publiziert: 25.03.2011 16:55 Uhr
aktualisiert: 25.03.2011 17:30 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text FUSSBALL: Bayernliga
Ein Stürmer, der auffällt

Simon Häcker zur Lage beim WFV und seine persönliche Zukunft
  • Passen Beruf und Fußball zusammen? Simon Häcker.
    Foto: Frühwirth
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Wohin seine Reise geht, vermag er jetzt noch nicht zu sagen: Nach der Winterpause stand Simon Häcker in allen Partien des Fußball-Bayernligisten Würzburger FV in der Anfangsformation, ob das auch im Heimspiel an diesem Samstag gegen den TSV Rain am Lech (15 Uhr, Sepp-Endres-Sportanlage) der Fall sein wird, ist offen. „Der Trainer hat bei solch einem Kader, wie wir ihn beim Würzburger FV haben, natürlich eine große Auswahl“, sagt der 21 Jahre alte Angreifer, der aber ziemlich genau weiß, was er will: „Wer nicht den Ehrgeiz besitzt, in jedem Match auf dem Platz zu stehen, den kann ich nicht verstehen.“

Für Häcker sind entscheidende Tage angebrochen, erste Gespräche mit der Klubführung über ein weiteres Jahr an der Würzburger Mainaustraße hat es bereits gegeben, die Entscheidung über die sportliche Zukunft aber lässt der Industriemechaniker bei ZF Sachs in Schweinfurt offen: „Man wird sehen, was passiert.“ Häcker möchte sich in der neuen Saison auch beruflich weiterbilden, will erst abklopfen, ob sich das auch mit höherklassigem Fußball vereinbaren lässt: „Die neue Saison wird ganz klar eine Herausforderung, der WFV will sich für die neue Regionalliga qualifizieren, das dürfte dann auch mit einem höheren Aufwand verbunden sein. Der sportliche Anreiz wäre damit aber natürlich gegeben.“

Momentan – so selbstbewusst ist der mit der Empfehlung von 13 Landesliga-Toren vor der Saison vom FC Sand gekommene Offensivspieler allemal – zählt sich der Schraudenbacher in der Zellerau zur Stammformation von WFV-Trainer Michael Hochrein. „Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, aber ich bin von Haus aus ein ehrgeiziger Typ“, meint Häcker, der immer wieder darauf angesprochen wird, weshalb es ihn nicht zum FC 05 Schweinfurt verschlagen hat, wo Vater Bernd in der Spielzeit 1990/91 immerhin 32 Zweitliga-Partien absolviert, seine drei Saisontore gegen den SC Freiburg (2) und Blau-Weiß 90 Berlin (1) erzielt hat und der ganz große Publikumsliebling war. „Das mit dem FC 05 mag bei der Vorgeschichte meines Vaters auf der Hand liegen, aber für mich hat sich diese Frage noch nicht so konkret gestellt. Es war irgendwie komisch, was man vor ein, zwei Jahren über die Querelen beim FC 05 lesen konnte. Da möchte ich nicht wissen, was wirklich los war. Jetzt geht es dort ja auch wieder ruhig zu. Der WFV steht schon immer für eine solide Arbeit und dort wird nicht von Dingen geträumt, die für den Verein gar nicht zu schultern sind. Das hat den Verein für mich sympathisch gemacht.“

Häcker, der unter dem Vater mit seinem Heimatklub SV Schraudenbach zweimal Meister geworden ist und von der A-Klasse bis in die Kreisliga aufgestiegen ist, weiß sich einzuschätzen: „Dass ich mich erst in der Landesliga beim FC Sand versucht habe, war wichtig. Ich wollte wissen, wie ich mich dort zurechtfinde.“ Sands Trainer Erwin Albert funktionierte den Mittelfeldspieler zum Stürmer um, der auch jetzt in der Bayernliga auffällt: Sein technisch versierter Umgang mit dem Ball fällt rasch ins Auge – in 17 Partien für die Würzburger erzielte der 1,90-Meter-Mann bis dato ein Tor. Ehrgeizig ist er, nimmt es wohl bisweilen auch etwas zu ernst, was ihm Teile der Vorrunde verhagelte: „Nach einer Kapselverletzung habe ich einfach zu früh wieder mit dem Training angefangen. Ich wollte zu viel, das hat sich bitter gerächt. Nachdem die Verletzung wieder aufgebrochen ist, hat es lange gedauert, ehe ich wieder in Tritt gekommen bin.“

