publiziert: 10.08.2012 21:38 Uhr
aktualisiert: 10.08.2012 23:16 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text SCHWEINFURT
Ein positiver Härtetest für den 1. FC Nürnberg

Der Club verliert in Schweinfurt mit 0:1 gegen Real Betis Sevilla, Trainer Dieter Hecking ist aber trotzdem zufrieden
  • Foto: Marion Wetterich
    Mit Köpfchen: Marcos Antonio (rechts), brasilianischer Neuzugang des 1. FC Nürnberg vom rumänischen Klub Rapid Bukarest, lässt hier beim Testspiel in Schweinfurt Francisco Torres von Betis Sevilla keine Chance, an den Ball zu kommen.
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Fußball-Testspiele haben einen schlechten Ruf. Kritiker halten sie für Zeitverschwendung mit wenig Erkenntnisgewinn. Ein Trugschluss, wie das Spiel zwischen dem Bundesligisten 1. FC Nürnberg und dem spanischen Erstligisten Real Betis Sevilla vor offiziell 2950 Zuschauern in Schweinfurt zeigte, das Sevilla mit 1:0 (1:0) gewann.

Erkenntnis Nummer eins: die Sache mit dem Namen. Die stolzen Spanier heißen nämlich ganz anders als immer kolportiert. Es handelt sich um Real Betis Balompié aus Sevilla und nicht um Real Betis und auch nicht um Real Betis Sevilla. Betis ist der alte römische Name für den Fluss, der durch Sevilla fließt, und Balompié bedeutet einfach nur Fußball. Fränkisch frei übersetzt könnte man also meinen, der Club habe gegen einen Verein namens königlicher Fluss-Fußball gekickt.

Königlicher Fußball-Fluss war es nicht ganz, was Andalusier und Franken boten. Trotzdem war es unterhaltsame Fußballkost an einem lauen Abend, vor allem weil der Club nach der Pause das Tempo anzog. „Es war alles da, was in der Bundesliga gefordert ist, ein sehr positives Spiel mit leider dem falschen Ergebnis“, befand Club-Trainer Dieter Hecking. Schließlich müssen die Mannen von Trainer Dieter Hecking am 19. August schon in der ersten Runde im DFB-Pokalwettbewerb nach Havelse.

„Es war alles da, was in der Bundesliga gefordert ist, ein sehr positives Spiel mit leider dem falschen Ergebnis.“

Nürnbergs Trainer Dieter Hecking nach dem 0:1 gegen Sevilla

Das führt zu Erkenntnis Nummer zwei: die mögliche Startelf für den Bundesliga-Start. Kapitän Raphael Schäfer fehlte wegen einer Schulterverletzung, kehrt aber nächste Woche zurück, Saisonstart nicht gefährdet. Seine Vertreter Patrick Rakovsky und Alexander Stephan wussten zu gefallen.

Eher keine Empfehlung für die Startelf hat Timm Klose in Schweinfurt abgeliefert. Der Innenverteidiger war neben Neuzugang Marcos Antonio ein wenig unsicher, ließ sich beim 0:1 durch den wuseligen Jonathan Rodriguez austanzen, der Jorge Molina glänzend auflegte (25.). Deutlich stabiler wirkte die Innenverteidigung nach der Pause mit Per Nilsson und Marcos Antonio. Aber: „Das Rennen ist offen“, wie Hecking betonte, der defensiv wie offensiv genügend Auswahl hat, „das ist sehr schön, dass wir so viele Alternativen haben“.

Erkenntnis Nummer drei: Der Blick auf die Offensive, dürfte Club-Coach Dieter Hecking noch mehr gefallen haben. Der aus Wolfsburg ausgeliehene Sebastian Polter als einzige Spitze zeigte sich in Schweinfurt zwar als Chancentod – in der 62. vergab er völlig frei nach einem Alleingang den längst fälligen Ausgleich –, hält aber die Bälle gut. Und beim Erspielen der Chancen zeigten die Cluberer erfreuliche Ansätze, wie in der 65. Minute bei Tomas Pekharts Kopfball nach Polter-Flanke oder in der 76. Minute, als Alexander Esswein aus acht Metern am guten spanischen Keeper Fabricio Ramirez scheiterte. Außerdem ist Robert Mak bald wieder fit und der vielversprechende Neuzugang Hiroshi Kiyotake kehrt Anfang der Woche von den Olympischen Spielen zurück, wo er für Japan auflief.

Die erste Niederlage im zehnten Saison-Vorbereitungsspiel konnte Hecking deshalb nur allzu leicht verschmerzen.

Aus dem Willy-Sachs-Stadion berichtet Oliver Schikora
    
    

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Die neuesten Kommentare

adriano (152 Kommentare) am 11.08.2012 09:28

Lob

an XXL Sort vermarkter Marketin Andreas Lampert,Die Region zeigt mit knapp 3ooo Sehern,das es was anderes ist alls nur Bayernliga Fußball.mann sah 2 Teams die Profis sind.
Neben den vielen Clubfans mit Trikots,standen neb mir eine kleine Gruppe von Betis.,einer mit Lederhose,Mein Anfage Holla antwortete er mir ,er sie Deutsch Spanier und komme mit der Clice aus Nürnberg,Leider gab es keine Nürnberger Bratwürschten,Herr Lampert
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