aktualisiert: 25.04.2011 20:32 Uhr
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Wasserball: Bundesliga
Das Spiel gegen den Rekordmeister als Trainingseinheit
Die Wasserballer des SV Würzburg 05 unterliegen im ersten Play-off-Halbfinale nach guter Leistung Spandau mit 3:9
Die Wasserballer des SV Würzburg 05 haben das erste von fünf möglichen Halbfinalspielen um die deutsche Meisterschaft erwartungsgemäß verloren. Gegen den deutschen Rekordmeister Spandau Berlin unterlag das Team von Trainer Jürgen Helmschrott im heimischen Wolfgang-Adami-Bad vor nur rund 80 Zuschauern mit 3:9. Zwei weitere Niederlagen am kommenden Wochenende in Berlin könnten also schon das Aus für die Nullfünfer bedeuten, die dann aber immerhin noch die Chance auf Platz drei und damit die beste Platzierung seit 1998 hätten.
„Wir haben uns ordentlich verkauft.“SV-05-Trainer Jürgen Helmschrott
Unmittelbar nach Spielende katapultierte sich Würzburgs Kapitän Sven Kristandt mit einer letzten Energieleistung aus dem Wasser und suchte sofort den Kontakt zu den Unparteiischen. Wild gestikulierend und schimpfend wollte er seinen Ärger über einige – aus seiner Sicht mehr als unverständlichen – Entscheidungen Luft machen. „Das ist Spandau, die dürfen wohl nicht verlieren?“ und „die spielen international, da kann man sie so angehen“ hielt er den Referees vor, wobei er immer wieder gestikulierte, vermeintliche Fouls nachstellte und immer wieder rief: „Ich versteh's nicht!“ Minuten später war der Polizist wieder sachlichen Tons, wenngleich der Ärger ihm immer noch innewohnte. „Gewisse Entscheidungen sind einfach nicht nachvollziehbar.“ Insbesondere im zweiten Viertel gab es einige, zumindest diskutable Pfiffe der Schiedsrichter, allesamt zum Nachteil der Nullfünfer, die denn auch, nach starkem Beginn und einem 1:1 nach dem ersten Spielabschnitt, zu einer klaren 6:1-Führung der Berliner führten. „Es ist schon komisch, wie die Schiris gepfiffen haben“, befand auch Nullfünf-Trainer Jürgen Helmschrott, der 1998 noch als Spieler beim letzten Halbfinal-Auftritt der Würzburger dabei gewesen war. „Sie haben Berlin zweifelsohne bevorteilt.“
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23.04.2011
„Wir haben das Spiel genutzt, um für das Spiel um Platz drei zu probieren“, ordnete Kristandt die Partie ein, schließlich glaubt keiner unter der weißen Nullfünf-Kappe an Wunder, sprich ein Durchsetzen gegen Spandau. „Taktisch haben wir Einiges gemacht, Zone/Press-Spiel etwa. Es war so eine Art Training unter Wettkampfbedingung.“ Auch Helmschrott stufte die Partie – und die wohl noch zwei folgenden als „Vorbereitung auf Hannover“, den vermeintlichen Gegner im Spiel um Platz drei, ein. „Darauf liegt der Fokus, gemeinsam mit dem Pokal.“ Auch hier sind die Würzburger unter den besten Vier – ein Wiedersehen mit Spandau ist also doch noch durchaus häufiger in dieser Saison möglich.
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