aktualisiert: 04.01.2009 22:11 Uhr
Text
Text
HALLENFUSSBALL-STADTMEISTERSCHAFT:
Am Ende jubelt der TSV Lengfeld
Bezirksoberligist nach 3:1-Finalerfolg über den WFV zum zweiten Mal Stadtmeister
Der neue Würzburger Fußball-Stadtmeister in der Halle heißt TSV Lengfeld. Der Bezirksoberligist besiegte am Sonntagabend im Finale vor 2500 Zuschauern den favorisierten Bayernligisten und Titelverteidiger Würzburger FV mit 3:1. Dritter wurden die Würzburger Kickers durch ein 3:2 gegen Gastgeber Post SV Sieboldshöhe, der die 28. Auflage der Meisterschaft bestens organisiert hatte.
-
Optimistische Teams vor dem finalen Anpfiff der 28. Würzburger Stadtmeisterschaft: von links: Trainer Michael Hochrein, Physiotherapeut Otto Grunz, Alex Jesser, Perparim Gashi, Andreas Ullrich, Dominik Hochrein, Christoph Buchholz (alle WFV), Andreas Zehner, Okan Delihasan, Kerim Bilican, Mario Zehner, Spielleiter Andreas Ebsen, Trainer Jürgen Blank, Betreuer Hans Nemetz , Sportleiter Hermann Amrehn (alle TSV). Vorne von links: Frank Wirsching, Jan Peter Grunz, Tobias Weber, Bastian Götzfried, Benjamin Schömig, Ralf Scherbaum (alle WFV), Roman Kölbl, Matthias Nusko, Maximilian Seubert, Stephan Bulla, Thomas Mosthaf, Mario Kölbl (alle TSV).FOTO Beck -
Da ist das Ding: Lengfelds Okan Delihasan durfte am Ende der beiden Turniertage den Zuschauern den Siegerpokal präsentieren (links). Daran konnte auch WFV-Angreifer Perparim Gashi (rechts im Zweikampf mit dem Lengfelder Spielführer Stephan Bulla) nichts ändern.FOTOs Uwe Beck -
Da ist das Ding: Lengfelds Okan Delihasan durfte am Ende der beiden Turniertage den Zuschauern den Siegerpokal präsentieren (links). Daran konnte auch WFV-Angreifer Perparim Gashi (rechts im Zweikampf mit dem Lengfelder Spielführer Stephan Bulla) nichts ändern.FOTOs Uwe Beck
„Die Nummer eins der Stadt sind wir!“ sangen die Spieler des TSV, tanzten durch die Halle und stemmten immer wieder den silbernen Siegerpokal in die Höhe, auf dass jeder sehe, wer der neue Champion ist. „Das ist so geil! Es gibt nichts Besseres“, jubelte TSV-Torhüter Roman Kölbl, der mit zahlreichen Paraden großen Anteil am Sieg hatte. Nach der 1:0-Führung des WFV durch Frank Wirsching, hatten Mario Kölbl, Andreas Zehner und Kerim Bilican die Lengfelder auf den Würzburger Hallenthron geschossen. „Man darf uns eben nicht unterschätzen“, sagte er, einen kleinen Seitenhieb Richtung WFV schickend, der noch in der Zwischenrunde den TSV 4:1 besiegt hatte, im Finale aber trotz vieler Chancen nur einmal traf. „Der schnelle Ausgleich war entscheidend“, befand Trainer Jürgen Blank, der wie der TSV zum zweiten Mal Stadtmeister wurde.
Lange Gesichter gab es beim Titelverteidiger. WFV-Coach Michael Hochrein verschwand gleich nach Abpfiff des Finales wutentbrannt im Kabinentrakt und blieb gar der Siegerehrung fern blieb. „Wir haben im Finale unser schlechtestes Spiel gezeigt. Entscheidend war das schnelle 1:1. Da haben wir uns angestellt wie eine A-Klasse-Mannschaft.“ Später hatte sich Hochrein, der selbst in Lengfeld wohnt, beim Weizenbier bereits beruhigt: „Wenn ich den Titel einem Anderen außer uns gönne, dann dem TSV.“ Etwas Seelen-Balsam dürften wohl auch die Kickers nach ihrem 1:2-Halbfinal-Aus gegen Lengfeld gebraucht haben. „Wenn es um etwas geht, rutscht einigen bei uns das Herz in die Hose“, monierte Trainer Dirk Züchner, der erst am Sonntagmorgen um halb acht von einer Florida-Reise in Frankfurt gelandet und sofort in die s.Oliver-Arena geeilt war, wo er seinen bis dahin allein verantwortlichen Co-Trainer Jochen Hofmann unterstützte. „Es ist ärgerlich, im Halbfinale die Nerven zu verlieren,“ so Hofmann.
Wesentlich lockerer ging Gastgeber Post SV mit seiner Halbfinalniederlage gegen den WFV (1:2 nach Verlängerung) um: „Wir haben bewiesen, dass wir mithalten können“, sagte Trainer Thomas Hess, dessen Team in den vergangenen sechs Jahren fünfmal im Finale gestanden hatte: „Wir können auch heuer erhobenen Hauptes aus der Halle gehen.“
Noch größer war die Freude beim SV Oberdürrbach, der das Halbfinale ob eines Postler-Tores gegen die DJK zwölf Sekunden vor Ende verpasste. „So ein Abschneiden hätte ich am Freitag blanko unterschrieben“, befand der sportliche Leiter Gustav Seiwerth. „Platz fünf ist der Lohn für kontinuierliche Arbeit der letzten Jahre.“
Die Lengfelder wollten ihren Sieg derweil gebührend feiern. „Ich habe morgen frei“, grinste Keeper Roman Kölbl. „Dass du Stadtmeister wirst, passiert ja nicht so oft . . .“
Diesen Artikel
| Bewertung: |
|
| 0 Bewertungen (Sie müssen angemeldet sein um zu bewerten) | |

Wetter





