publiziert: 05.02.2012 15:02 Uhr
aktualisiert: 05.02.2012 15:18 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Handball: 3. Liga
Die beste Saisonleistung von Rimpars Wölfen

26:17-Erfolg: Der Aufsteiger zerlegt den Tabellendritten und Ex-Zweitligisten Dessau-Roßlau in seine Einzelteile
  • Verbissener – und nicht immer regelkonformer – Kampf um den Ball: Hier legt sich Dessaus Patrick Heddrich (links) mit Rimpars Julia Sauer an.FRANK SCHEURING
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Handball

Dritte Liga Männer Ost

HC Aschersleben – HSG Gensungen-F. 32:37  
HSG Kleenheim – EHV Aue 25:32  
SG LVB Leipzig – HSG Pohlheim 24:20  
TSG Münster – SV Anhalt Bernburg 23:22  
HSC Bad Neustadt – HSC 2000 Coburg 26:22  
ESV Lok Pirna – GSV Baunatal 28:23  
TG Münden – TV Jahn Duderstadt 27:32  
DJK Rimpar Wölfe – Dessau-R. HV 26:17  

1. (1.) EHV Aue 19 16 1 2 616 : 508 33 : 5  
2. (2.) HSC Bad Neustadt 18 14 2 2 511 : 426 30 : 6  
3. (3.) Dessau-R. HV 19 11 1 7 516 : 489 23 : 15  
4. (4.) GSV Baunatal 19 11 1 7 545 : 534 23 : 15  
5. (7.) ESV Lok Pirna 19 10 2 7 521 : 492 22 : 16  
6. (8.) DJK Rimpar Wölfe 18 10 1 7 492 : 460 21 : 15  
7. (5.) HSC 2000 Coburg 18 10 1 7 514 : 495 21 : 15  
8. (6.) HSG Gensungen-F. 19 9 3 7 570 : 566 21 : 17  
9. (9.) TG Münden 18 8 2 8 540 : 544 18 : 18  
10. (10.) SV Anhalt Bernburg 19 9 0 10 515 : 517 18 : 20  
11. (11.) SG LVB Leipzig 19 7 2 10 516 : 541 16 : 22  
12. (12.) TV Jahn Duderstadt 19 7 0 12 495 : 521 14 : 24  
13. (14.) TSG Münster 19 6 1 12 543 : 590 13 : 25  
14. (13.) HC Aschersleben 19 5 2 12 538 : 559 12 : 26  
15. (15.) HSG Pohlheim 18 3 2 13 443 : 501 8 : 28  
16. (16.) HSG Kleenheim 18 2 1 15 411 : 543 5 : 31  

DJK Rimpar Wölfe – Dessau-Roßlauer HV 26:17 (13:6)

Erst gab's eine kostenfreie Lehrstunde, dann eine ausgelassene Faschingsparty. Allerdings feierten die Handballer aus Dessau-Roßlau nicht mehr mit, als die Nacht zum Tag wurde in der Rimparer „Hölle Nord“, der biederen Dreifach-Schulturnhalle in der Marktgemeinde. Verständlich, denn der Favorit aus Sachsen-Anhalt hatte unfreiwillig herhalten müssen, als Rimpars Ballwerfer nach zwei Heimniederlagen in Folge im wohl besten Spiel der Saison den Ex-Zweitligisten förmlich in seine Einzelteile zerlegte.

    
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DJK Rimpar Wölfe - Dessau Rosslauer HV
Handball, 3 Liga
04.02.2012
    
26:17 (13:6) siegten die Karrer-Schützlinge gegen einen Kontrahenten, der zumindest an diesem Samstagabend nicht als Mannschaft aufgetreten war. Dessaus Trainer Georgi Sviridenko irrte allerdings, als er nach dem Spiel meinte: „Wir hätten noch zwei Stunden spielen können und hätten nicht gewonnen“ – es wären wohl kaum mehr Dessauer Spieler auf dem Parkett gestanden. Zu undiszipliniert und zu rau agierte der Gast.

