aktualisiert: 30.08.2011 16:58 Uhr
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Fair ist mehr:
Franz Baumeister ist Fairness nicht fremd
Fußballer des SC Roßbrunn-Mädelhofen revidiert wieder eine Elfmeter-Entscheidung
Seit 1991 vermeldet diese Zeitung im Rahmen der Aktion „Fair ist mehr“ bemerkenswert faire Gesten von unterfränkischen Sportlern. Dass es ein Akteur zweimal mit einer ganz ähnliche Aktion in diese Rubrik geschafft hat, ist bislang freilich noch nicht vorgekommen. Franz Baumeister ist da der erste – für den Fußballer vom SC Roßbrunn-Mädelhofen scheint Fairness keine außergewöhnliche Sache, sondern etwas ganz Normales zu sein. 2008 war der 34-Jährige, der immer für seinen Heimatverein gespielt hat, uns erstmals als fairer Sportsmann aufgefallen, als er bei einem A-Klassen-Derby gegen den SV Greußenheim nach einem Elfmeter-Pfiff dem Schiedsrichter erklärte, gar nicht gefoult worden zu sein.
Drei Jahre später, am ersten Spieltag dieser noch jungen Saison, bestritt der SC Roßbrunn-Mädelhofen seine erste Partie nach dem Wiederaufstieg in die A-Klasse. Gegner war die zweite Mannschaft des SV Heidingsfeld. Beim Stand von 0:0 flog in der ersten Spielhälfte der Ball im hohen Bogen in den Heidingsfelder Strafraum. Stürmer Baumeister versuchte ihn mit dem Kopf zu erreichen, verpasste aber das Leder. „Dann wollte ich im Fallen schießen. Wahrscheinlich hat der Schiedsrichter gedacht, da hätte mich mein Gegenspieler gefoult. Aber es gab keinen Körperkontakt. Ich habe mich selbst sehr gewundert, dass der Schiedsrichter gepfiffen hat.“
Hinterher zuzugeben, dass der vermeintliche Elfmeter keiner war, ist für Baumeister eine Selbstverständlichkeit und auch von den Teamkameradern hätte es später kein böses Wort gegeben, wie Baumeister berichtet: „Im ersten Moment hat sich vielleicht der ein oder andere gewundert. Im Nachhinein fanden sie die Aktion dann aber auch in Ordnung.“ Kein Wunder, schließlich wurde Baumeisters Fairness belohnt, Aufsteiger Roßbrunn-Mädelhofen gewann zum Saisonauftakt – auch ohne „geschenkten Elfmeter“ – noch mit 1:0.
Fair ist mehr
Die Aktion ist eine ständige Einrichtung Ihrer Zeitung und wird unterstützt vom Bayerischen Landessportverband. Schirmherr der Aktion ist der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds Thomas Bach. Eine Jury bewertet alljährlich alle veröffentlichten Aktionen und zeichnet die Sieger aus. Um den Blick und das Gefühl für Fairness zu stärken, hat Ihre Zeitung die Aktion „Fair ist mehr“ ins Leben gerufen. Die Rechtsanwaltskanzlei „Bendel & Partner“ tritt als Sponsor auf und hat Preisgelder für die Gewinner ausgelobt. Der Sieger erhält als Anerkennung für seine Fairness 2000 Euro Preisgeld. Der Zweitplatzierte erhält 1000 Euro, für den Drittplatzierten gibt es 500 Euro.
Faire Gesten melden Sie bitte an: Sportredaktion Main-Post Berner Straße 2 97 084 Würzburg Tel. (09 31) 60 01 – 2 37 Fax: (09 31) 60 01 – 3 68 E-Mail: red.sport@mainpost.de
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