publiziert: 05.02.2012 14:47 Uhr
aktualisiert: 05.02.2012 15:20 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Wasserball: Bundesliga
Die Nullfünfer legen Protest ein

Beim 5:6 gegen Potsdam bringt ein Regelverstoß der Schiedsrichter Würzburgs Coach Helmschrott auf die Palme
  • Im Wolfgang-Adami-Bad schlugen die Wellen hoch: Der SV 05 (links Simon Stier) legte Protest gegen die Wertung der Niederlage gegen Potsdam (rechts Jacob Drachenberg) ein.
    Foto: F. Scheuring
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Wasserball

Bundesliga Männer

SGW Hannover – WF Spandau 7:14  
Bay. Uerdingen – ASC Duisburg 9:11  
SV Weiden – SC Wedding 13:11  
SV Würzburg 05 – OSC Potsdam 5:6  

1. (1.) WF Spandau 9 9 0 0 143 : 53 18 : 0  
2. (2.) ASC Duisburg 9 8 0 1 109 : 54 16 : 2  
3. (4.) OSC Potsdam 10 6 0 4 61 : 105 12 : 8  
4. (3.) SGW Hannover 10 4 2 4 82 : 87 10 : 10  
5. (5.) SV Weiden 8 3 2 3 67 : 71 8 : 8  
6. (6.) Bay. Uerdingen 10 3 0 7 82 : 79 6 : 14  
7. (7.) SV Würzburg 05 10 2 1 7 52 : 90 5 : 15  
8. (8.) SC Wedding 10 0 1 9 74 : 131 1 : 19  

SV Würzburg 05 – OSC Potsdam 5:6 (1:1, 0:1, 2:1, 2:3)

Die Wasserballer des SV Würzburg 05 haben ihr erstes Ligaspiel 2012 verloren. Vor heimischer Kulisse unterlag das Team von Trainer Jürgen Helmschrott dem OSC Potsdam nach dem 3:4 im Hinspiel und dem 7:12 im Pokal-Wettbewerb auch im dritten direkten Saisonduell – dieses Mal mit 5:6. Jedoch hat Helmschrott gegen die Wertung der Partie nach Spielende formal Protest eingelegt. Grund ist eine Szene aus Hälfte zwei, in der die unsicher wirkenden Schiedsrichter zunächst einen zu frühen Spielwiedereintritt eines Gästeakteurs nach einer Zeitstrafe pfiffen, die laut Regelwerk vorgesehene Strafe aber nicht verhängten. Über den Protest muss nun die Deutsche Wasserball-Liga entscheiden.

    
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SV Würzburg 05 - OSC Potsdam
Wasserball, Bundesliga
04.02.2012
    
An der Stirnseite der Schwimmhalle hing erstmals die neue Anzeigetafel. Bunt, in allen Farben und überaus übersichtlich leuchtete alles auf. Nur das Ergebnis prangte in tristem Weiß: 5:6. Dafür trieb es unmittelbar nach dem Abpfiff der spannenden und teils gutklassigen Partie Helmschrott die Zornesröte ins Gesicht: „Es kann nicht sein, dass die Schiris das Regelhandwerk nicht beherrschen“, schimpfte er. Laut Reglement hätten die Unparteiischen einen Fünfmeter und eine Rolle (Spielausschluss) gegen den Potsdamer Spieler verhängen müssen – was sie aber nicht taten und auch nach Spielende nicht kommentieren wollten. „Dabei war Schiri Rißmann doch vor zwei Wochen bei der EM auf der Tribüne gesessen, als es genau so eine Szene gab“, ärgerte sich Helmschrott. Zumal es eine von zwei gleichermaßen strittigen wie entscheidenden Szenen war.

Treffer ins leere SV-05-Tor

Die zweite hatte sich knapp 90 Sekunden nach der Halbzeitpause ereignet. Die Würzburger hatten sich nach 1:0-Führung und 1:3-Rückstand wieder auf 3:3 herangekämpft, als die Schiedsrichter ein vermeintliches Foul des mit Grippe in die Partie gegangenen Glen Robinson mit einem zumindest diskutabler Pfiff ahndeten, der Potsdam in Ballbesitz brachte. Nullfünf-Torwart Matthias Försch hatte seinen Kasten verlassen, um den Ball weit im Feld zu spielen – Potsdam traf zum 4:3 ins leere Tor. „Das war die Vorentscheidung“, meinte Försch und bezeichnete den Pfiff „als zumindest mutig. Aber wenn es eh nicht gut läuft, dann kassierst du eben auch solche Dinger.“

Am Ende mussten die Würzburger den konditionell besseren und cleverer agierenden Potsdamern, die ihre Angriffe schneller als die Gastgeber vortrugen und so mehr Zeit zum Ausspielen hatten, den Sieg lassen. „Was der OSC leistet, ist klasse“, gestand Helmschrott. Bei besserer Verwertung der Überzahlsituationen wäre allerdings mindestens ein Punkt für die Nullfünfer machbar und aufgrund der kämpferischen Leistung auch verdient gewesen. „Ich muss meinen Jungs, die ja mit dem letzten Aufgebot angetreten sind, ein großes Kompliment machen. Sie haben alles gegeben“, so Helmschrott. Vielleicht klappt es ja am nächsten Wochenende besser, wenn die Würzburger zweimal in Berlin ran müssen. Ob die Potsdamer noch einmal zu einem Wiederholungsspiel nach Würzburg kommen müssen, wird am Grünen Tisch entschieden.

Die Statistik zum Spiel

SV Würzburg 05 – OSC Potsdam 5:6 (1:1, 0:1, 2:1, 2:3)

Würzburg: M. Försch, Fries, Bruch, Langguth, Stier, Kristandt, Robinson, Packenius, A. Försch, S. Försch, Fleck. Potsdam: Guser, Kleine, Tchigir, Rasehorn, Ju. Drachenberg, Jo. Drachenberg, Saggau, Leutz, Duffour, Grütte, Einhorn, Langer, Kaiser. Spielfilm, 1. V.: 1:0 Fleck, 1:1 Saggau. 2. V.: 1:2 Dufour. 3. V.: 1:3 Leutz, 2:3 Fleck, 3:3 Fries. 4. V.: 3:4 Einhorn, 3:5 Dufour, 3:6 Saggau, 4:6 Langguth, 5:6 S. Försch. Schiedsrichter: Rißmann (Bochum), Nelles (Pulheim). Zuschauer: 90.

Von unserem Mitarbeiter Kai Dunkel
    
    

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