aktualisiert: 28.11.2011 14:37 Uhr
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Fußball: Bayernliga
Ende gut, gar nichts gut
Nach spätem Ausgleich der Zellerauer täuscht das Ergebnis über den Spielverlauf hinweg
Mit einem blauen Auge ist der Würzburger FV davongekommen. Durch einen direkt verwandelten Freistoß von Steffen Krautschneider in der vierten Minute der Nachspielzeit hat die Mannschaft von Trainer Michael Hochrein in letzter Sekunde die sechste Heimniederlage der Saison verhindert und so zumindest den Drei-Punkte-Vorsprung auf den TSV Aindling mit in die Winterpause genommen. Normalerweise lösen solche späten Punktgewinne intensive Glücksgefühle aus. Nicht jedoch bei Michael Hochrein. „Ich bin absolut enttäuscht. Wir haben ganz schwach gespielt und hätten verlieren müssen.“ Zu tief saß der Stachel angesichts der Darbietung seiner Schützlinge eben bis zum furiosen Schlussakkord.
Dabei hatte Hochrein sein Team nach den passablen Leistungen der letzten vier Spiele im Aufwind gesehen. Lag es am frühen Rückstand – TSV-Angreifer Marcel Ebeling hatte nach einem Würzburger Ballverlust aus acht Metern flach getroffen – oder am Ausscheiden von Pascal Rausch und Daniel Drenkard? Beide fielen frühzeitig der rustikalen Aindlinger Gangart zum Opfer. Während der angeschlagen in die Partie gegangene Rausch wegen einer Fußverletzung früh vom Feld musste, hielt Drenkard nach einem Zusammenprall mit TSV-Akteur Daniel Deppner noch bis zur Pause durch, ehe er mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt wurde. So verschlechterte sich die ohnehin angespannte Personalsituation nochmals.
Die Zellerauer bekamen gegen die glänzend organisierte TSV-Abwehr kein Bein auf den Boden. „Das war gar nichts“, so Michael Hochrein. Der WFV-Coach hatte bis zum Ausgleich keine einzige klare Torchance seiner Elf gesehen. Dagegen waren die Aindlinger bei ihren Gegenstößen stets brandgefährlich. Vor allem Marcel Ebeling war ein ständiger Unruheherd. Kurz nach dem Seitenwechsel lag der zweite TSV-Treffer förmlich in der Luft: Sebastian Fischers Freistoß klatschte an den Pfosten, der Nachschuss von Patrick Modes ging knapp drüber. Kurze Zeit später fischte TSV-Schlussmann Jan-Peter Grunz einen 18-Meter-Schuss von Daniel Deppner aus dem Winkel. Eine Viertelstunde vor Ende musste Grunz bei einem Schuss von Marcel Ebeling sein ganzes Können aufbieten. So hätte die Partie entschieden sein müssen, als Schiedsrichter Christian Dietz nach einem Foul an Tobias Rosenberger, der als einziger WFV-Akteur noch ansatzweise Gefahr ausstrahlte, den für Aindling verhängnisvollen Freistoß anzeigte. Nicht nur die Entscheidung, sondern vor allem der Zeitpunkt erregte die Gäste dermaßen, dass es nach dem Schlusspfiff zu einem leichten Handgemenge zwischen Würzburger Ordnern, die sich schützend vor den Unparteiischen stellten, und Aindlinger Spielern und Verantwortlichen kam.
Abschließend warf Michael Hochrein einen Blick in die Zukunft. „So ist der neunte Platz, der für den Aufstieg in die Regionalliga nötig ist, reine Utopie. Ab dem 4. Januar wird ein anderer Wind wehen.“
Die Statistik zum Spiel
Würzburger FV – TSV Aindling 1:1 (0:1)
Würzburg: Grund – Ganzinger, Bauer, Asta, Drenkard (46. Dees) – Steinmetz, Schäffer (46. Babanatsas), Deißenberger, Krautschneider – Rausch (11. Rosenberger), Kamolz.
Aindling: Geisler – K. Huber, S. Huber, Völker, Szikal (21. Bakovic) – Woltmann, Scheifel, Fischer, Modes (85. Knauer) – Deppner (79. Wenger), Ebeling.
Tore: 0:1 Ebeling (8.), 1:1 Krautschneider (90.+4). Gelb-Rot: S. Huber (90.+3, Aindling).
Schiedsrichter: Christian Dietz (Kronach).
Zuschauer: 385.
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Die neuesten Kommentare
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Toto-Leonidas (37 Kommentare) am 28.11.2011 18:21
StadtmeisterschaftNach vorne schauen, und die Kickers im Finale der Stadtmeisterschaft besiegen damit wäre die miserable Hinrude vergessen xD
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baer (176 Kommentare) am 27.11.2011 23:57
wer bis dahin noch nicht erkannt hatte,dass der letzte spieltag vor der winterpause, im mittleren und unteren tabellendrittel, ein reiner kampftag werden würde, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen.teilweise war es gar beschämend, was einige von euch blauen jungs auf dem platz gezeigt haben. nach dem interview von trainer hochrein könnte man fast... also fast glauben, das da gegen den trainer gespielt wurde... fast könnte man das glauben, nech... kant sei dank, dass glauben und denken nicht das selbige sind!!! das wahrlich beste am gestrigen spiel, waren die ergebnisse von sb-rosenheim, großbardorf und erlangen heute! die haben euch wahrhaft ein weihnachtliches geschenk überreicht. sacht ma jungs, is euch dat denn nich son kleinet bisken peinlich, dat wir fans bayernliga-tauglich sind und ihr äääh... die fragen nach den fehlern des trainers, hat er selbst im herbst eingeräumt und beantwortet. das er es wohl bereut, dass er an einigen von euch in fast "väterlicher verbundenheit" festgehalten hatte, ist ihm anzusehen (wer augen hat zu sehen, der sehe, wer ohren hat zu hören, der höre...) also jungs vonne blauen mainau, setzt euch endlich mal zusammen, lasst die smartphones vor der tür, macht nicht weiter einen auf (nicht vorhandener?) harmonie und redet mal anständig miteinander! sonst sperren wir euch innen bierkeller ein (wir übernehmen auch die getränkekosten ) und lassen euch erst wieder da raus, bis ihr tacheles geredet und euch wieder geeint habt, woll... abba jezz ma spässken beide seite, es gilt der satz: "wer nicht kämpfen will (oder kann), der hat schon verloren!" also ich schenk denen, die es nötig haben, zu weihnachten ein kämpferherz, woll... jezz abba ersma abschalten, wunden lecken, advents- und weihnachtsfreuden genießen, danach dann ma dat zwischen de öhrkes reflektierend in gang bringen und im neuen jahr abba sowat von "attacke", woll... odda wie man et jezz auch sagen kann: der trainer genervt, die mannnschaft gestresst, in diesem sinne, frohes fest!
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baer (176 Kommentare) am 28.11.2011 01:08
ps.es soll ha hin und wieder auch spezies der gattung homo sapiens geben, die auf einem auge gern allzu blind sind und sich die welt schön reden (aus welchem grunde auch immer) und andere der gleichen spezies, sich diese schön saufen. wie das leben immer wieder zeigt, geht beides am ende nicht gut aus, woll...
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mitwisser (137 Kommentare) am 28.11.2011 09:09
...Wahre Worte!Erholt euch, Jungs! Genießt die Weihnachtszeit. Und im neuen Jahr wird der Aufstieg klar gemacht! |
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damit wäre die miserable Hinrude vergessen xD




