aktualisiert: 15.01.2012 20:17 Uhr
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Eishockey: Bayernliga
Zwei Siege: Tolles Wochenende für die Mighty Dogs
Hollweg trifft bei Abschied - Finne Koskinen der Nachfolger
EISHOCKEY
Bayernliga ERV Schweinfurt – ESV Königsbrunn 7:2 (1:0, 1:2, 5:0)
Nach dem Erfolg gegen Königsbrunn ließen die Schweinfurter Verantwortlichen die Katze aus dem Sack. Der Finne Teemu Koskinen ist der neue Kontingentspieler, der den ERV für den Rest der Saison verstärken wird. Der 26-jährige wechselt von den Kongsvinger Knights aus der zweiten norwegischen Liga an den Main. „Er ist ein sehr guter Skater, der auch sehr mannschaftsdienlich spielt und nicht den Alleinunterhalter gibt“, beschreibt ERV-Manager Steffen Reiser den Neuen, der mehrere Spiele für verschiedene finnische Junioren-Mannschaften gemacht hat.
„Er ist technisch sehr gut, sonst hätte keine Einladung dafür bekommen“, ergänzt Trainer Viktor Proskuryakov die Eigenschaften des Mannes, der ab dem kommenden Wochenende die Nummer 9 bei den Mighty Dogs tragen wird. Am Montag soll Koskinen, der in den letzten Wochen nicht voll trainiert hat, bereits mit den Junioren aufs Eis gehen. „Er ist heiß sich bei uns auf dem deutschen Markt zu präsentieren“, ist Reiser zuversichtlich, mit dem Mittelstürmer, der auch bei einem deutschen Zweitligisten im Gespräch gewesen sei, einen guten Griff getan zu haben.
Vor der Präsentation des neuen Mannes stand allerdings noch der Abschied von Bryce Hollweg gegen Königsbrunn auf dem Programm. Der US-Soldat, der für sechs Monate nach Afghanistan abkommandiert wurde, lieferte zum Abschied in der insgesamt starken zweiten Reihe eine starke Vorstellung ab und krönte seine Leistung mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 3:2, der Schweinfurt letztlich auf die Siegerstraße brachte. Zuvor hatten die Mighty Dogs die Partie dominiert, aber viel zu viele Chancen liegen gelassen. So egalisierten die Gäste in der 30. Minute in Überzahl die 1:0-Führung durch Marcel Juhasz, der am Vorabend seines 29. Geburtstags stark aufspielte und als insgesamt dreifacher Torschütze glänzte. Stefan Schrimpf hatte sich zuvor provozieren lassen und so die Schweinfurter Unterzahl verschuldet. Auch die erneute Führung brachte im schwächeren Schweinfurter Mitteldrittel keine Sicherheit und so konnten die Königsbrunner bei einer ihrer wenigen Chancen ausgleichen. „Wir haben in der Pause besprochen, dass wir etwas defensiver und cleverer agieren müssen“, so Proskuryakov, dessen Team die Marschroute im Schlussabschnitt sehr gut umsetzte. Beflügelt durch Hollwegs Treffer nach einem beherzten Solo, legten die Schweinfurter schließlich ihre Ladehemmungen ab und schossen einen auch in der Höhe verdienten Erfolg heraus.
Nach dem Sieg und der Präsentation des neuen Spielers hatte der Trainer dann noch eine gute Nachricht im Gepäck: „Martin Dürr wird in dieser Woche wieder mit dem Eistraining beginnen und uns vermutlich Mitte Februar wieder zur Verfügung stehen.“ Ein Sonderlob des Coaches gab es dann noch für Beppi Eckmair, der nach seiner Verletzungspause erstmals wieder auf dem Eis stand: „Er hat die dritte Reihe geführt und sehr clever gespielt. Auch wenn ihm natürlich noch etwas fehlt, hat er einen guten Job gemacht.
Schweinfurt: Dirksen – Dunlop, J. Knaup, Koch, S. Knaup, Schäfer, Kleider – Nemirovsky, Funk, Filobok, Amrhein, Juhasz, Hollweg, Feuerfeil, Eckmair, Ludwig, Lang.
Tore: 1:0 (15.) Juhasz (Nemirovsky, Koch), 1:1 (30.) Polaczek (Zimmermann 5-4), 2:1 (32.) Juhasz (Hollweg, Feuerfeil 5-4), 2:2 (38.) Krafczyk (Harnesk), 3:2 (43.) Hollweg (Feuerfeil, Koch), 4:2 (48.) Juhasz (Nemirovsky, Amrhein), 5:2 (49.) Feuerfeil (S. Knaup), 6:2 (57.) Amrhein (Funk, Nemirovsky), 7:2 (60.) Funk (Amrhein, Nemirovsky). Strafzeiten: 6 / 10. Hauptschiedsrichter: Gasda (Forst). Linesmen: Borsutzky / Hibler (beide Rießersee). Zuschauer: 950.
Sonntag: 6:4-Sieg in Germering
Drei Punkte auch am Sonntag: Mit 6:4 (1:1, 0:1, 5:2) behielten die Mighty Dogs nach einem umkämpften Spiel bei den Wanderers Germering die Oberhand und liegen nun nur noch zwei Zähler hinter dem in Buchloe mit 4:5 unterlegenen Tabellenführer Sonthofen. Die Wende gelang zu Beginn des letzten Drittels mit drei Toren binnen einer Minute. Ein Empy-Net-Goal in der 60. Minute brachte den sechsten Treffer für die Schweinfurter.
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