aktualisiert: 06.06.2011 13:50 Uhr
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Fair ist mehr
Glückwünsche ans andere Ende der Welt
„Fair ist mehr“-Sieger Benjamin Kleinschnitz
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Grüße vom anderen Ende der Welt: „Fair ist mehr“-Preisträger Benjamin Kleinschnitz freut sich in Neuseeland über die Auszeichnung.Foto: Kleinschnitz -
Die „Fair ist mehr“-Jury: (von links) Anton Sahlender (Stellvertreter des Chefredakteurs), Christof Hille (Fußball-Bezirksspielleiter), Rudolf Grein (Ehrenpräsident BLSV-Bezirk), Eike Lenz, Günther Schwärzer (beide Sportredaktion), Christa Öchsner (Frauenvertreterin BLSV-Bezirk), Hans Strauß (Sportredaktion), Renate Keller (Vertreterin von Vorjahressieger SV Greußen-heim, Tennismädchen), Jürgen Höpfl (Sportredaktion), Christof Grütz (Marketingleiter), Ute Braun (Vorsitzende der Sportjugend im BLSV-Bezirk), Friedrich Weller (Sportgerichts-Vorsitzender im Fußball-Bezirk), Rolf Eppelein (Vize-Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes), Michaela Straub (Geschäftsstellenleiterin des BLSV-Bezirks).Foto: Frank Kranewitter
Die freudige Nachricht erreichte Benjamin Kleinschnitz aus Winterhausen bei Würzburg in 18 000 Kilometer Entfernung: Der 20-Jährige, Sieger der Aktion „Fair ist mehr“, hält sich noch bis August in Neuseeland auf, wo er in einem Internat seinen Zivildienstersatz leistet.
Auch in diesem Jahr ehrt diese Zeitung in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landessport-Verband (BLSV) wieder Sportler aus der Region für besonders faires Verhalten. Kleinschnitz wurde von einer Jury zum klaren Sieger gekürt, seine faire Geste überzeugte. Der 20-Jährige wird mit Pokal, Urkunde und einem Scheck über 500 Euro ausgezeichnet.
Am 25. April 2010 trat die Fußballmannschaft des 1. FC Winterhausen in der A-Klasse Würzburg 3 zu einem Ligaspiel gegen den TSV Essfeld an. Nach ungefähr einer halben Stunde wehrte Essfelds Torhüter beim Stand von 0:0 einen Flankenball ab. Bei dieser Rettungsaktion prallte er allerdings gegen den Pfosten und blieb verletzt liegen. Der Ball fiel Stürmer Kleinschnitz einen Meter vor dem leeren gegnerischen Tor direkt vor die Füße. Als er die Verletzung des Torhüters registrierte, spielte er den Ball ins Seitenaus, anstatt einen sicheren Treffer zu erzielen. Eine Aktion, zu der in dieser Situation sicherlich nicht viele Spieler bereit gewesen wären.
Im Nachhinein kommt Benjamin Kleinschnitz, der bereits seit 1996 in Winterhausen spielt, diese Szene immer noch kurios vor. Er habe, so sagt er, ein paar Sekunden einfach nur verdutzt da gestanden, bis er den Ball ins Aus kickte. „Das muss ziemlich bescheuert ausgesehen haben“, glaubt der Angreifer.
Wenig später schien sich die faire Geste zu rächen, denn Winterhausen geriet in Rückstand. „Das hat mich damals natürlich schon ziemlich unter Druck gesetzt“, erinnert sich Kleinschnitz. Die Erleichterung nach Spielschluss war dementsprechend groß, denn Winterhausen drehte die Begegnung noch und siegte mit 2:1. Kleinschnitz steuerte dazu sogar selbst den wichtigen Ausgleich bei.
„Im Nachhinein war natürlich alles in Ordnung, da das Spiel gewonnen wurde. Obwohl es für mich selbstverständlich war, den Ball ins Aus zu spielen, hätte ich mich über eine Niederlage schon sehr geärgert“ sagt der 20-Jährige.
Der Preisträger freut sich sehr über die Auszeichnung. Es sei schön zu sehen, dass man auch für solche Aktionen belohnt werde. Sein sportliches Verhalten brachte Benjamin Kleinschnitz sogar ungeahnte Bekanntheit ein: „Ich werde beim Weggehen am Abend immer mal wieder von damaligen Gegenspielern erkannt, und die bedanken sich sich dann für die Aktion“, erzählt der Wahl-Neuseeländer. Und bei der Verleihung der Abiturzeugnisse habe ihn sogar der Direktor seiner Schule für dieses vorbildliche Handeln gelobt.
„Fair ist mehr“ – die weiteren Preisträger der Aktion Ihrer Zeitung
Nicht nur Benjamin Kleinschnitz wurde ausgezeichnet, auch zwei weitere Sportler haben die Jury überzeugt:
2. Platz: Michael Wolf, Torwart des Fußball-A-Klassisten DJK Michelau, zeigte eine große Geste. Beim Stand vom 2:2 im Spiel gegen den SC Lußberg erkannte der Schiedsrichter kurz vor Spielschluss ein Tor gegen Michelau nicht an. Wolf gab aber auf Nachfrage zu, dass der Ball hinter der Linie war – der Treffer zählte.
3. Platz: René Redelberger, Fußballer des Kreisklassisten SV Birkenfeld, zeichnete sich durch eine sehr sportliche Aktion aus. In der Partie gegen den TSV Uettingen II war er Vorlagengeber des vermeintlichen Anschlusstreffers seines Teams. Redelberger ging aber auf den Schiedsrichter zu und teilte diesem mit, dass der Ball bereits im Seiten-Aus gewesen wäre, worauf der Unparteiische den Treffer zurücknahm.
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„Fair ist mehr“ ist eine ständige Einrichtung Ihrer Zeitung und wird vom Bayerischen Landessport-Verband (BLSV) unterstützt. Schirmherr dieser Aktion ist Deutschlands oberster Sport-Funktionär, DOSB-Präsident und IOC-Vizepräsident Thomas Bach aus Tauberbischofsheim. Eine Jury bewertet alljährlich alle veröffentlichten Aktionen und zeichnet die Sieger aus. Um den Blick und das Gefühl für Fairness zu stärken, hat Ihre Zeitung diese Aktion ins Leben gerufen und dafür Geld- und Sachpreise ausgelobt.
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Faire Gesten melden Sie also bitte an: Main-Post, Sportredaktion, Berner Straße 2, 97084 Würzburg, Tel. (09 31) 60 01- 2 37; Fax: -3 68; E-Mail: red.sport@mainpost.de
Von unserem Mitarbeiter
philipp Zimmermann

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