publiziert: 20.05.2011 17:47 Uhr
aktualisiert: 20.05.2011 18:13 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Fußball: Landesliga
Ein Wunder kann Rimpar noch retten

Der ASV-Angreifer will nach seiner Landesliga-Torpremiere beim 5:1 gegen Memmelsdorf gegen Coburg nachlegen
  • Hoffnungsträger: Rimpars Maximilian Wunder traf zuletzt in Memmelsdorf doppelt.
    Foto: Rieger
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Letztlich landete Rimpars Maximilian Wunder doch noch bei Tobias Jäger. Letzterer wollte ihn im vergangenen Sommer, damals noch als Trainer des Bezirksoberligisten TSV Sulzfeld, von Untereisenheim mainabwärts lotsen. Aber Wunder entschied sich für die höherklassigen Rimparer und machte einen Sprung um vier Ligen nach oben. Weil Jäger in der Winterpause als Spieler ebenfalls zum ASV stieß, kämpfen beide nun gemeinsam an der Pleichach um den Klassenerhalt.

„Wir sind hoch motiviert und wollen nochmals alles versuchen“, sagt Wunder vor dem Abstiegsendspiel gegen den DVV Coburg. Es liegt nicht zuletzt an dem schlacksigen Stürmer, dass die Rimparer, die nach sieben Niederlagen hintereinander ins Bodenlose zu taumeln drohten, nun noch auf ein kleines Wunder hoffen dürfen. Denn der Schreiner, der kürzlich seinen 21. Geburtstag feierte, machte letztes Wochenende in Memmelsdorf beim 5:1-Erfolg seine ersten beiden Landesliga-Treffer für Rimpar. Der Sieg brachte zudem die allerersten Auswärtspunkte nach zuvor 15 (!) vergeblichen Anläufen.

„In der Landesliga ist der Einsatz härter. Man muss zudem schneller überlegen und handeln. Da ist es natürlich ein besonders schönes Gefühl, wenn der Knoten endlich platzt“, erinnert sich Wunder an seinen famosen Auftritt in Oberfranken zurück. Er dürfte ihm gut getan haben, denn für den Stürmer war es in dieser Saison nicht optimal gelaufen. Bislang spielte Wunder nur zweimal über die volle Spielzeit, auch wenn er immerhin zwanzig Mal ein- oder ausgewechselt wurde. „Immer als er drauf und dran war, sich in die Stammelf zu spielen, warf ihn eine Verletzung zurück“, sagt sein Trainer René Grimm.

Ende März verletzte sich Wunder an der Hüfte. Danach ging es mit Rimpar steil bergab. „Es wäre wirklich schade, wenn wir runter müssten. Nächstes Jahr gibt es in der Landesliga keinen Absteiger. Da könnten wir uns ohne Druck weiterentwickeln“, sagt Wunder. Gleichzeitig räumt er ein, dass man gerade in schwierigen Situationen enorm viel lernt und eine Niederlagenserie ein Team auch zusammenschweißen kann. Und die Rimparer blieben auch im Falle des Abstiegs in die Bezirksoberliga größtenteils beisammen. Noch aber ist es nicht so weit – und vielleicht schlägt ja noch ein zweites und drittes Mal die Stunde des Maximilian Wunder.

Die Lage beim ASV

ASV Rimpar – DVV Coburg

(Samstag, 16 Uhr, Sportplatz Neue Siedlung)

Rimpars Trainer René Grimm ist vor dem Kellerduell seines ASV (18./28) gegen den Vorletzten aus Coburg (17./28) betont gelassen: „Wir haben nichts mehr zu verlieren, weil wir praktisch schon abgestiegen waren“, sagt der Coach. Aber natürlich wolle man jetzt die unverhoffte Rest-Chance auf den Klassenerhalt auch nutzen und den Coburgern einen heißen Tanz bieten. Der zuletzt verletzte Torjäger Igor Mikic hat unter der Woche schmerzfrei trainiert und rückt rechtzeitig vor dem Saisonfinale – am letzten Spieltag muss der ASV in Hollfeld ran – zurück ins in den Kader.

Von unserem Mitarbeiter Jörg Rieger
    
    

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