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aktualisiert: 21.06.2009 21:42 Uhr

Radsport

Mainfranken-Tour: Winzigkeit gibt Ausschlag

Sebastian May gewinnt mit einer Sekunde Vorsprung vor Sebastian Hans


Die Winzigkeit von einer Sekunde hat die 58. Mainfranken-Tour entschieden. Erst beim dramatischen Zielsprint der Schluss-Etappe von Werneck nach Hofheim holte sich Sebastian May vom Thüringer Energie-Team Tages- und Gesamtsieg des auf zwei Etappen geschrumpften Radrennens für U-23-Fahrer.

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Der Zweitplatzierte Sebastian Hans (Mapei-Heizomat) hatte tags zuvor in Stadtlauringen triumphiert – witzigerweise vor May. Zunächst schienen May und Hans im Gesamt-Klassement in 6:51:36 Stunden sogar absolut zeitgleich gewesen zu sein. Auch dann freilich hätte May als Gewinner der Schluss-Etappe den Vorteil auf seiner Seite gehabt. Eine Zeitkorrektur der Jury machte die ganze Angelegenheit wenigstens ein bisschen klarer.

„Mein größter Erfolg bisher“, jubelte May, „mein Team hat aber auch gut gearbeitet“. Dem Zweitplatzierten Hans, immerhin Führender der U-23-Bundesliga, blieb nur die Erkenntnis: „Wir haben aus einem verdammt harten Rennen zwar das Beste gemacht, aber am Ende haben zwei Sekunden gefehlt. Ich werde mich drei, vier Tage lang richtig ärgern.“

Bei der ersten Etappe der traditionellen U-23-Rundfahrt über 146 km von Schweinfurt nach Stadtlauringen war Hans gerade mal zwei Handbreiten vor May über den Zielstrich geschossen. „Ich habe schon gedacht: Jetzt hast du zu früh gejubelt“, war er sich zwei Meter vor der Ziellinie fast zu siegessicher. Hans hatte sich am Schluss aus einer 17-köpfigen Spitzengruppe gelöst.

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Mainfrankentour
Hofheim 21.Juni 2008

Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag am ersten Tag bei 43,6 km/h, am zweiten in der ersten Stunde sogar bei 46 – da wurde sogar die Marschtabelle blass. Wie übrigens auch die Veranstalter gegen Ende der zweiten Etappe, als der Führende Christopher Brand (Veloclub Ratisbona Regensburg), der schon fast eine Minute Vorsprung aufs Hauptfeld hatte, plötzlich nicht mehr gesichtet wurde. Streckensprecher Dirk Lunk kündigte Brand gerade als König der Ausreißer an, als stattdessen der Holländer Sjörd Kouwenhoven (Van Vliet Advocaten) bei der ersten Zieldurchfahrt am Hofheimer Marktplatz übers Kopfsteinpflaster donnerte und allgemeines Erstaunen unter den 500 Zuschauern auslöste.

Brand hatte sich nicht etwa verfahren oder einen Defekt eingehandelt, er war schlicht kurz vor Hofheim fehlgeleitet worden. Von wem, war in der allgemeinen Hektik nicht mehr auszumachen. Hans-Jürgen Leipold, sportlicher Leiter von Ratisbona, tobte zwar im Zielwagen, musste sich aber letztlich mit Platz 74 für Brand abfinden (gesamt 68). Da auch Kouwenhoven auf der Zielrunde wieder vom Hauptfeld geschluckt wurde, ging die Taktik des Thüringer Energie-Teams, May nach vorne zu hieven, noch auf – wenn auch knapp.

Fast hätte ein Sturz 200 m vor dem Ziel weiteren Flurschaden verursacht. David Wöhrer (Radland Tirol) war gerade dabei, sich im Massensprint eine gute Ausgangsposition zu verschaffen, als er auf der linken Straßenseite zugefahren wurde und sein Vorderrad plötzlich quer stand. Nicht nur Wöhrer geriet dadurch ins Purzeln, auch weitere Fahrer wurden unsanft auf den Boden geholt – schlimmere Blessuren blieben aber aus.

Bester Unterfranke im Feld war Bastian Bürgel aus Billingshausen. „BBB“ landete nach den Etappenplätzen sieben und zehn auf einem stolzen fünften Rang in der Gesamtwertung mit nur 17 Sekunden Rückstand auf Thüringer-Energie-Kollege May. Darüber hinaus gewann er die Nachwuchs-Wertung. Maximilian Hornung (Werneck/Mangertseder-Bachmeier) wurde 31., Stephan Amend (Weyer/RRC Mannheim) 33., Rainer Rettner (Ettleben/Team Bergstraße) 39. und Fabian Holzmeier (Werneck/Mangertseder-Bachmeier) 64.


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