Während Häcker nun nach komplett bewältigter Vorbereitung auf die zweite Halbserie in der Bayernliga wieder im Vollbegriff seiner Kräfte ist, schwächelt der WFV, der im neuen Jahr alle drei Partien verloren hat: „Die letzten beiden Spiele dürfen wir nie und nimmer verlieren. Aber wir dürfen uns nicht über Pech bei den späten Gegentoren beschweren, wir müssen uns wieder Chancen erspielen und treffen. Am besten gleich im Heimspiel gegen Rain am Lech.“

Würzburger FV – TSV Rain/L. (Samstag, 15 Uhr, Mainaustraße)

„Wir müssen etwas tun“: Unmissverständlich spricht Trainer Michael Hochrein nach mittlerweile vier Niederlagen seines Würzburger FV (10./33) am Stück von „einem verdammt wichtigen Spiel, das wir gewinnen sollten. Die perfekte Ausgangsposition, die wir uns 2010 geschaffen haben, ist dahin.“ Ganz anders der TSV Rain am Lech (5./35): Das Team um den früheren Nürnberger Bundesliga-Torwart Kurt Kowarz hat die letzten neun Spiele nicht verloren. Immerhin liest sich die Statistik aus Würzburger Sicht positiv: Der WFV hat noch kein Bayernliga-Spiel gegen den TSV Rain verloren – in der Abstiegsrelegation 2009 allerdings unterlagen die Zellerauer in Schwabach 0:2. „Das Team hat gut trainiert und die Kritik angenommen“, meint Hochrein, der wieder auf Christian Steinmetz, Thomas Bauer und Tobias Riedner zurückgreifen kann, während David Schmieg, Andreas Kirchner und Jürgen Walther ausfallen.

Von unserem Redaktionsmitglied Fabian Frühwirth
    
    

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Die neuesten Kommentare

max2010 (76 Kommentare) am 26.03.2011 08:26

igor88: ist nur neidisch

Dass Stürmer mal eine Phase nicht treffen ist ganz normal. Der Junge nimmt die Rückrunde erst einmal richtig Anlauf und nächste Saison wird er ein richtiger Knipser
(1)
igor88 (453 Kommentare) am 26.03.2011 11:07

Na mal sehen....

Neidisch auf einer Stürmer der bis jetzt ein einziges Tor geschossen hat ??? Da ist ja lächerlich. Man hat ja gesehen wie wirkungsvoll Häcker beim Spiel gegen den FC 05 war. Den Mann braucht man gar nicht zu decken, der behindert sich schon selber, haha. Und den einen Treffer den er gemacht hat, da wurde er wahrscheinlich im Strafraum angeschossen. Spaß bei Seite: Ich habe nichts gegen diesen Spieler, aber man sollte aufhören, ihn in den Himmel zu heben, er ist nur Durchschnitt in der 5. Liga !!!!
(1)
Azathoth (215 Kommentare) am 26.03.2011 08:15

Das wird schon noch.

Der haut Rain heute erstmal drei Tore rein grinsen
(3)
igor88 (453 Kommentare) am 26.03.2011 07:13

Bleib lieber in Würburg

Ich habe den Sohn von Bernd Häcker, einem Fußballdenkmal in Schweinfurt, jetzt des öfteren beobachten können. Meiner Meinung nach ist Landesliga das Höchste was er spielen kann. In einer schwachen Landesliga 13 Tore, naja, da schießen richtig gute Stürmer über 25 bis 35 Tore. In der Bayernliga 1 Tor geschossen, wo soll da die Klasse sein ?? Wir brauchen in Schweinvfurt keine Ergänzungen, sondern Verstärkungen!!
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