publiziert: 22.10.2011 19:26 Uhr
aktualisiert: 22.10.2011 19:30 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Fußball: Bayernliga
Die fünfte WFV-Bauchlandung auf eigenem Platz

Bei der 0:2-Niederlage gegen den FC Ismaning hinterlässt Bayernligist Würzburger FV reichlich Ratlosigkeit
  • Würzburger Bauchlandung: Der WFV (oben Dimitrios Babanatsas) kassierte beim 0:2 gegen den FC Ismaning (unten Fabian Negele) bereits seine fünfte Heimniederlage.
    Foto: Fabian Frühwirth
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Jan-Peter Grunz hatte seine Torwarthandschuhe gerade erst abgestreift, die 0:2 (0:1)-Niederlage seines Würzburger FV gegen den FC Ismaning war nur wenige Sekunden alt, da wollte der Keeper das tun, was er immer macht. Das Gewohnheitstier des Fußball-Bayernligisten aus der Zellerau machte aber nur einen Schritt, dann drehte er schnurstracks wieder um. Denn dort hinter der Bande neben der überdachten Tribüne, wo sonst die Treuesten der Treuen in ihren blauen Trikots nach Schlusspfiff bei Wind und Wetter ausharren, um mit den Spielern abzuklatschen, war keiner mehr. „Alle schon weg?“, fragte sich der 22-Jährige. Ja! Alle Fans weg. Selbst die eingefleischten Anhänger hatten keinen Bock mehr. Die Darbietung ihrer „Idole“ war genug. Nachschlag wollte an diesem Nachmittag keiner mehr haben.

Nun war der Auftritt gegen den FC Ismaning kein Tiefpunkt wie noch vor drei Wochen beim desolaten Auftritt in Erlangen-Bruck (0:4), aber trotzdem scheint die Geduld am Ende. Es muss etwas passieren an der Mainaustraße, wo alle über die Regionalliga-Qualifikation sprechen, aber nicht so spielen. Das hat auch der WFV-Vorsitzende Georg Rosenthal gesehen und die negative Stimmung im Umfeld längst erkannt. Am kommenden Donnerstagabend hat Würzburgs Oberbürgermeister sein Kommen für die Spielersitzung vor dem Heimspiel gegen den TSV Rain am Lech (Samstag, 14 Uhr, Sepp-Endres-Sportanlage) angemeldet: „So“, sagte er, „kann es nicht weitergehen. Einigen mangelt es offenkundig gehörig an der passenden Einstellung.“

    
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Würzburger FV - FC Ismaning
Fußball: Bayernliga
22.10.2011
    
So offensichtlich war das zwar nicht, und trotzdem liegt etwas im Argen. „Es ist doch nicht so, dass wir nicht gekämpft hätten, alle wollten“, unterstrich WFV-Trainer Michael Hochrein, „aber uns fehlt einfach auch mal das nötige Glück.“ Das aber müssen sie sich auch an der Mainaustraße erarbeiten – und exakt das war es, was viele vermissten. Sie rannten zwar viel, aber sie gingen nicht über ihre Grenzen hinaus. Dieser unbändige Wille, der den Klub einst so ausgezeichnet hat, er war nicht zu erkennen. „Früher“, sagt auch Assistenz-Trainer Ralf Scherbaum, „sind die Gegner mit klappernden Zähnen hierher gekommen, heute kommen sie, um zu gewinnen.“ Fünf ihrer bislang neun Heimspiele haben die Zellerauer verloren. Schon jetzt, zum Ende der Hinrunde, ist das eine mehr als in der kompletten Vorsaison. Da waren es nur vier. Einer, der ganz nah dran ist an der Mannschaft, will derweil bemerkt haben, dass „die Chemie im Team nicht ganz stimmt“.

