aktualisiert: 20.12.2011 10:13 Uhr
Text
Text
3. bis 9. Dezember 2011
Mahlers Weg nach Mendocino
DIENSTAG
Hand aufs Herz: Würden Sie in finsterer Nacht einen mit Spielerpässen und Thermoskanne bepackten und am Straßenrand stehenden Mann in Ihrem Auto mitnehmen? Ich ahne Ihre Antwort: „Wenn ich ihn kenne, ja!“
Handball-Trainer Peter „Pius“ Mahler kennen viele, auch in Marktsteft, wo er am Samstag mit seinen Frauen der HSG Volkach ein Spiel zu bestreiten hatte. Auf jeden Fall hat er, während sich seine Spielerinnen geduscht und für den weiteren Abend in Form gebracht haben, das Männerspiel der Marktstefter Zweiten gegen Giebelstadt II angeschaut.
Die Volkacher Spielerinnen brachen nach ihrer Aufhübschung in Richtung Heimat auf. Jeder verließ sich darauf, dass Mahler im jeweils anderen Auto saß. Der saß aber nach wie vor wartend in der Halle. In der Halbzeit des Männer-Spiels machte er sich auf den Weg zu den beiden Fahrzeugen. Doch die waren weg. Also versuchte Peter Mahler zu später Stunde sein Glück als Tramper auf der Staatsstraße 2271. Mit mäßigem Erfolg allerdings. Weder kam Michael Holm vorbei, der ja bekanntlich auf der Straße nach San Fernando für an der Straße stehende Mädchen anhält, die nach Mendocino wollen, noch erbarmte sich ein anderer Autofahrer.
Weil Mahler – trotz Weihnachtszeit – auf eine Herbergsuche in Marktsteft verzichten wollte und ihm der Fußmarsch nach Volkach zu weit und gefährlich erschien, ließ er sich von seiner Frau abholen. Die erreichte der Volkacher übrigens mit dem Handy eines Zuschauers, weil er als notorischer Verweiger des mobilen Telefons gilt. „Ich muss nicht immer erreichbar sein“, begründet er seine durchaus nachvollziehbare Zurückhaltung in dieser Hinsicht, was ihm seine Schützlinge auch zum Vorwurf gemacht haben. Das sei der Grund gewesen, warum sie ihn vergessen hätten.
Das Spiel, das seine Mannschaft mit 16:17 verloren hatte, fand Mahler „absolut geil. Es hat Spaß gemacht!“, ließ er – trotz der Niederlage – nach dem Schlusspfiff unseren Reporter wissen. Ob er die folgenden Stunden ähnlich euphorisch kommentieren würde, ist uns zwar nicht bekannt, mit großer Wahrscheinlichkeit allerdings zu bezweifeln.
MITTWOCH
Aus der angekündigten Verlegung des Etwashäuser Tischtennisspiels in Nürnberg wird nichts. Die Mittelfranken wollten einen neuen Termin, weil sich einer ihrer Spieler für eine Meisterschaft qualifiziert habe. Wie TVE-Recherchen ergaben, soll der Akteur seine dortige Teilnahme aber schon länger abgesagt haben. Also findet das Spiel statt.
FREITAG
Selbst wenn der Fußballverband und deshalb auch selbstverständlich seine Spielgruppenleiter – nach eigenem Bekunden – immer für die Vereine da sind, herrscht geteilte Freude über die zwar immer noch nicht winterliche, aber doch zusehends schlechter werdende Witterung. Ihr fielen zwei für Sonntag angesetzte Spiele zum Opfer. In der Kreisliga dürfen Bütthards Kicker demnach doch nicht mehr in diesem Jahr gegen den SSV Kitzingen antreten, obwohl sie es gerne würden. Nach neun Punkten aus den letzten drei Spielen ein durchaus verständlicher Wunsch.
Die Kleinochsenfurter dagegen sind froh, dass sie ihr erst vor einer Woche ausgefallenes Spiel in der A-Klasse 3 gegen Gaubüttelbrunn nicht mehr austragen müssen. „Da hätte man spielen können“, ist sich Kreisspielleiter Bernd Reitstetter rückblickend sicher, was seinen Kollegen Michael Köhler möglicherweise dazu veranlasst hatte, die Partie noch in diesem Jahr neu anzusetzen. Gleichsam als Strafe, denn: Verarschen lässt sich keiner gerne, auch kein Spielgruppenleiter. Neuer Termin ist nun der 26. Februar, wenn das Wetter mitspielt. Daran sollte man – beim bisherigen Saisonverlauf – nicht zweifeln.

Wetter

