aktualisiert: 28.10.2011 19:09 Uhr
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Fußball: Bayernliga
Der WFV und sein weiter Weg in die Regionalliga
Nur im Falle zusätzlicher Sponsorengelder will sich der Klub für die vierte Liga bewerben
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Alles andere als gute Nachrichten für ihn: Trainer Michael Hochrein hatte es sich zum Ziel gesetzt, den Würzburger FV in die Regionalliga zu führen. Das alleine wird schwer genug, doch der Verein hat jetzt für den Erfolgsfall klargestellt, dass der Spieleretat nicht erhöht wird.Foto: Fabian Frühwirth
Eigentlich sind es ja nur zwei Punkte, die fehlen – zwei Punkte zum großen Glück. So viel – oder besser gesagt wenig – trennt den Würzburger FV in der Fußball-Bayernliga nach exakt der Hälfte aller Saisonspiele von Platz neun, dem Rang, der am Ende der Saison die Eintrittskarte wäre zur neuen viertklassigen Regionalliga Bayern. „Für dieses Ziel“, sagt Trainer Michael Hochrein vor dem Heimspiel an diesem Samstag (14 Uhr, Sepp-Endres-Sportanlage), „werden wir alles in die Waagschale werfen. Aber ein Pferd springt nur so weit es kann.“ Will heißen, die Möglichkeiten an der Mainaustraße sind nach wie vor begrenzt, die Erwartungen bei Teilen der Anhänger aber vergleichsweise hochaushoch: „Der ein oder andere Außenstehende hat sich vielleicht von Platz fünf in der Vorsaison blenden lassen. Wir wussten von Beginn an, dass Platz neun im Bereich des Möglichen liegt, dies aber eine ganz harte Spielzeit wird.“
Sportlich wird es hart, abseits des Platzes erwartet den WFV in den kommenden Wochen aber auch noch eine Zitterpartie. Seit etwa einer Woche wissen die Klub-Verantwortlichen nun genau, welche Bedingungen sie in der kommenden Regionalliga-Saison erfüllen müssten. Und tatsächlich trennt die Zellerauer derzeit doch etwas mehr als die beiden mickrigen Zähler in der Tabelle vom Aufstieg. Vor allem ein Punkt bereitet dem stellvertretenden WFV-Vorsitzenden Reinhard Peter Kopfzerbrechen: „Wir werden auf jeden Fall knapp 30 000 Euro Mehrkosten im Saisonetat haben, die überhaupt nichts mit den Ausgaben für Spieler zu tun haben.“ Spielgebühren, Schiedsrichter-Kosten und Ausgaben für einen Sicherheitsdienst addieren sich zu dieser Summe.
Nicht mehr Geld für den Kader
Im Februar müssen die Klubs ihre Lizenzunterlagen für die vierte Liga einreichen. Wenn die Finanzierung der besagten 30 000 Euro bis dahin nicht geregelt ist, dann werde der WFV erst gar keinen Antrag stellen, kündigt Peter zähneknirschend an: „Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen, diese Summe zusammenzubekommen. Aber wir werden finanziell sicher kein Risiko eingehen.“ Und das hieße auch, dass in der Regionalliga sicherlich keine Profibedingungen in der Zellerau herrschen werden: „Für die Spieler werden wir weiterhin nicht mehr Geld zur Verfügung haben.“ Der Etat beträgt in dieser Spielzeit etwa 120 000 Euro. „Wenn für die Spieler der Trainingsaufwand höher wäre, dann müssten wir auch die Entlohnung anpassen. Das ist – nach derzeitigem Stand – aber kaum möglich“, stellt Peter klar. Diesen Umstand werde man in der Winterpause auch mit Trainer Hochrein besprechen. „Wir haben ja einige Juwelen bei uns im Verein. Uns bleibt gar nichts anderes übrig, als weiter auf die Jugend zu setzen. Wenn wir den Sprung in die Regionalliga schaffen, dann wird das dort eine Zweiklassen-Gesellschaft. Und wir gehören sich nicht zur oberen Hälfte“, meint Peter.
Würzburger FV – TSV Rain a. Lech (Samstag, 14 Uhr)
„Ein ganz entscheidendes Spiel“ im Kampf um die direkte Regionalliga-Qualifikation ist für Trainer Michael Hochrein die Partie seines Würzburger FV (13./21 Punkte) gegen den TSV Rain/Lech (7./26). Schließlich würde es bei Punktgleichheit am Ende dieser Spielzeit nicht zu Entscheidungsspielen kommen, sondern der direkte Vergleich aus der Saison den Ausschlag geben. Das Hinspiel gegen den TSV haben die Zellerauer 3:2 gewonnen und so könnten sie an diesem Samstag den Vergleich mit einem direkten Rivalen um Platz neun bereits für sich entscheiden. Die Bilanz spricht für den WFV. Bei fünf Bayernliga-Partien gegen die Schwaben verließen die Zellerauer den Platz nie als Verlierer. Beide Heimspiele gewannen Hochreins Mannen. Am Samstag muss der WFV-Coach womöglich auf Dimitros Babanatsas verzichten. Der Mittelfeldspieler zog sich am Donnerstag im Training eine Prellung am Mittelfuß zu. Hendrik Fragmeier hat die Grippe erwischt. Jürgen Walther und Tobias Riedner fallen ohnehin verletzt aus.
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