publiziert: 03.02.2011 16:35 Uhr
aktualisiert: 03.02.2011 18:52 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text WASSERBALL: Bundesliga
„Uns schwimmt keiner nieder“

Kapitän Sven Kristandt lobt die neue Ausgeglichenheit der Würzburger Wasserballer
  • Sven Kristandt: Auch im Spitzenspiel am Samstag gegen Duisburg sieht der Würzburger Kapitän seine Mannschaft nicht chancenlos.
    Foto: UWE BECK
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Bundesliga SV Würzburg 05 – ASC Duisburg (Samstag, 16.30 Uhr, Wolfgang-Adami-Bad)

Erneut bestreiten die Wasserballer des SV Würzburg 05 (3./10:6 Punkte) ein Spitzenspiel. Am Samstag kommt mit Tabellenführer ASC Duisburg (16:0) das einzige in der Bundesliga ungeschlagene Team ins Wolfgang-Adami-Bad. Die Gäste sind zwar klare Favoriten – jedoch rechnen sich die Nullfünfer kleine Chancen aus, dem Liga-Primus den ersten Punkt abzuknöpfen, auch wenn dafür alles passen muss.

„Wir haben endlich eine starke Bank. Der Trainer kann da jeden ohne Bedenken bringen.“

SV-05-Kapitän Sven Kristandt

Es läuft gut in dieser Saison für die Nullfünfer, sehr gut. Platz drei nach acht Spielen. Das Team von Trainer Jürgen Helmschrott steht so gut da wie seit Jahren nicht mehr. Und das hat Gründe. „Wir sind konstant vier, fünf Spieler mehr im Training als in der letzten Runde. Das gibt dem Trainer viel mehr Möglichkeiten, Dinge auszuprobieren, die wir im Spiel umsetzen können“, verrät SV-05-Kapitän Sven Kristandt eines der Erfolgspuzzle-Teilchen. „Letzte Saison haben wir von Improvisation und kurzfristigen Trainingseinheiten vor den Spielen gelebt. Das ist nun ganz anders.“ Und bringt Erfolg. Dominik Fries hat sein Studium in Frankfurt beendet, lebt nun in Würzburg. Die beiden Rückkehrer Holger Quast und Maximilian Müller kommen in jedes Training, auch Kristandt hat mehr Zeit. „Ich bin jetzt Ausbilder. Dadurch habe ich abends fast immer Zeit fürs Training“, sagt der Polizist, der mit seinen 31 Jahren der Zweitälteste und einer der ganz Erfahrenen im Team ist. „Sven ist ein ganz wichtiger Spieler“, sagt Coach Helmschrott über den Kapitän.

Im Gegensatz zu vergangenen Spielrunden erhält der Mann mit der 7 auf der Kappe im Wasser auch mehr Unterstützung. „Die Verantwortung ist auf viele Schultern verteilt. Wir sind schwerer auszurechen“, sagt der Routinier: „Und wir haben endlich eine starke Bank. Der Trainer kann da jeden ohne Bedenken bringen. Auch die Jungen halten mittlerweile dem Druck stand. Wir können ihn sogar erhöhen, weil durch die Wechsel alle auch zu Erholungsphasen kommen.“

Zudem gehören die Nullfünfer, die wohl in Bestbesetzung ins Becken gehen können, zu den konditionsstärksten Teams der Liga. „Da hat uns bisher keiner fertig gemacht. Selbst die Großen schwimmen uns am Ende nicht nieder – es ist eher anders herum.“

„Die Duisburger sind aber klare Favoriten“, ordnen Helmschrott und sein Kapitän die Kräfteverhältnisse ein. „Alles andere als eine Niederlage wäre eine große Überraschung. Aber wir wollen es eng halten, schließlich geht es auch ums Torverhältnis“, weiß der Trainer. „Wir wollen sie ein bisschen in Bedrängnis bringen, sie ärgern. Und wenn sich unsere Chance ergibt, werden wir sie nutzen“, ergänzt Kristandt und mahnt zugleich: „Wir müssen die Konzentration hochhalten. Die gute Stimmung könnte durch eine klare Niederlage reißen.“

Deshalb sind die Erfahrenen mit Sonderaufgaben betraut. „Wir wollen die international erfahrenen ASCler mit unseren Routiniers kontrollieren. Und unsere weniger Erfahrenen können vielleicht gegen die weniger erfahrenen Duisburger der entscheidende Faktor werden.“ Die neue Ausgeglichenheit der Nullfünfer eröffnet eben ganz neue Perspektiven.

Von unserem Mitarbeiter KAI DUNKEL
    
    

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