aktualisiert: 02.02.2012 17:51 Uhr
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Eishockey: Bayernliga
Mighty Dogs: Rang eins brächte Riesenvorteil
Schweinfurter kämpfen in den beiden Spitzenspielen für das erste Heimrecht im Halbfinale
Kurz vor Beginn der Aufstiegsrunde wird es in der Eishockey-Bayernliga am letzten Wochenende der Hauptrunde bereits richtig dramatisch. Die Schweinfurter Mighty Dogs treffen als Tabellenführer (68 Punkte) heute im heimischen Icedome (20 Uhr) zunächst auf Verfolger Sonthofen (67) und am Sonntag dann in Bayreuth auf den aktuellen Tabellendritten (66). Das Team von Viktor Proskuryakov erwartet also ein verbissener Kampf um Platz eins, der in diesem Jahr besonders wichtig ist, da er aufgrund einer Modus-Änderung ab Erreichen des Halbfinales zuerst Heimrecht garantieren würde.
„Das sind für uns zwei sehr gute Spiele, in denen wir vor Beginn der ganz heißen Phase noch mal sehen können, was vielleicht noch verbessert werden muss“, freut sich der Trainer auf die beiden Begegnungen. Klar ist aber auch, dass es keine Experimente geben wird. „Wir wollen sportlich Platz eins erreichen und werden dafür alles geben“, ist er überzeugt. „Die Mannschaft ist nach der Pause, die uns sehr gut getan hat, heiß auf Sonthofen. Schließlich haben wir nach der Niederlage dort auch etwas gut zu machen.“
Die Partie beim amtierenden Meister hat Proskuryakov mit seinem Team deshalb ebenso nochmals analysiert, wie die beiden letzten Partien. „Außerdem haben wir in den letzten Woche noch mal konditionell hart gearbeitet.“ Am vergangenen, spielfreien Wochenende hatten die Spieler dann einige Tage frei. um in dieser Woche ausgeruht noch mal im taktischen Bereich zu trainieren.
„Wir respektieren Sonthofen. Tagesform und ein wenig Glück werden entscheiden.“Mighty-Dogs-Trainer Viktor Proskuryakov
Mit von der Partie war auch Martin Dürr, der möglicherweise heute Abend wieder auf der Bank sitzen wird. „Es hängt davon ab, ob seine Schiene rechtzeitig kommt. Wenn es klappt, wird auch sicherlich etwas Eiszeit bekommen.“ Dann hätte der Coach endlich mal wieder wirklich alle Mann beisammen. Denn auch Marcel Juhasz, der mit Fieber einige Trainingseinheiten auslassen musste, ist wieder fit und auch Simon Knaup, der diese Woche beruflich in Österreich war, wird wohl rechtzeitig zurück sein.
Angesichts der Stärke des Gegners sicherlich keinen Tag zu früh. Denn mit Sonthofen kommt nicht nur der amtierende Meister, sondern auch die Tormaschine der aktuellen Runde an den Main. 153 Treffer erzielten die Allgäuer in den bislang 28 Spielen. Auch ein Verdienst von Kontingentspieler Ron Newhook, der aktuell mit 55 Punkten der beste Scorer der Bayernliga ist. „Wir respektieren Sonthofen. Sie haben sehr gute und erfahrene Spieler in ihren Reihen“, ist Proskuryakov für dem Duell mit den Bulls dennoch nicht nervös. Kein Wunder, schließlich stellt sein Team auch die beste Abwehr der Liga. „Daher werden sicherlich die Tagesform und ein wenig Glück entscheiden, wer als Sieger vom Eis geht.“ Seine Mannschaft müsse in jedem Fall sehr diszipliniert zu Werke gehen, fordert der Trainer, gerade mit Blick auf die zu vielen Strafzeiten, die den Schweinfurtern bei der Hinspiel-Niederlage das Genick gebrochen hatten. Die Fans erwartet ein rassiges Heimspiel und sie werden, wenn man den Vorverkauf zugrunde legt, für die beste Saison-Kulisse im Icedome sorgen.
Am Sonntag (18 Uhr) führt der Weg der Mighty Dogs dann möglicherweise zu einem weiteren Endspiel nach Bayreuth, abhängig vom Ergebnis am Freitag in Schweinfurt und dem Abschneiden der Oberfranken in Miesbach. Neben der Tabellensituation und dem Derby-Charakter dieser Partie wäre das Duell mit den Tigers dann gleich dreifach brisant. Denn in Bayreuth ist seit wenigen Wochen Ex-ERV-Spielertrainer Sergej Waßmiller in gleicher Funktion aktiv. Einige aktuelle Schweinfurter Spieler haben gemeinsam mit ihm sogar die Meisterschaft gewonnen. Von einer besonderen Vorfreude auf ein Wiedersehen will Proskuryakov bislang aber nichts bemerkt haben. „Wir konzentrieren uns voll auf das Spiel gegen Sonthofen. Vielleicht hat der ein oder andere das Bayreuth-Spiel zwar schon im Hinterkopf. Thema war das bei uns allerdings auch in der Kabine noch nicht.“
Besonders einige der jungen Spieler, die unter Waßmiller bei den Junioren gespielt hatten und teilweise für Einsätze in der ersten Mannschaft verschmäht wurden, dürften auf das Duell mit ihm besonders heiß sein.
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