aktualisiert: 13.02.2012 15:03 Uhr
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28. Januar bis 3. Februar 2012
Wachgeküsste Handballer
SONNTAG
Rödelsees Handball-Reserve findet den Durchschlag des Spielberichtsbogens in Gerolzhofen nicht mehr. Wo sollen wir jetzt die Torschützen für den Bericht am Montag herbekommen? Gerolzhofens Abteilungsleiterin Christiane Krapf weiß Rat und eine Telefonnummer. Obwohl das Gespräch nur kurz ist, bleibt die herzerfrischend positive Art der Gerolzhöferin hängen. Die richtige Frau zur rechten Zeit am richtigen Platz? Kein Wunder, dass die Handballer des Turnvereins nach ihrem Landesliga-Abstieg wieder so gut dastehen.
Das war vor einem guten Vierteljahr noch ganz anders. „Aufsteigen? – Um Gottes Willen. Bloß nicht. Sonst könnte man ja wieder genauso weit sein wie vor einem Jahr.“ So oder so ähnlich hat es geklungen, als man vor dem Start der Handball-Bezirksoberliga-Saison im September beim TV Gerolzhofen nach dem Saisonziel gefragt hat. Mittlerweile, gut vier Monate und 15 Spiele später, führen die Gerolzhöfer die Tabelle einen Zähler vor dem MHV Schweinfurt an und müssen sich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass die Rückkehr in die Landesliga durchaus drohen könnte.
Und das, obwohl die Saison unter denkbar ungünstigen Voraussetzungen begann. Abgestiegen, kein Abteilungsleiter, kein Trainer, keine Perspektive. Doch wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Diesmal in der Gestalt von Christiane Krapf, Jahrgang 1968, die den verwaisten Abteilungsleiterposten übernahm, und von Bernhard Krapf – weder verwandt noch verschwägert –, der für eine Saison den Trainer gibt.
Nach Bekanntgabe der Telefonnummer fordert die Abteilungsleiterin zum Saisonende schmunzelnd einen großen Bericht, wenn die Handballer Meister sind. „Aber sie wollten vor Wochen doch gar nicht aufsteigen“, gebe ich zu bedenken. „Ich wollte auch keine Handball-Abteilungsleiterin werden!“ Schlagfertig ist sie also auch noch . . .
MITTWOCH
Mangels Beteiligung wurde die für Januar geplante Radsportveranstaltung „Ride, der Eisbär“ abgesagt. Dass man zu dieser Jahreszeit nicht unbedingt Lust aufs Radfahren hat, ist verständlich. Kälte, Nässe und Glätte lassen für viele das Vergnügen eher gering erscheinen. Und ungefährlich ist es auch nicht gerade, wie Etwashausens Tischtennisspieler Alexander Burkard zu berichten weiß. Der gebürtige Haßfurter in Diensten des Bayernliga-Aufsteigers fiel zum Rückrundenauftakt am Wochenende aus, weil er auf nasser Fahrplan unglücklich gestürzt war und sich das Nasenbein gebrochen hat. Am Wochenende wird der 25-Jährige aber wieder an der Platte stehen.
FREITAG
Hallenfußball ist bei den einen Trainern beliebt, bei den anderen ob der Verletzungsgefahr aber auch gefürchtet. Einer, der (bisher) sehr gerne in der Halle spielte, ist Dieter Schreiber, der Spielertrainer des A-Klassisten SV Kleinochsenfurt. Die Einschränkung erfolgt deshalb, weil er – nach Aussage des Arztes – ein halbes Jahr ausfällt. „Ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch einmal spiele“, verrät der 38-Jährige seine aktuellen Gedanken. Kein Wunder, denn bei der Landkreismeisterschaft der Alten Herren am vergangenen Samstag in Veitshöchheim zog sich der Zweiradmechaniker einen Schien- und Wadenbeinbruch zu. „Das war keine typische Hallenverletzung. Sie hätte auch im Freien passieren können“, erklärt er und gibt seinem Höchberger Gegner keine Schuld. Ein Pressschlag führte zum doppelten Bruch einen Zentimeter unterhalb der Schienbein-Schoner. „Ich habe einfach Pech gehabt“, glaubt Schreiber, der die Lust am Hallenfußball dennoch nicht verloren hat.
Bei den Qualifikationsturnieren seiner ersten Mannschaft hatte er seine Schützlinge noch ausdrücklich gewarnt. „Macht langsam!“ – Er muss es jetzt zwangsläufig.

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