aktualisiert: 08.02.2012 10:44 Uhr
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21. bis 27. Januar 2012
Experiment mit zwei Halben
MONTAG
Obwohl es sich bei der Deutschen Jugendkraft (DJK) um den katholischen Sportverband handelt, kann es auch in den Reihen der 1920 in Würzburg gegründeten Vereinigung Ungläubige geben. Zumindest dann, wenn man das Parkett des christlichen Glaubens verlässt und sich dem Sport zuwendet.
Die Handballer der DJK Waldbüttelbrunn – Tabellenzweiter der Landesliga – beispielsweise waren gerade auf dem Rückweg von ihrem erfolgreich absolvierten Spitzenspiel bei Verfolger HSG Lauf/Heroldsberg, als ihnen über Handy der Heimsieg des TV Etwashausen gegen Spitzenreiter Landshut mitgeteilt wurde. Den Waldbüttelbrunnern ging es im Bus wohl ähnlich wie den Zuschauern zuvor auf der Tribüne im Kitzinger Sickergrund. Ungläubiges Staunen und Kopfschütteln machten die Runde. „Wir haben anschließend gleich ein Bier auf die Etwashäuser getrunken“, erzählt DJK-Sportvorsitzender Winfried Körner.
Davon haben die Kitzinger allerdings nichts. Vom Sieg selbst dagegen schon: Zum einen das Wissen, in der Liga manchmal doch – selbst gegen Spitzenmannschaften – mithalten zu können, und zum anderen zwei Punkte, die Auftrieb im aussichtslos erscheinenden Kampf um den Klassenerhalt geben sollten.
DONNERSTAG
In der vorherigen Ausgabe des Sport-Tagebuchs wurde Bayern Kitzingen schon für seine Weitsichtigkeit gelobt, indem der Bezirksoberligist mit der Verpflichtung von Thorsten Götzelmann als Spieler auch bereits die Weichen für die Trainer-Nachfolge von Thomas Latteier gestellt habe. Und siehe da: Zumindest zu 50 Prozent lagen wir richtig. Die verbleibenden 50 – Wolfgang Schneider als gleichberechtigter Tandemfahrer – sind allerdings ein Hammer und könnten nur durch eines getoppt werden: Thomas Latteier übernimmt den SSV Kitzingen.
Genau das wird aber nicht passieren. Weil er sich nicht übernehmen will und in Scheinfeld – zusammen mit seiner Frau – einen neuen Lebensmittelmarkt übernimmt, bleibt Latteier einfach keine Zeit, um weiterhin auch noch als Trainer tätig zu sein.
FREITAG
Zwei gute Halbe ergeben zusammen ein Ganzes. Diese Rechnung geht in jedem Fall auf. Ob's auch etwas ganz Gutes wird zwischen Wolfgang Schneider und Thorsten Götzelmann, wird erst die Zukunft bei Bayern Kitzingen zeigen. Es gibt Beispiele für Gelingen und Misslingen solcher Zusammenarbeit. In Sulzfeld ging das Experiment mit Björn Auer und Tobias Jäger schief. Beim neu gegründeten FC Ochsenfurt scheint es zwischen Hans Mahlmeister und Mario Rothemel dagegen zu funktionieren.

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