aktualisiert: 18.11.2011 17:36 Uhr
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Fußball: Bayernliga
Zeit für Unentschieden ist beim FC 05 vorbei
Defensiv-Entdeckung Lucas Grundei ist vom Derbysieg des FC 05 gegen Großbardorf überzeugt
Fussball
Bayernliga Samstag, 14 Uhr: FC 05 Schweinfurt – TSV Großbardorf
„Jetzt zeigen wir's ihnen, wir sind heiß“, sagt einer, der eigentlich kaum Derby-Emotionen in sich trägt: Lucas Grundei. Doch das Hinspiel-0:1 und das Pokal-Aus am Grünen Tisch gegen den TSV reichen dem 20-jährigen Mittelfranken, um dem Spiel des FC 05 Schweinfurt gegen Großbardorf durchaus etwas besonderes abzugewinnen. Bei vollem Optimismus wohlgemerkt: „Wir gewinnen das.“
Ob der Mittelfeldspieler und Teilzeit-Stürmer freilich in vorderster Linie dazu beitragen kann, ist unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, dass Grundei wie in Frohnlach rechts hinten aufläuft. „Da hat er sein mit Abstand bestes Spiel für Schweinfurt gemacht“, war Trainer Udo Romeis begeistert von seinen Flankenläufen. „Wenn man aus der Not eine Position für Jemanden findet, dann ist das die richtige für ihn.“ Der Neuzugang vom 1. FC Nürnberg nimmt's gelassen: „Ich spiele, wo mich der Trainer hinstellt und wo ich helfen kann.“
Ganz so cool bleibt Grundei freilich nicht, wenn er an seinen Ex-Klub zurück denkt. Bei der U 23 des „Club“ habe man ihm erst Probetrainings bei anderen Vereinen verwehrt und ihm dann viel zu spät mitgeteilt, dass man doch nicht mit ihm plane. Da war die Auswahl nicht mehr so groß – für den FC 05 war's ein Segen. Und so hat sich der aus dem Raum Erlangen stammende Grundei auf einen längeren Aufenthalt in Schweinfurt eingestellt. Er hat ein dreijähriges duales Studium begonnen, arbeitet neben seiner Ausbildung zum Fitness-Ökonom als Fitnesstrainer – und genauso lange will er bleiben, notfalls auch in der Bayernliga Nord. Mit der er sich nicht ernsthaft beschäftigt: „Wir haben ausreichend Potenzial. Wenn wir das beständig abrufen, machen wir die acht Punkte Rückstand noch wett.“
Seine Hoffnung genährt habe die starke zweite Hälfte in Frohnlach, als die 05er aus einem 0:2 noch ein 2:2 gemacht hatten. Warum die Nullfünfer meist nur eine gute Halbzeit zeigen, das freilich löst auch bei Grundei, 2008 deutscher U-18-Meister mit der Bayernauswahl, nur Schulterzucken aus. Wie beim Trainer: „Die einzige Erklärung sind die sechs fehlenden Stammspieler. Mit denen würde manch leichter Fehler ausbleiben.“ Sechs sind es trotz der Rückkehr von Daniel Mache, weil neben Cadiroglu, Droszcz, Demel, Slintchenko und Kraus noch Erkan Esen fehlt – er ist als Trauzeuge unabkömmlich und wird von Mache ersetzt. Als Alternative steht auch Hakan Aydin nicht zur Verfügung; er sah bei der U23 Rot. Romeis („wir brauchen den Dreier, die Zeit für Unentschieden ist vorbei“) ist sauer: „Wenn einer sich nicht auf die Chance, Erste zu spielen, konzentriert, weiß ich auch nicht.“
Und so füllen die A-Jugendlichen Constantin Brach und Felix Reich auf. Bei Großbardorf fehlt indes Björn Schönwiesner, er wurde am Knie operiert. Und der Einsatz von Bastian Götzfried ist eher unwahrscheinlich. Dagegen dürfte Pascal Stahl erstmals wieder auf der Bank Platz nehmen.
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