aktualisiert: 11.05.2011 22:19 Uhr
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Wasserball: Bundesliga, Play-off um Platz drei
Die Nullfünfer verlieren ihr Heimspiel
Jetzt wird es schwer im Kampf um Platz drei
WASSERBALL
Bundesliga, Play-off um Platz drei, erstes Spiel
SV Würzburg 05 – WaSpo Hannover 7:10 (2:3, 1:1, 2:3, 2:3)
Die Wasserballer des SV Würzburg 05 haben das erste Spiel um Platz drei in der Bundesliga am Mittwochabend verloren: Vor 250 Zuschauern im Wolfgang-Adami-Bad unterlag das Team von Trainer Jürgen Helmschrott gegen WaSpo Hannover mit 7:10 und muss am Freitag sowie Samstag in Hannover beide weiteren Partien der Dreierserie gewinnen, um Dritter zu werden und seine beste Platzierung seit 1998 zu erringen.
Sekunden nach dem Abpfiff der kampfbetonten, über weite Strecken trotz der Niederlage ausgeglichenen Partie riss sich Julian Langguth seine weiße Schwimmkappe vom Kopf und schmiss sie in hohem Bogen Richtung eigenes Tor. Der Frust war groß, hatten die Nullfünfer doch vor allem darauf gebaut, ihr Heimspiel erfolgreich gestalten zu können – es wäre der erste Sieg in dieser Spielzeit gegen die Niedersachsen gewesen. „Das ist sehr ärgerlich. Am Ende haben unsere Abschlüsse nicht gut genug funktioniert, vielleicht hat auch noch die Kondition eine Rolle gespielt“, schimpfte Langguth.
Entscheidend war wohl die Szene kurz vor Ende des dritten Viertels, als die Würzburger, da auf der Angriffs-Uhr der Hannoveraner nur zwei Sekunden übrig waren, bis auf Keeper Matthias Försch und Sven Kristandt nach vorne schwammen, um den schnellen Gegenangriff einzuleiten. Allerdings hatten sie nicht damit gerechnet, dass Immermann in der Rückwärtsbewegung noch einen feinen Pass nach vorne auf Center Schwarz werfen würde, der tatsächlich mit der letzten Sekunde dieses Angriffs das 5:7 erzielte.
„Das war der Knackpunkt“, sagte auch 05-Trainer Helmschrott und monierte die mangelnde Präzision im Abschluss seiner Mannschaft. Diese traf sechs Mal den Pfosten des Gehäuses und konnte zwei Fünfmeter-Strafwürfe nicht verwandeln. „Dazu gab es einige Hauereien von Hannover. Da hätten die Schiedsrichter mal eine Rolle (Anm. d. Red.: gleichbedeutend zur Roten Karte im Fußball) pfeifen müssen. Wir waren nur eine Nuance schlechter“, stellte Helmschrott fest. Und Gästetorhüter Kong konstatierte: „Der Sieg war eine Mischung aus Glück und Können, ging am Ende aber in Ordnung. Allerdings dürfen wir die Würzburger nicht unterschätzen. Sie haben die Power, um zu gewinnen.“
Würzburg: M. Försch, Kraus – Fries, Urkiaga, Langguth, Stier, Kristandt, Quast, Fleck, Müller, S. Försch, Ringelmann, Krüger.
Hannover: Kong, Kirschnick – Polverino, Schwarz, Immermann, Gatzenmeier, Wüstefeld, Zellmer, Pickert, Haarstick, Taplick, Herrmann, Lebens.
1. V.: 0:1 Immermann, 1:1 Langguth, 2:1 Kristandt, 2:2 Gatzenmeier, 2:3 Haarstick; 2. V.: 3:3 S. Försch, 3:4 Immermann; 3. V.: 3:5 Pickert, 4:5 S. Försch, 5:5 Müller, 5:6 Pickert, 5:7 Schwarz; 4. V.: 5:8, 5:9 Immermann, 6:9 Urkiaga, 6:10, Haarstick, 7:10 Müller. Schiedsrichter: Rissmann (Bochum) /Nelles (Köln). Zuschauer: 250.
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