publiziert: 06.03.2011 17:25 Uhr
aktualisiert: 06.03.2011 19:25 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text WASSERBALL: Bundesliga
Die Würzburger Wasserballer bekommen noch eine Chance

Trotz der knappen Niederlage gegen Hannover ist Platz vier und die direkte Play-off-Qualifikation doch wieder in Reichweite
  • Kampf um den Ball: Würzburgs Inaki Urkiaga streitet mit den Hannoveranern Ingo Pickert (links) und Ilja Immermann um das Spielobjekt.
    Foto: Frank Kranewitter
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Wasserball

Bundesliga Gruppe A Männer

SV Würzburg 05 – SGW Hannover 5:6  
SSV Esslingen – ASC Duisburg 7:12  
WF Spandau – Bay. Uerdingen 22:4  
SV Weiden – SC Wedding 8:9  

1. (1.) WF Spandau 13 12 0 1 205 : 74 24 : 2  
2. (2.) ASC Duisburg 13 12 0 1 176 : 89 24 : 2  
3. (3.) SGW Hannover 13 7 1 5 109 : 107 15 : 11  
4. (4.) SV Würzburg 05 13 6 0 7 108 : 120 12 : 14  
5. (5.) SC Wedding 13 6 0 7 117 : 137 12 : 14  
6. (6.) SV Weiden 13 4 1 8 97 : 123 9 : 17  
7. (7.) SSV Esslingen 13 3 0 10 115 : 156 6 : 20  
8. (8.) Bay. Uerdingen 13 1 0 12 86 : 207 2 : 24  

SV Würzburg 05 – Waspo Hannover 5:6 (1:2, 1:2, 2:1, 1:1)

Verloren und am Ende doch Gewinner des Spieltags: Erst bittere Enttäuschung, später große Erleichterung. Zwar haben die Würzburger Wasserballer auch ihr drittes Spiel in Serie gegen einen direkten Konkurrenten um Platz vier verloren. Da aber im Vorfolgerduell der SC Wedding etwas überraschend beim SV Weiden mit 9:8 siegte, nun punktgleich hinter den Würzburger steht und zudem im letzten Hauptrundenspiel beim Tabellenzweiten Duisburg antreten muss, haben die Nullfünfern, die ihrerseits beim Tabellenführer Spandau antreten müssen, wieder gute Chancen auf Platz vier. Zumindest hat es das Team von Trainer Jürgen Helmschrott nun ein viertes Mal selbst in der Hand, mit einer nicht allzu hohen Niederlage als Play-off-Teilnehmer aus Berlin zurückzukehren.

Nach dem Abpfiff freilich war diese Konstellation noch nicht bekannt im Wolfgang-Adami-Bad. Ungewohnte Stille herrschte, kaum Applaus war zu hören. Die Enttäuschung ließ alle verstummen. Maximilian Müller stützte sich noch Minuten nach dem Spielende im Becken auf die Leine, die das Tor befestigt, tauchte immer wieder unter Wasser, schwamm ziellos hin und her. „Es war die totale Leere“, beschrieb er seinen Gemütszustand. „Wir haben gekämpft, alles gegeben – und am Ende ist nichts raus gekommen“, sagte der vierfache Torschütze mit leiser Stimme.

Dabei hatten die Nullfünfer, die offensiv lange keine Mittel gegen die Gäste-Defensive fanden, 121 Sekunden vor dem Ende ausgeglichen, danach noch zwei Chancen gehabt, wovon Julian Langguth die letzte etwas überhastet ans Außennetz setzte, was die Gäste zum entscheidenden Konter und zum 6:5-Siegtreffer nutzten. „Ein Punkt hätte schon geholfen, zwei waren drin. Keiner ist Mist“, resümierte Helmschrott geknickt. Im dritten Spiel in Folge hatte sein Team die Chance auf Platz vier verpasst. „Es war das erwartet enge Match“, sagte Gästetrainer Karsten Seehafer: „Wir wussten, dass wir das Spiel in der Defensive entscheiden müssen. Das haben wir getan.“ Die Abwehrreihen hatten dominiert. Würzburg stand bis auf wenige Situationen, in denen man etwa in Konter schwamm, gut. Hannover spielte eine prima Zonenverteidigung, hatte zudem die Center im Griff, wenngleich das eine oder andere Mal etwas rüde agiert wurde. Dominik Fries bezahlte dies mit einer blutenden Nase am heftigsten – und reagierte ebenso. Nur mit Mühe konnte er außerhalb des Beckens von einem Betreuer abgehalten werden, mit Waspo-Trainern und -Spielern mehr als nur verbal aneinander zu geraten. Die beste Medizin dürfte der nun doch greifbar nahe Play-off-Platz sein. Nach Bekanntwerden des Weidener Resultats hellte sich die Stimmung bei den Würzburgern natürlich auf. „Wir müssen jetzt in Spandau dagegenhalten und unsere um acht Treffer bessere Tordifferenz irgendwie durchs Ziel bringen“, so Helmschrott.

    
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SV 05 - Hannover
Wasserball-Bundesliga
    

Die Statistik zum Spiel

SV Würzburg 05 – Waspo Hannover 5:6 (1:2, 1:2, 2:1, 1:1)

Würzburg: M. Försch, Kraus – Fries, Ringelmann, Urkiaga, Langguth, Stier, Kristandt, Quast, S. Försch, Müller, Kalinka, Fleck.
Hannover: Kong – Zellmer, Schwarz, Gatzemeyer, Wüstefeld, Immermann, Pickert, Heerstick, Shiota, Lebens, Kirschnick, Taplick.
Spielfilm, 1. V.: 0:1 Pickert, 0:2 Heerstick, 1:2 Müller. 2. V.: 1:3 Immermmann, 2:3 Müller, 2:4 Lebens. 3. V.: 3:4, 4:4 Müller, 4:5 Pickert. 4. V.: 5:5 Urkiaga, 5:6 Pickert.
Schiedsrichter: Talaga/Czernia (beide Krefeld).
120.

Von unserem Mitarbeiter Kai Dunkel
    
    

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