aktualisiert: 06.04.2012 14:07 Uhr
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24. bis 30. März
Lieber Club statt Frickenhausen
MONTAG
Solche Geschichten schreibt nur der Sport. Ochsenfurts Bezirksliga-Basketballerinnen sind in dieser Saison nicht gerade durch sportliche Höchstleistungen aufgefallen. Der vorletzte Tabellenplatz mag als Beleg dafür gelten. Was sich wie ein roter Faden durch die Saison zog, waren Aufstellungsprobleme. So auch vor dem letzten Saisonspiel bei Tabellenführer Erlenbach, dessen Meisterstück eigentlich nur noch eine Formsache zu sein schien.
Studentinnen auf Exkursion, Skifahren, Frankreich-Austausch, Nebenjob, kein Bock auf Basketball – Ochsenfurts Trainerin Gaby Ilg kann eine ganze Litanei von Gründen aufzählen, warum sie auch vor dem Spiel in Erlenbach Probleme hatte, eine komplette Mannschaft auf die Beine zu bringen. Absagen wollte sie nicht, weil sie die hohe Geldstrafe durch den Verband schreckte.
Nach 20 Anrufen und unzähligen SMS-Nachrichten, um doch noch eine fünfte Mitspielerin zu finden, erklärte sich schließlich Lisa Kleemann, eigentlich bei der U17 im Einsatz, bereit, mitzuspielen. Und auch die Trainerin selbst, Jahrgang 1959, stellte sich nach Bitten ihrer Schützlinge als Auswechselspielerin zur Verfügung. Nur gut, dass sie sich wenige Tage vorher beim Einkauf anstelle der geplanten Laufschuhe für Basketball-Stiefel entschieden hat.
Das Ergebnis des Spiels ist bekannt. Ochsenfurt gewann sensationell und machte dadurch Münsterschwarzachs Frauen zum Meister. Die bedankten sich telefonisch oder über Facebook bei ihrer ehemaligen Mitspielerin Lea Ilg, die übrigens – trotz des schlechten Tabellenstandes ihrer Mannschaft – Werferin der Liga wurde.
DIENSTAG
Es ist ja nicht so, dass die Landesliga eine Feld-, Wald- und Wiesen-Spielklasse wäre. Das gilt quer durch alle Sportarten. In unserem speziellen Fall ist aber von der im Frauenfußball die Rede. Da kommt es trotzdem vor, dass Spielerinnen des TSV Frickenhausen beim Spitzenspiel gegen den ETSV Würzburg II fehlen, weil sie stattdessen lieber der Niederlage des 1. FC Nürnberg beim Bundesligaspiel in Stuttgart beiwohnen. Und was macht der engagierte Trainer Maurizio Orofino. Einmal schlucken, zweimal schlucken – und den Glauben an den Ehrgeiz seiner Schützlinge langsam verlieren?
MITTWOCH
Ein unter dem Strich positives erstes Jahr als Trainer des Handball-Bezirksoberligisten TV Marktsteft hat Andreas Vielweber hinter sich. Nach gewissen Problemen hat sich die Mannschaft gefunden und im Vorderfeld der Liga mitgespielt, auch wenn der Sprung ganz nach vorne nicht gelang. Immer wieder gab es Rückschritte. Dazu kann man auch die 18:33-Schlappe vom vergangenen Spieltag bei Rimpar II zählen. Solche Auftritte sind es, die dem ehrgeizigen Trainer nicht gefallen können. Und ihn vielleicht in die Arme von anderen Vereinen treiben? „Ich bleibe in Marktsteft“, erklärt Vielweber. Damit erteilte er auch dem Werben des Vielleicht-Bald-Landesligisten TV Gerolzhofen eine Absage, der – bei der Suche nach einem Nachfolger von Bernhard Krapf – auch Stefts Trainer auf dem Zettel hatte.
FREITAG
Ein er(n)stes Gespräch über die Zukunft der Etwashäuser Tischtennis-Bayernligamannschaft hat stattgefunden. „Wir haben uns mit den Spielern unterhalten und werden sehen, ob wir deren Wünsche erfüllen können“, verrät Bernhard Günzel. Um die Bezahlung soll es dabei aber nicht in erster Linie gehen. Spieler Peter Herbst wurde etwas deutlicher. Er, Dietmar Weger und Alexander Burkard hätten Angebote von anderen Vereinen. Was in manchen Ohren vielleicht wie Erpressung klingt, versteht Günzel nicht so. „Die Spieler haben ihre Vorstellungen, wir unsere. Jetzt muss man einmal schauen, ob beide zusammenzubringen sind.“

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