aktualisiert: 22.05.2011 19:22 Uhr
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Einwurf: Nebel-Taktik in Königsblau
Es wäre doch so einfach gewesen: Auf sämtliche Fragen zum Thema „Möglicher Wechsel von Nationaltorhüter Manuel Neuer zum FC Bayern München“ hätten die Schalker Spieler und Verantwortlichen nach dem souveränen Pokalgewinn im Berliner Olympiastadion sagen können: „Ja, er geht.“ oder „Heute wird gefeiert, alles andere interessiert uns nicht. Am Dienstag können Sie uns zu diesem Thema wieder fragen, dann gibt's eine klare Antwort.“ Aus, Ende.
So aber ergingen sich alle Befragten des Revierklubs in kryptischen Antworten. Hier zwei Beispiele: „Ich bin strikt dagegen, dass Manuel geht.“ (Aufsichtsrats-Vorsitzender Clemens Tönnies). Kann er ja gerne sein, aber ändert das wirklich etwas am bevorstehenden Wechsel? „Ich bin kein Verantwortlicher, ich bin Spieler, und von daher gilt es, auf das zu hören, was die Verantwortlichen sagen.“ (Manuel Neuer). Was heißt denn das nun wieder?
Mit einer solchen Nebel-Taktik bewirkt man nur, dass andere – nicht direkt Beteiligte – vorpreschen und einem das Heft des Handelns aus der Hand nehmen. „Es ist schön, dass sich Manuel Neuer mit dem Pokal von Schalke verabschiedet“, bemerkte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff. Freut uns auch, aber wir hätten's gern von Königsblau gehört.

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