aktualisiert: 23.10.2011 21:37 Uhr
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Fußball: Bayernliga
Mirza Mekic rettet FC 05 erneut einen Punkt
Abwehrspieler trifft wie in Rosenheim kurz vor Schluss zum 1:1-Ausgleich gegen Buchbach
Mekic, der Retter, die Zweite. Vor einer Woche traf der 23 Jahre alte Abwehrspieler in Rosenheim in der Nachspielzeit zum 1:1 für den FC 05 Schweinfurt, am Samstagnachmittag gelang ihm das gegen Buchbach in der 88. Minute. Ein Billardtor, bei dem der Ball im Strafraum der Buchbacher mehrfach hin und her lief, Mirza Mekic aus 16 Metern beherzt draufhielt und das Leder im linken unteren Eck einschlug. 1:1, immerhin, für die auf Rang 17 dahin vegetierenden Schweinfurter – die Erleichterung über den Punkt in letzter Minute sah man am Rudel-Jubel, zu dem FC-Trainer Udo Romeis nicht durfte, weil er kurz vorher wegen Meckerns auf die Tribüne gemusst hatte – eine reichlich übertriebene Maßnahme.
Das Tor in letzter Minute überdeckte gleichwohl nicht, dass es sich zum einen um ein unglaublich schwaches Bayernligaspiel handelte, in dem man auch nicht merkte, dass Buchbach als Sechster angereist war. Und zum anderen wurde wieder einmal überdeutlich, warum der FC 05 nach der schlechtesten Vorrunde in den vergangenen Jahren mit 13 Punkten aus 17 Spielen und nur zwei Siegen so weit den eigenen Ansprüchen hinterherhinkt. Es mangelt zwar nicht mehr an Kampfgeist, aber Spielaufbau und Laufbereitschaft sind nach wie vor ausbaufähig.
Das Spiel war beidseitig über weite Strecken von Stockfehlern geprägt. Buchbach schoss einmal in der ersten Hälfte aufs Tor – und der Ball war drin. Ralf Klingmanns Freistoß aus 35 Metern wurde zwar leicht abgefälscht, trotzdem musste Stephan Essig den Ball halten. Was der vor der Saison aus Bayreuth gekommene Keeper auch unumwunden zugab: „Diesen Ball muss ich halten, das Tor geht auf meine Kappe.“ Das ehrt den Torwart, der sein Team zuletzt des öfteren vor noch mehr Unheil bewahrt hatte. Allerdings sah auch Essig im weiteren Verlauf zunächst, dass der Gegentreffer die Schweinfurter beeindruckte, sie bis in die zweite Hälfte brauchten, um wieder ins Spiel zu finden. Zum Glück für die Heimelf hatten die auswärtsschwachen Buchbacher offenbar nicht wirklich vor, den Sack schnell zuzumachen. Bis auf zwei Konter nach der Pause brachten auch sie nichts Nennenswertes auf den grünen Rasen.
FC-Trainer Udo Romeis setzte logischerweise auf Offensive, was blieb ihm auch anderes übrig. Schon zur Pause ließ er den formschwachen Timo Pittter draußen, versetzte Simon Häcker in den Sturm. Später brachte er noch Cristian Dan und Fazdel Tahir, spielte zum Schluss mit drei Stürmern. Das sorgte zwar nicht für wirklich zwingende Chancen, bei denen man aufspringen und sich die Haare hätte raufen müssen – aber für eine optische Überlegenheit, die schlussendlich im verdienten Ausgleich mündete. Auch wenn das Match das Punktekonto des FC nicht zum Bersten brachte, so ließ es die Moral und den Glauben an sich selbst wieder ein Stück weit wachsen. „Wir sind eine Mannschaft, das ist schön, denn wir sind zusammengerückt“, befand Stephan Essig. Und auch Kapitän Benjamin Demel stellte das Positive in den Vordergrund: „Natürlich wird es Zeit, zu siegen, keine Frage. Aber wir haben gezeigt, dass wir nicht aufstecken und kämpfen.“
Notorische Optimisten würden jetzt einwenden, der FC sei ja immerhin seit zwei Spielen unbesiegt. Doch so weit wie Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter, der dem FC 05 eine „Riesenrückrunde“ prophezeite, „weil ihr hier Klassespieler habt“, sollte man erst dann gehen, wenn die späten Tore auch für Siege und nicht nur Unentschieden sorgen.
Überschattet wurde das Spiel vom unerwarteten Tod des stellvertretenden FC-Vorsitzenden Dieter Sczygiel am Freitag. Der Kaufmann aus Hausen war ein FCler aus ganzem Herzen und hatte sich seit Jahrzehnten für den Verein engagiert.
Die Statistik zum Spiel
Bayernliga FC 05 Schweinfurt – TSV Buchbach 1:1 (0:1)
Schweinfurt: Essig – Kröner (72. Dan), Demel, Mekic, Mache – Häcker, Kraus, Kneißl (61. Tahir) – Seufert – Pitter (45. Esen), Grundei.
Buchbach: Süßmann – Klingmann (46. Bernhardt), Schmalhofer, Hain, Gögl – Alschinger, Hertl, Neulinger, Neubauer – Petrovic, Hamberger (86. Roppert).
Schiedsrichter: Markus Hertlein (Dinkelsbühl). Zuschauer: 503. Tore: 0:1 Klingmann (20.), 1:1 Mekic (88.).
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