Immer wieder Provokationen

Schon in den ausgeglichenen Anfangsminuten wurde deutlich, wie der Tabellendritte zum Erfolg kommen wollte. Vertrauend auf die körperliche Überlegenheit, sollten es die langen Rückraumschützen Robert Lux (2,01 Meter) und Chris-Richard Alisch (1,91 Meter) in die Hand nehmen, während Linksaußen Patrick Heddrich versuchte, mit Provokationen und Anfangshärte den Rhythmus der Rimparer zu stören. Ein bisschen wenig Plan, wie sich herausstellen sollte. Denn die Abwehr der Hausherren stand nicht nur sicher, sondern durchschaute das Vorhaben der siegessicheren Gäste ziemlich schnell. Nach 15 Minuten (Stand 7:6) waren die biederen Angriffsversuche der Sachsen entschlüsselt. Im Angriff hatte Wölfe-Trainer Heiko Karrer klare Ansagen gegeben: „Wir wollten die großen Kerls von Dessau laufen lassen, denn überspringen konnten wir die ja nicht.“ Weil das alles so gut klappte, wurde Rimpars Spielart immer sicherer, Dessaus hingegen immer hektischer. 13:6 zur Halbzeit für Rimpar, das hätte sich der Ex-Zweitligist nicht träumen lassen.

Dass es in Hälfte zwei noch weitaus schlimmer kommen könnte, hätte nicht mal Jens Bürkle, Rimpars neuer Trainer in der kommenden Saison und Zaungast in der „Hölle Nord“, erwartet. Statt einer erwarteten Aufholjagd kam nun die endgültige Demontage – bei der die Gäste tatkräftig mitwirkten. Erst lieferte sich Dessaus Rückraumschütze Robert Lux ein Privatduell mit Rimpars Torhüter Max Brustmann, dann versuchte es ungestüm mit Brachialgewalt Chris Richard Alisch und schließlich auch noch Patrick Heddrich – allesamt waren sie wirkungslos gegen den überragenden Brustmann, der sich diesmal freilich auch bei seinen Vorderleuten bedanken durfte, die auch im zweiten Abschnitt konzentriert arbeiteten.

Weil Rimpar auf 16:8 davonzog, weil Neuzugang Patrick Schmidt in seinem erst dritten Spiel agierte, als wäre er mit den starken Stefan Schmitt und Sebastian Kraus schon immer in einem Team gestanden, weil Julian Bötsch und Julian Sauer kaum ausrechenbar waren – und weil die Zuschauer in der Halle immer lauter wurden, verloren einige der Gäste nicht nur die Übersicht, sondern auch die Nerven. Glatt Rot gab es für Alisch, der Stefan Schmitt niederschlug, während beinahe jede Entscheidung der Referees (die hatten wirklich einen schweren Job an diesem Tag) kritisiert wurde. Zehn Zeitstrafen für Dessau waren eine Folge, die andere der stete Ausbau der Führung. 26:17 hieß es am Ende, Rimpars Handballer durften noch ein paar Kabinettstückchen zeigen – und Mattjaz Krze feiern, der nach viermonatiger Verletzungspause wieder ins Team zurückkehrte.

Wann die Rimparer nach der Faschingsparty heimgekehrt sind, ist im übrigen nicht verraten worden.

Die Statistik zum Spiel

DJK Rimpar Wölfe – Dessau-Roßlauer HV 26:17 (13:6)

Rimpar: Brustmann, Fleder –- Kraus 5/1, Schmitt St. 3, Skrbic 4, Bötsch 3, Schäffer 1, Lührs 1, Schmidt P. 3, Krze 1/1, Sauer 5. Dessau-Roßlau: Hoffmann, Sprecher – Pavlicek, Schöne, Holtz, Uscins 3, Alisch 3, Lux 4, Werner 6/2, Pratersch 1, Zigelis, Heddrich. Zeitstrafen, Rimpar: 5 x 2 Minuten; Dessau: 10 x 2 Minuten + Rot gegen Alisch (54). Siebenmeter, Rimpar: 2/2; Dessau: 2/2. Zuschauer: 700. Schiedsrichter: Lay/Morlock (SV Baden).

Von unserem Redaktionsmitglied Hans-Peter Breunig
    
    

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