aktualisiert: 07.02.2012 10:55 Uhr
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Basketball: Zweite Regionalliga
Die TGW siegt in einem echten Derby
Neuzugang Marjan Vidovic entscheidet die Partie auf dem Heuchelhof
Basketball
| TSV Breitengüßbach 3 – Regensburg Baskets | 79:71 | |
| TuS Jena – DJK Eggolsheim | 72:68 | |
| TTL Bamberg – BBV Leipzig | 74:60 | |
| USV Jena – Rockets Gotha 2 | 64:59 | |
| Nürnberger BC 2 – BBC Bayreuth 2 | 66:82 | |
| SC Heuchelhof – TG Würzburg | 49:59 |
| 1. | (3.) | BBC Bayreuth 2 | 14 | 12 | 2 | 1075 | : | 923 | 24 | : | 4 | |
| 2. | (2.) | TG Würzburg | 14 | 12 | 2 | 1063 | : | 852 | 24 | : | 4 | |
| 3. | (1.) | SC Heuchelhof | 14 | 11 | 3 | 1089 | : | 865 | 22 | : | 6 | |
| 4. | (4.) | TuS Jena | 14 | 10 | 4 | 1077 | : | 947 | 20 | : | 8 | |
| 5. | (5.) | Nürnberger BC 2 | 14 | 7 | 7 | 1119 | : | 1062 | 14 | : | 14 | |
| 6. | (7.) | TTL Bamberg | 14 | 7 | 7 | 939 | : | 967 | 14 | : | 14 | |
| 7. | (6.) | Rockets Gotha 2 | 14 | 6 | 8 | 1054 | : | 1042 | 12 | : | 16 | |
| 8. | (8.) | USV Jena | 14 | 5 | 9 | 923 | : | 1004 | 10 | : | 18 | |
| 9. | (9.) | DJK Eggolsheim | 14 | 4 | 10 | 1000 | : | 1109 | 8 | : | 20 | |
| 10. | (10.) | TSV Breitengüßbach 3 | 14 | 4 | 10 | 945 | : | 1135 | 8 | : | 20 | |
| 11. | (11.) | BBV Leipzig | 14 | 3 | 11 | 965 | : | 1142 | 6 | : | 22 | |
| 12. | (12.) | Regensburg Baskets | 14 | 3 | 11 | 916 | : | 1117 | 6 | : | 22 |
SC Heuchelhof – TG Würzburg Baskets 49:59 (16:7, 8:17, 20:12, 5:23)
Im Vergleich zum eher unspektakulären Hinspiel ging es richtig zur Sache im Stadtderby. Am Ende hatte – wie beim ersten Vergleich – die TGW, das Farmteam der s. Oliver Baskets, die Nase vorn und bleibt Tabellenführer BBC Bayreuth dicht auf den Fersen.
Die Heuchelhöfer gingen mit dem Selbstvertrauen aus zehn Siegen in Serie und einem Auswärtserfolg bei Spitzenreiter Bayreuth in die Partie. Weil die TGW-Schützen gegen die Zonenverteidigung Probleme hatten und ihre Würfe von außen zunächst nicht trafen, konnten sich die Hausherren früh zweistellig absetzen (16:4/8.). „Im ersten Viertel haben wir richtig gut gespielt, den Ball gepasst und den freien Mann gefunden“, sagte SCH-Center Lars Buss. Es blieb nicht dabei: Die „Blue Baskets“ von der TGW gingen im zweiten Viertel deutlich konzentrierter zu Werke und glichen in der 17. Minute durch einen Korbleger von Youngster Maximilian Ugrai zum 18:18 aus. Beim Spielstand von 24:24 ging es in die Pause.
Danach erlebten die Zuschauer quasi eine Wiederholung der ersten Halbzeit: Zwar hatte die TGW den Heuchelhöfer Top-Scorer Felix Hofmann (er erzielte 15 seiner 17 Punkte in der ersten Hälfte) besser im Griff. Dafür kamen Hofmanns Kollegen, allen voran der ehemalige Bundesliga-Profi Buss, immer besser ins Spiel. Kurz vor Ende des dritten Viertels lagen die Hausherren in der intensiv geführten Partie wieder mit zehn Punkten vorne (44:34).