Das 0:2 gegen Ismaning jedenfalls hinterlässt Ratlosigkeit, Panik will der stellvertretende Vorsitzende Reinhard Peter nicht aufkommen lassen, „aber wir müssen in dieser schweren Phase aufpassen, dass wir den Anschluss nicht verlieren. Abgerechnet wird am Ende. Nicht jetzt.“

Es waren Kleinigkeiten, die das große Rätselraten ausgelöst haben. Denn die Würzburger begannen gut, Hochrein sprach gar von „25 ganz starken Minuten“, ehe sich seine Schützlinge selbst ins Hintertreffen brachten. Die Kugel flitzte quer durch den FV-Strafraum, der sonst starke Daniel Drenkard schlug ein Luftloch, anstatt den Ball aus der Gefahrenzone: Andreas Fischer nahm das Präsent an, traf zum 1:0 für die ballsicheren, aber keineswegs unschlagbaren Oberbayern (30.). Und dann kam das, was Hochrein dem fehlenden Glück zuschrieb: Pascal Rausch köpfte nach einem Eckball von Steffen Krautschneider unbedrängt neben den Kasten (32.), zehn Minuten später traf der Angreifer nur den Pfosten. Und nach dem Wechsel verweigerte Referee Roman Solter den Gastgebern einen Strafstoß, als Pascal Kamolz zu Boden ging (64.). „Das war in einer Phase, in der wir am Drücker waren“, meinte der WFV-Coach, dessen Hinterleute sich sieben Minuten vor Ende nach einem Blackout noch den zweiten Treffer einfingen.

Die Statistik zum Spiel

Würzburger FV – FC Ismaning 0:2 (0:1)

Würzburg: Grunz – Dees (54. Kamolz), Asta, Steinmetz, Ganzinger – Deißenberger, Kirchner – Drenkard, Babanatsas (63. Heinrich), Krautschneider – Rausch.
Ismaning: Horn – Hübl, Rhl, Weiser, Negele – Fries (86. Volkmar), Häfele, Bachinger, Wolf (41. Lopez) – Fischer (82. Bukowski), Stijepic.
Tore: 0:1 Fischer (30.), 0:2 Bukowski (83.). Schiedsrichter: Solter (Weiherhammer). Zuschauer: 407.

Von unserem Redaktionsmitglied Fabian Frühwirth
    
    

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mitwisser (137 Kommentare) am 23.10.2011 11:13

Lieber Herr Hochrein,

25 starke Minuten also? Die restlichen 65 stand die Mannschaft nahezu komplett in unserer Hälfte und schaffte es nicht den Ball mal vernünftig aus der Gefahrenzone zu spielen. Großer Schwachpunkt war mal wieder Herr Deißenberger. Er hat uns sicherlich in den letzten Jahren sehr geholfen, aber momentan ist er eine Belsatung für das Spiel. Er verlangsamt nicht nur jeden Angriff, der über ihn läuft, enorm, sondern schafft es auch nur einen von zehn Pässen an den Mann zu bringen. Damit steht er nicht mal alleine da. Das Passspiel ist wirklich zum heulen. Da schaffen es drei Akteure unserer Blauen den Ball gegen einen Einzigen Ismaninger zu vertendeln. Wie kann das sein? Ich verstehe auch Ihr permanetes Festhalten an Herrn Rausch und Herrn Kamholz nicht so recht. Rausch schießt zwar immer mal wieder ein Tor, aber er vergibt auch drei, vier 100%ige Torchancen pro Spiel. Wir hätten einen unauffälligeren Spieler bis vor kurzem auf der Bank gehabt, der eine Bombenvorbereitung gespielt hat: Rosenberger. Warum geben Sie ihm keine Chance? Er hat sich immer den A... aufgerissen, wenn er eingewechselt wurde und hat in 100% der Fälle das Spiel belebt und unseren Sturm gefährlicher werden lassen! Vielleicht bereuen Sie auch langsam Ihr mangelndes Fingerspitzengefühl in puncto Götzfried? Alles in allem wünsche ich mir sehr, dass sie entweder mehr Diplomatie im Umgang mit den eigenen Spielern zeigen oder Ihren Hut nehmen. Junge Spieler brauchen keinen Diktator als Trainer.
(8)
Tornasuk (12 Kommentare) am 23.10.2011 21:16

Korrekt

Ich schließe mich dem Gesagten zu 100% an.
(3)
Azathoth (215 Kommentare) am 23.10.2011 16:16

Amen

Damit ist alles auf den Punkt gebracht und gesagt.
(3)
baer (176 Kommentare) am 22.10.2011 23:22

ich sach ma...

nix...
(1)
Atego (52 Kommentare) am 22.10.2011 22:32

Schönrederei

25 starke minuten lecherlich
regionalliga wir kommen....... nicht
(2)
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