlich blieben, bauten in Überzahl einmal richtig viel Druck auf und kamen dabei nicht unverdient zum Ausgleich. Im Schlussdrittel mussten beide Mannschaften dem hohen Tempo Tribut zollen, was sich in spielerischen Ungenauigkeiten ausdrückte. Der Wille allerdings, das Spiel für sich zu entscheiden, war beiden Seiten bis zur letzten Sekunde anzusehen.

So musste die Entscheidung im Penalty-Schießen fallen, das fast ein Spiegelbild der 60 Minuten darstellte. Eine sehr enge Entscheidung, bei der Dirksen den Unterschied machte. Denn während der ERV-Goalie alle drei Versuche der Gäste abwehrte, musste sich sein ebenfalls gute Kollege Florian Warkus Alex Funk geschlagen geben, parierte aber immerhin die Versuche von Mikhail Nemirovsky und Neuzugang Teemu Koskinen.

Letzterer lieferte bei seinem Heimdebüt nach Ansicht seines Trainers eine ordentliche Leistung ab: „Er hat sehr viel gearbeitet, ist viel gelaufen und die Reihe mit ihm, Feuerfeil und Marcel Juhasz hat das Tor gemacht. Ich bin zufrieden.“ Mehr als das galt für die Leistung von Dirksen, dem Proskuryakov den Vorzug vor Ole Swolensky gegeben hatte, obwohl er vor wenigen Wochen noch überlegt hatte, seiner Nummer zwei in diesem Spiel nochmals Praxis zu geben. „Ole hat auch wirklich gute Spiele gemacht, aber ich wusste, dass es heute eng wird und habe mich daher für Benni entschieden, der wieder bei seiner Bestform angelangt ist.“ Dirksen dankte es seinem Trainer mit einer tollen Leistung und legte damit den Grundstein für den Sieg und die Rückeroberung der Tabellenspitze von Sonthofen.

Diese Sonthofener wiederum kommt nach einem spielfreien Schweinfurter Wochenende am Freitag in einer Woche (3. Februar) zum absoluten Spitzenspiel in den Icedome, bevor sich zwei Tage später in Bayreuth gegen Sergej Waßmillers neuen Klub wohl entscheidet, ob die Mighty Dogs als Hauptrunden-Sieger in die Zwischenrunde gehen können.

Schweinfurt: Dirksen – Dunlop, J. Knaup, S. Knaup, Koch, Kleider, Schäfer – Nemirovsky, Funk, Filobok, Koskinen, Juhasz, Feuerfeil, Eckmair, Amrhein, Schrimpf, Lang, Geßner.

Tore: 1:0 (29.) Feuerfeil (Koskinen, Koch), 1:1 (35.) Lerchner (Weigant 5-4). Tor für Schweinfurt im Penalty-Schießen: Funk. Strafzeiten: 12 / 16. Hauptschiedsrichter: G. Bauer (Gebensbach). Linesmen: Schmid (Bad Tölz) / Bleier (Ingolstadt). Zuschauer: 1060.

Von unserem Mitarbeiter Timo Pohlmann
    
    

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