„Sie haben uns einen richtig guten Kampf geliefert, es war heute ein echtes Derby. Beide Mannschaften haben alles gegeben“, sagte TGW-Kapitän Nico Schwartz. Das bessere Ende hatten er und seine Kollegen dank eines starken vierten Viertels, das von den beiden Ausländern im blauen Trikot dominiert wurde: Center Alex Okafor und Neuzugang Marjan Vidovic. „Okafor durfte heute machen, was er wollte, und Vidovic hat das Spiel in der entscheidenden Phase an sich gerissen und gezeigt, dass er ein Profi ist“, so SCH-Trainer Maximilian Gottwald nach der Partie.
Vor allem die Premiere von Vidovic bei der TGW sorgte für Gesprächsstoff. Der 28-jährige Slowene war in der letzten Saison noch in der ersten Liga seines Heimatlands aktiv. „Jetzt ist er in Würzburg, will sich hier eine Existenz aufbauen und wollte bei uns Basketball spielen. Er ist natürlich ein Glücksgriff für uns“, erläuterte TGW-Trainer Lars Masell die Hintergründe der Verpflichtung. Vor dem Derby hatte der Neuzugang nur einmal mit dem Team trainiert. Im Schlussviertel zeigte er dann, dass er im Rennen um den Aufstieg den Unterschied ausmachen kann: Vidovic erzielte seine elf Punkte allesamt zwischen der 30. und 40. Minute, darunter sechs traumwandlerisch sicher verwandelte Freiwürfe in den letzten 70 Sekunden.
Mit einem 25:5-Lauf in den letzten elf Minuten drehten die Gäste das Spiel zum zweiten Mal und siegten mit 59:49. Gottwalds Fazit: „Die Jungs haben gekämpft und nicht aufgegeben. Aber die TGW hat verdient gewonnen.“ Sein Gegenüber Lars Masell sparte nicht mit Komplimenten für sein Team: „Wir haben immer an den Sieg geglaubt. Ausschlaggebend waren unsere Intensität und die Verteidigung.“
Heuchelhof: Hofmann 17, Buss 10, Barthel 8, Henneberger 5, Lenke 5, Pommer 2, Götz 2, Mann, Klement, Matl, Fein, Popp. Würzburg: Ugrai 12, Vidovic 11, Wagner 10, Okafor 9, Schwartz 4, Schropp 4, Beuschlein 4, Lorenz 2, J. Pohl 2, M. Pohl 1, Shanneik, Gintschel. Zuschauer: 310.
Kooperation zwischen dem SC Heuchelhof und den Baskets
In unserer Vorberichterstattung zum Würzburger Basketball-Derby hatten wir auch darüber berichtet, dass es sowohl von Seiten des Bundesligisten s. Oliver Baskets, dessen Farmteam bekanntlich die TGW Baskets sind, als auch von Seiten des SC Heuchelhof eine „grundsätzliche Bereitschaft“ (Baskets-Geschäftsführer Jochen Bähr) für eine weitere Kooperation beider Klubs gibt. In einer Stellungnahme legt Christian Kleider, Abteilungsleiter beim SC Heuchelhof, Wert auf die Feststellung, dass „zum Ablauf der vergangenen Saison der alte Kooperationsvertrag (aus dem sich das aktuelle Spielrecht der Erstligamannschaft ergeben hat) seitens der Würzburg Baskets gekündigt wurde, da laut Geschäftsführung der Baskets keine Grundlage mehr für diese Kooperation gegeben sei. Durch Initiative der neuen Abteilungsleitung des SC Heuchelhof wurden Gespräche über eine neue Kooperation aufgenommen, die aber an den Forderungen der Baskets zu diesem Zeitpunkt gescheitert sind. Man hat sich darauf geeinigt, die Verhandlungen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, da die beiderseitigen Interessen zu diesem Zeitpunkt nicht vereinbar waren. Im Vorfeld des Derbys wurde nun seitens der Baskets vorgeschlagen, die Gespräche nach diesem Spiel wieder aufzunehmen. Die Abteilungsleitung des SC Heuchelhof wartet nun auf einen Termin.“ Wie Baskets-Geschäftsführer Jochen Bähr auf Nachfrage erklärt, „wird dieser Termin auch in den kommenden Tagen fixiert.“
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